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Angriff aufs iPad: Amazon stellt Kindle Fire vor

Gepostet am 28.09.2011 von Mia

Von Mia Klöting, Düsseldorf

Morgen Kinder wirds was geben. Zumindest, wenn man den medialen Gerüchten, die sowohl off- als auch online hektisch gestreut werden, Glauben schenken möchte. Wie ihr bereits merken konntet, favorisiere ich lieber das Wissen, möchte aber in der allgemeinen Aufregung um ein Amazon Tablet an vorderster Front mitmischen. Denn frau will ja informiert sein.

Let´s talk iPhone Keynote am 4.10.2011

Die Einladungen sind verschickt, die Topic steht: Das Thema "Let´s talk iPhone" der Apple Keynote am 4. Oktober 2011 verheißt eindeutig, worauf wir uns freuen dürfen: Eine weitere Version des Smartphones kommt auf den Markt. Ob es sich dabei um den Nachfolger des iPhone 4 mit Namen 4GS oder um ein iPhone 5 handelt, ist mir relativ schnuppe. Namen sind doch eh nur Schall und Rauch, hauptsache ich kann die Kreditkarte dank eines neuen Modells zum Glühen bringen.

Während ich mich heute morgen noch seelig auf die angekündigte offizielle Keynote meines liebsten Elektronik-Produzenten aus Cupertino freute, die genau in einer Woche am 4. Oktober stattfinden und die mir endlich den sehr teuren, sehr unvernünftigen, lang ersehnten Nachfolger des iPhone 4 bringen wird, blicke ich heute Mittag auf Schlagzeigen der Konkurrenz: Amazon wagt sich ins Tablet PC Geschäft und versucht das, woran bereits RIM Blackberry und Samsung mehr oder weniger gescheitert sind: Apple vom Tablet PC Thron zu stoßen und sich als neuer Touch-PC-König vom Volk feiern zu lassen.

Amazon Kindle Fire

Wie der Amazon Kindle Fire wirklich aussehen wird, können wir nur spekulieren. Gewiss ist: Ähnlichkeiten zum Blackberry Playbook sind gewollt. Fotos: Mia für styleranking

Falls man also den Gerüchten Beachtung schenkt, präsentiert unser aller Online-Händler morgen ein 18 cm großen Touch-PC namens Kindle Fire mit einer irgendwie gearteten Google Android Software. Irgendwie geartet deshalb, weil niemand so genau weiß, mit welcher Android Version Amazon arbeiten wird.

Weitere Eventualitäten:

Mit wahrscheinlichen 180 Euronen Verkaufspreis erweist sich das Tablet als wahres Schnäppchen. Amazon dachte sich zudem: Was Apple kann, können wir schon lange und setzt als weiteres nachhaltiges Erlösmodell wohl auf einen Store, der ähnlich dem iTunes Store funktioniert. In diesem Shop soll es neben Filmen, eBooks, mp3 Files natürlich auch viele bunt blinkende Apps geben. Es bleibt abzuwarten, wie schnell es Amazon tatsächlich gelingt, vielfältige Software für sein Tablet zu bereitzustellen. Denn was nützt der schönste Store, wenn es keine einwandfrei funktionierenden Apps gibt?

Apple iPad 2

Schönheit und Funktion die ihresgleichen sucht: Das Apple iPad 2 bekommt Konkurrenz vom Online-Riesen Amazon.

Anders als sein heimliches Idol, das iPad, muss der Kindle Fire wohl erst einmal ohne integrierte Kamera auskommen und kann lediglich Multitouchgesten mit zwei Fingern umsetzen. 

Ähnlichkeiten zum Blackberry Playbook von RIM sind übrigens keineswegs Zufall, sondern gewollt. Denn die Designer, die bereits das Playbook konzipierten, gingen für Amazon ins Rennen um das schönste Tablet. Aber machen wir uns nichts vor, egal ob Playbook, das in Deutschland verbotene Galaxy Tab oder Kindle Fire: Sie alle sehen ihrem Vorbild zum Verwechseln ähnlich. Ich sag es ja: Etwas rundherum Perfektes sucht Ebenbürtiges vergeblich. Bleibt die Frage, wieso die vermeinliche Konkurrenz es trotzdem immer wieder mit Nachahmungen jeglicher Art versucht? Ich bleibe da gern beim eingängigen Bild vom geschmacksneutralen Analog-Käse, den ich einem reifen Camembert auch niemals vorziehen würde.

Eine Frage aus Apfelpäckchen-Augen-Sicht stellt sich zudem: Wie reagiert der Konzern mit dem angebissenen Apfel auf Amazons neuestes Spielzeug? Nun heißt es sehr wohl aufgepasst und Ohren aufgestellt. Denn da Apple nicht jedes Unternehmen verklagen kann, dass eine iPad ähnliche Idee ausbrütet, schätze ich, wird man sich Gedanken machen und genau hinsehen müssen, wenn Amazon sein Produkt launcht. Bereits der Kindle, eigentlich nur ein eBook Reader, griff die Schwächen des iPad in seinem damaligen Commercial gekonnt an und kommunzierte amüsant den entscheidenden Vorteil, den der eBook-Darsteller von Amazon gegenüber dem Tablet-PC von Apple aufweist: Bessere Lesbarkeit im direkten Sonnenlicht. Vielleicht punktet das vermeintliche Tablet morgen ja genau mit dieser Stärke.

Mia Klöting Mia von styleranking ist bekennende Apple-Fanatikerin und selbst das ist weit untertrieben. Deshalb widmet sie sich in ihrer eigenen Kolumne Apfel-Päckchen liebevoll ihrem Lieblingsthema und versorgt euch regelmäßig mit News.

 

2 Kommentare

  • Claas
    28.09.2011 um 16:01 Uhr
    Ich bin ehrlich gesagt ziemlich gespannt auf das Amazon Teil, es ist in jedem Fall viel günstiger als das ipad. Ob es was kann, wird sich eh erst später zeigen
  • Vicky
    28.09.2011 um 16:28 Uhr
    huch! das habe ich noch garnicht mitbekommen. was für ein schnäppchen. jedoch muss ich als apple-aktivistin mia recht geben...ich finde es auch fraglich, ob das amazontablet wirklich den erfolg vom ipad mindern wird.

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