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Afrika mit bunten Hosen!
Gepostet am 28.07.2011 von guest
Von Maren Christine Dulce, Kapstadt
Und schon ist die erste Woche vergangen: Mir scheint, die Zeit rast in Afrika. Grade hatte ich meine ersten Vorlesungen auf dem riesigen Campus der University of Cape Town. Es studieren über 23.000 Kommilitonen an der besten Uni Afrikas und genießen den malerischen Ausblick vom Campus runter auf die Stadt und die umliegenden Berge. Was mir allerdings besonders ins Auge stach, war nicht der
Ausblick, sondern ehrlich gesagt die vielen bunten Hosen. Rot-Töne und Pink scheinen aktuell besonders modern zu sein. Dazu kombinieren die einheimischen Studenten lässige einfarbige Tops mit Sweatshirtjacken oder Blazer-Kombis, da sich die Temperatur hier im Laufe des Tages um fast 20 Grad ändert und mittags gerne eine Lage nach dem Zwiebel-Look-Prinzip ablegt wird .
Die farbenfrohen Hosen auf dem Campus spiegeln die freche, unkomplizierte und easy-going Attitude der Afrikaner wieder. Bei Behörden, wie der Verkehrsbehörde wird sich gerne mal Zeit gelassen und der persönliche Kontakt sowie Einzelschicksale werden gern und individuell berücksichtigt. Kann ein Student beispielsweise seinen Strafzettel nicht zahlen, wird daraus eine unentgeltliche Verwarnung. Ein weiteres Beispiel ist der Registration Process an der Uni, der fast ausschließlich undigital abläuft. Dozenten sowie Mitarbeiter aus der Verwaltung leiten alle neuen Studenten persönlich durch die komplizierte Zettelwirtschaft und stehen für Fragen zur Verfügung. Auch da werden gerne für Einzelne Ausnahmen gemacht und der persönliche Eindruck zählt mehr als es mir aus Europa oder Amerika bekannt ist.
In Camps Bay, dem Villenviertel mit Miamifeeling, habe ich auch besonders viele rote Hosen gesehen. Dort gibt es eine berühmte Strandpromenade mit vielen schicken Restaurants, in denen abends auch jetzt im Winter viel los ist. Die meisten Restaurants sind zum Wasser hin offen, so dass Gäste mit Meerblick essen können. Im „Paranga“ und dem „The Kove“ gibt es neben exquisitem Wein, Rinderfilet und gegrillten Scampi auch traumhafte Ausblicke auf das Meer. Jetzt gibt es Heizstrahler und Decken für frierende Gäste, da die Glastür erst ab 21 Uhr zugezogen wird, wenn es draußen schwarze Nacht ist. Am Sonntag werde ich mal in das „Café Caprice“ gehen, von dem mir alle erzählen. Ich bin gespannt.
Sonnenuntergang in Kapstadt. Fotos (2): Maren Christine Dulce für styleranking
Weniger rote Hosen, aber dafür viele Sporthosen habe ich auf meiner Wanderung auf den „Lions Head“ gesehen. Ich dachte, dass das eine gute Vorbereitung für den Tafelberg wäre, was es wahrscheinlich auch gewesen sein wird, wenn mein unfassbarer Muskelkater mal irgendwann weg ist. Nein, aber im ernst: Man läuft circa eine Stunde hoch, muss zum Schluss ein wenig klettern und hat einen atemberaubenden Ausblick über Kapstadt. Ich war zum Sonnenuntergang oben und konnte die Sonne auf dem Meer untergehen sehen. Sie hat den Himmel übrigens rot gefärbt hat...
Maren Christine Dulce, 22 Jahre, absolviert an der University of Cape Town ihr letztes Auslandssemester für ihren Bachelor of Arts in „Communication and Marketing“. Sie lebte drei Jahre ihres Lebens in den USA, verbrachte ein Auslandssemester in Dublin und war viel auf Reisen… aber sie war noch nie in Afrika. Von Juli bis November berichtet Maren für styleranking, was sie in Kapstadt erlebt.
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