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Ein Wochenende in Strandfontein und ein erster Surf-Versuch

Gepostet am 31.10.2011 von guest

Strandfontein ist ein verschlafenes Dörfchen circa 3,5 Stunden von Kapstadt entfernt. Wie der Name bereits impliziert, gibt es dort Strand (mit Walen statt Haien) und jede Menge Freizeit. Ich war letztes Wochenende mit zwölf Freunden dort in dem Ferienhaus einer Freundin und wir haben uns ausschließlich mit Wellness, Essen und Strand befasst, statt mit Büchern und Assignments.

Auf der Hinfahrt haben wir unseren Frust wegen der vielen Staus erfolgreich mit dem Mitsingen von High School Musical Songs bekämpft. Als wir abends ankamen, gab es einen klassischen Südafrikanischen "Braai". Das Wort ist Afrikaans und bedeutet Grillen - allerdings wird hier in Südafrika auf einem Holzkohle-Grill gegrillt. Das Fleisch ist meistens sehr speziell mariniert und schmeckt sehr würzig. Nach einer sehr erholsamen Nacht gab es morgens selbst gemachten Obstsalat mit Guava, Papaya, Ananas und vielem mehr. Anschließend zog es uns alle an den Strand und einige stiegen sofort auf ihre Surfbretter. Ich habe mir die Surfer erst einmal vom Strand aus angeschaut und festgestellt, dass Surfen gar nicht so schwierig aussieht. Ich beschloss es also auch zu probieren. Sobald ich den Wet-Suit einer Freundin hatte, war ich mir mit dem Surfen gar nicht mehr so sicher: Der Anzug ist nämlich nicht nur eng, sondern auch am Hals sehr unbequem. Mir wurde allerdings gesagt, dass ich sehr professionell darin aussähe, also schöpfte ich neuen Mut und begab mich ins das eiskalte Wasser. Der Anfang war sehr schwer. Es braucht einige Minuten bis sich das Wasser in dem Wet-Suit auf Körpertemperatur angewärmt hat und diese Minuten in der Kälte sind seeeehr lang. Zudem fand ich es schwierig das Klettverschluss Band vom Surf-Board an meinem Fuß zu befestigen und dabei aufrecht stehen zu bleiben. Wer die Balance halten kann ist dabei sicher klar im Vorteil. Jede Welle war eine neue Herausforderung für meinen Gleichgewichtssinn.

Paul, der sich bereit erklärt hatte mir zu helfen, hielt mein Surfbrett über Wasser und wir wateten gemeinsam in das hüfthohe Wasser. Mir wurde gesagt, dass die Abstände zwischen den Wellen elf Sekunden sind, was angeblich genügend Zeit sei sich auf das Bord zu legen, in die richtige Richtung zu paddeln, die Welle zu treffen und sich dann während des "Tragenlassens" aufzurichten. Ich konnte mich noch nicht einmal auf das Surfbrett legen, bis die Welle kam. Im Endeffekt hat Paul mich liegend in die Welle hineingeschoben und ich konnte nach über einer halben Stunde tatsächlich für einige Sekunden auf einer Welle stehen. Das Gefühl war unbeschreiblich. Das Gefühl eine Welle richtig erwischt zu haben macht süchtig und ich werde es definitiv noch einmal probieren. Für den Tag allerdings hatte ich genug und wir alle haben abends bei einem gemeinsamen Lagerfeuer entspannt. Es gab Gitarren, Fisch, Muscheln, Brot und einen so klaren Sternenhimmel, wie ich ihn selten gesehen habe. Das Wochenende war perfekt!
 

Maren Christine Dulce, 22 Jahre, absolviert an der University of Cape Town ihr letztes Auslandssemester für ihren Bachelor of Arts in „Communication and Marketing“. Sie lebte drei Jahre ihres Lebens in den USA, verbrachte ein Auslandssemester in Dublin und war viel auf Reisen… aber sie war noch nie in Afrika. Von Juli bis November berichtet Maren für styleranking, was sie in Kapstadt erlebt.

 

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