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Frühlingserwachen in Kapstadt

Gepostet am 18.08.2011 von guest

Von Maren Christine Dulce, Kapstadt

25°C und Sonne: Der Frühling ist da! Was für uns schon nach Hochsommer klingt, ist hier erst der Anfang einer langen, heißen Schön-Wetter-Saison. Und ehrlich gesagt bin ich jetzt schon schweißgebadet, wenn ich die vielen Stufen zum Campus der Uni hochgehe…wie wird das dann erst in zwei bis drei Monaten?

maren in cape town südafrika, styleranking kolumne

Was diesen Frühling hier besonders häufig zu sehen ist, sind Kleider und Röcke. Jeans und Boyfriend-Looks sind out. Eindeutig. Frauen betonen ihre Weiblichkeit mit Blümchenprints, langen Ketten und natürlichem Styling. Die Haare sind entweder offen und ungekämmt oder in einem lässigen Dutt hochgesteckt: Feste, strenge Zöpfe und komplizierte Hochsteckfrisuren habe ich noch keine gesehen.

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Viele Mädchen laufen auch barfuß auf dem Unicampus und drücken sich so vor der Entscheidung zwischen Sandalen und Ballerinas. Eigentlich ist das ja sehr geschickt, aber meine Mutter würde mich so nicht aus dem Haus lassen („Wer kalte Füße hat, wird schneller krank.“). Aber lässig aussehen tut es allemal! Lässig aber nicht nachlässig ist auch der allgemeine Umgang mit AIDS. In der Uni gibt es beispielsweise kostenlose Kondome auf den Frauentoiletten. Nein, auf den Männertoiletten gibt es keine. Und ja, das finde ich auch äußerst merkwürdig. Von Dienstag bis einschließlich Donnerstag können zudem alle Studenten der UCT einen kostenlosen HIV-Test auf dem Campus machen. Im Unterricht wird ständig darauf hingewiesen und viele nehmen das Angebot an. AIDS ist hier also definitiv ein großes Thema, welches keinesfalls unter den Teppich gekehrt wird.
Doch nun zu leichteren Themen. Letzten Freitag waren wir im „31st“, einem Club, der sich im einunddreißigsten Stock des ABSA-Gebäudes befindet. Man fährt mit dem Fahrstuhl hoch und kann oben angekommen über ganz Kapstadt schauen. Auf den Toiletten gibt es (keine Kondome, aber ) eine Couch-Ecke sowie eine Frau, die einem die liebevoll aufgerollten Frottee-Tücher reicht. Außerdem gibt es neben diversen Handseifen auch Bodylotion, Deo und jede Menge Mädchen, die nur zum Quatschen auf Toilette gehen. Das alles muss man echt mal gesehen haben!

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Nicht nur kühle Cocktails, auch neue Kleidung braucht das Land - vor allem bei dem Jahreszeitenwechsel. Shoppen kann man in diversen riesigen Shoppingmalls. Doch irgendwie sind wir hier noch nicht so richtig fündig geworden. Es gibt zwar Levi’s, Guess und Polo, aber die Läden sind eher unspektakulär und sogar unorganisiert. Männer- und Frauen-Sachen liegen übergangslos nebeneinander und die Lust auf Shopping vergeht mit dem großen Wühlen. Auf der Long Street gibt es dann eher die einheimischen Boutiquen mit den ausgefalleneren Sachen. Da die Straße an sich etwas unübersichtlich und zwielichtig ist, ist fast jeder Laden mit einem Gitter geschützt und wird für jeden Kunden von dem Personal geöffnet. So wissen die Verkäufer außerdem auch immer ganz genau, wer sich im Laden befindet und können so Diebstahl besser kontrollieren. Diese kleinen Shops sind schwer zu beschreiben; Secondhand, Hippie, Street Style, Beach&Surfer, weit ausgestellte Einzelstücke - von allem etwas. Wir Europäer sind da allerdings wieder nicht richtig fündig geworden, suchen weiter nach dem ultimativen Südafrikanischen Shopping-Erlebnis und sind deshalb absolut offen für Tipps und Anregungen.

Maren Christine Dulce schreibt für styleranking das Cape Town BlogMaren Christine Dulce, 22 Jahre, absolviert an der University of Cape Town ihr letztes Auslandssemester für ihren Bachelor of Arts in „Communication and Marketing“. Sie lebte drei Jahre ihres Lebens in den USA, verbrachte ein Auslandssemester in Dublin und war viel auf Reisen… aber sie war noch nie in Afrika. Von Juli bis November berichtet Maren für styleranking, was sie in Kapstadt erlebt.
 
 

 

3 Kommentare

  • Carolin
    19.08.2011 um 16:15 Uhr
    Barfuss laufen ist so toll! Es gibt zwar dreckige Füße aber dafür schwitzen sie nicht in Ballerinas, was ich sehr viel unangenehmer finde!
  • barefoot
    21.08.2011 um 12:28 Uhr
    Wann lernt die Welt es endlich, man erkältet sich nicht beim barfußgehen. Wer barfuß läuft, wird seltener krank, da er abgehärtet ist.
  • Michael
    15.03.2012 um 21:05 Uhr
    Schöner Bericht aber etwas befremdlich finde ich, daß hier offenbar nur die Frauen barfuß sind. Gehen Männer etwa in Schuhen?? Das gäbe es bei mir nicht. Ich trage sogar sogenannte Barfußsandalen, die eigentlich nichts anderes sind als Schmuck für die Füße. Außerdem lackiere ich mir auch die Zehennägel und ich bin nicht schwul. Meine Freundin macht es ja schließlich auch und findet`s toll bei mir, wenn wir Beide so im Hochsommer im Partnerlook gehen. Was Frauen dürfen, das dürfen Männer nämlich genauso.

    Herzliche Grüße:

    Michael H. und Beate D.

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