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Stellenbosch Wine Festival 2011
Gepostet am 04.08.2011 von guest
Von Maren Christine Dulce, Kapstadt
Das „Wine Festival“ in Stellenbosch fand Ende Juli im Paul Roos Centre statt und hatte seinen Höhepunkt definitiv am vergangenen Samstag. Sonne und knallblauer Himmel lockten die Gäste aus den Messeräumen mit den Weinständen auf die umliegenden Wiesen. Für umgerechnet 12 Euro konnte man Weine von 150 Weingütern von den Stellenbosch American Express Wine Routes probieren. Die meisten Besucher waren um die 25 Jahre alt und vermutlich Studenten. Ich war mit einigen Freunden da und keiner von uns hat es geschafft, die 25 Gutscheine für jeweils ein Weinglas á 0,1 Liter einzulösen. Es gab einfach zu viel Auswahl, zu wenig Zeit und zu lange Warteschlangen vor den Ausschankständen. Es war aber deutlich zu sehen, dass einige andere jugendliche Besucher sich das durchaus als Ziel gesetzt hatten.
Fotos: Maren Dulce für styleranking.
Die Stimmung war super: Ein DJ legte Elektro-Musik auf, diverse Ray-Ban Brillen tragende Menschen bewegten sich dazu und ich konnte lange Schlangen vor den Dixie-Klos, Style-faux-pas und VIP areas beobachten: Kurz - richtige Festival-Stimmung.
Besonders aufgefallen sind mir die vielen Leggings bei den Frauen: In Deutschland trägt frau dazu ein Longtop. In Afrika gibt's ein bauchfreies oder kurzes durchsichtiges Top. Ich habe auch viele weiße Hemden oder Blusen gesehen. Nerdy-chic schien unter den Stellenbosch-Studenten sehr angesagt. Insgesamt war das Publikum sehr schick gekleidet und einige haben sich gleich ganze Flaschen Wein gekauft und die in lustigen Runden auf den Wiesen getrunken.
Natürlich konnte ich auch ein paar wenige Ausreißer beobachten, wie das Hippie-Pärchen auf dem Foto. Die beiden sind die ganze Zeit barfuß gelaufen und bezeichnen sich selbst als „free spirits“. Einige Weinstände haben nicht nur Wein, sondern auch Sticker verteilt auf denen „drive me home“ stand. Es wurden sogar Ketten angeboten, an denen man sein Weinglas um den Hals tragen konnte: An Kreativität hat es den Ausstellern wahlich nicht gefehlt.

Das Fest war um fünf Uhr nachmittags bereits vorbei und ich bin danach ins „BIG EASY“ weitergezogen, ein Restaurant des Südafrikanischen Profi Golf Spielers Ernie Els. Da er selbst wegen seines leichten Spielstils immer als BIG EASY bezeichnet worden ist, fiel ihm die Namensgebung seines Restaurants wohl leicht. Die Atmosphäre ist ruhig, es gibt malerische Golf-Impressionen an den Wänden und der Big Easy Burger war fantastisch. Er selbst soll sein eigenes Restaurant schon seit Anfang des Jahres nicht mehr besucht haben, allerdings ein Weingut in der Nähe besitzen, was man auch besichtigen kann. Witzig fand ich, dass wir unseren Tisch auf den Namen Tiger Woods reserviert haben und die Frau am Telefon ehrfürchtig geschwiegen hat, statt laut los zu lachen. So abwegig war das dann wohl nicht...

Prost.
Maren Christine Dulce, 22 Jahre, absolviert an der University of Cape Town ihr letztes Auslandssemester für ihren Bachelor of Arts in „Communication and Marketing“. Sie lebte drei Jahre ihres Lebens in den USA, verbrachte ein Auslandssemester in Dublin und war viel auf Reisen… aber sie war noch nie in Afrika. Von Juli bis November berichtet Maren für styleranking, was sie in Kapstadt erlebt.
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