Artikel
Wein, Wale und der Tafelberg
Gepostet am 20.09.2011 von Doro
Die letzte Woche war Ferienwoche für alle UCT Studenten und die meisten haben die freie Zeit für Trips nach Namibia oder eine Fahrt auf der Garden Route genutzt. Ich konnte leider beides wegen diverser Assignments und anstehenden Midterm Tests nicht machen, aber wir haben uns trotzdem in Kapstadt und Umgebung eine nette Woche gemacht…ohne Fashion aber mit sportlicher Betätigung.
Die idyllische Landschaft machte den Ausflug perfekt
Am Samstag haben wir mit einem gemieteten Bus in Fransschoek eine Tour durch die umliegenden Weingüter gemacht. 18 Weingüter hatten sozusagen ein Wochenende der offenen Tür und man konnte mit einem entsprechenden Ticket zu den WineTastings kommen. Jedes Weingut hatte dabei ein eigenes Flair, was durch Livemusik, witzige Aktivitäten (wie Weinkorken Golf) oder durch kulinarische Elemente noch untermalt wurde. Es gab selbstgemachte Cup-Cakes, frisches Pesto und Wein mit sehr unterschiedlichen Nuancen. Auf der Winery „Plaisir de Merle“ konnte man beispielsweise den mit dem Swiss International Wine Award preisgekrönten Wein probieren und wurde dazu von spanischer Livemusik begleitet.
.jpg)
Weinkorken-Golf - Ein Sport für Kenner
.jpg)
Nach der sportlichen Betätigung gab es ein Fest für die Gaumen
Am Dienstag sind wir auf den Tafelberg gestiegen. Der Tafelberg ist so etwas wie das Wahrzeichen von Kapstadt und hat seinen Namen wegen seiner flachen Oberseite: bei schlechtem Wetter bleiben die Regenwolken am Berg hängen und sehen wie eine weiße Tischdecke aus. Wir haben uns für unseren Anstieg einen Tag ohne Tischdecke ausgesucht, pro Person 3 Müsliriegel und 1 Liter Wasser mitgenommen und kurze Hosen angezogen. Angeblich soll man anderthalb bis zwei Stunden brauchen…wir haben fast zweieinhalb gebraucht und nach den ersten 30 Minuten bereits alle unsere Müsliriegel aufgegessen. Dazu muss man sagen: es waren 27 Grad, Sonne und der Weg ist kein Weg, sondern besteht aus sehr unterschiedlich hohen Stufen, die besonders die hintere Beinmuskulatur sehr beansprucht haben. Oben angekommen musste wir jedoch zugeben, dass sich der Aufwand und potentielle Muskelkater in den Waden sehr gelohnt hat: die Aussicht über Kapstadt war atemberaubend.
Zurück sind wir dann allerdings mit dem wesentlich komfortableren „cablecar“ gefahren, das deprimierenderweise nur knappe 7 Minuten für dieselbe Strecke gebraucht hat.
Ein wundervoller Ausblick vom Tafelberg
Am Mittwoch waren wir in Hermanus „Whalewatching“ und haben tatsächlich Wale gesehen! Also….Walflossen. Aber das war schon sehr beeindruckend. Wale sind zwar sehr schwere und langsame Tiere, dennoch konnte ich leider kein Foto von einer Flosse machen: das wäre schon sehr großer Zufall gewesen.