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Die Verpackung macht’s!

Gepostet am 20.01.2012 von Sarah Steidel

Im letzten Oktober saß ich an einem Samstagmorgen krank und furchtbar müde am Pariser Flughafen. Dementsprechend im Keller war auch meine Laune. Bis ich einen Ladurée-Stand sah. Und dort gab es nicht nur die köstlichen Macarons, sondern auch eine limitierte Matthew Williamson Schachtel. Eigentlich wollte ich mir nur vier der sündhaft teuren Kekse kaufen. Aber da sie nun einmal eindeutig besser aus der Designer-Packung schmecken, wählte ich die doppelte Menge, dafür mit einer Box im typischen Matthew Williamson Design. So, und da saß ich nun mit meinen acht Keksen für 15,60 Euro, und die schlechte Laune war mit jedem Biss ein wenig mehr verflogen. Und ja, die Macarons haben natürlich besser geschmeckt, da sie in einer Matthew Williamson Box aufbewahrt waren.

 
 
 

Und hiermit gebe ich es zu: Ich bin ein typisches Marketing-Opfer und furchtbar leicht durch Verpackungen beeinflussbar. Aber ich glaube, ich bin damit eindeutig nicht alleine. Ist es nicht eine typische Frauenkrankheit, einen Artikel NOCH schöner zu finden, wenn er in einer süßen kleinen Box liegt? Am besten noch in pastellfarbenes Seidenpapier eingewickelt und in einer hübschen kleinen Tüte mit goldener Aufschrift verpackt … Und natürlich kommt es beim Schmuckkauf grundsätzlich auf den Schmuck an sich an. Aber wir freuen uns auch wahnsinnig, wenn das glitzernde Stück in einer türkisfarbenen oder roten Box eingebettet ist. Dies gilt natürlich nicht nur für Tiffany & Co, sondern auch für erschwingliche Stücke. Auch die knallbunte Schachtel, in der mein „Versace for H&M“ Ring lag, hat mittlerweile einen Ehrenplatz in meiner Schmuckschatulle. Und sieht der Lippenstift nicht gleich noch besser aus, wenn er in einer Super-Limited-Edition-Verpackung steckt? Auch wenn es sich eigentlich um die gleiche Farbe handelt, die sonst in einem schlichten, schwarzen Karton verpackt ist. Genauso wie das Parfum und der Lidschatten. Und es macht eindeutig mehr Spaß, mit einer hochwertigen Tüte vom Einkaufsbummel nach Hause zu kommen, als mit dem ollen Plastikding. Genauso wie die gleichen Kekse Valentinstags-Sondereditions-Packung viel besser schmecken, als aus dem langweiligen normalen Karton. So, Hände hoch, wer versteht mich? Mein Freund tut das nämlich nicht.



Sarah KolumneSarah Steidel aus München bloggt auf Josie loves und schreibt als Online-Redakteurin unter anderem fürstyleranking. In der Freitags-Kolumne „Erlebnisse eines Mode-Junkies“ berichtet Sarah über ihr tägliches Leben als bekennend Modesüchtige.

 

 
 

4 Kommentare

  • Gina
    20.01.2012 um 10:20 Uhr
    Bin auch deiner Meinung, ich liebe schöne Verpackungen.
  • Jane
    20.01.2012 um 14:59 Uhr
    Du tickst ganz schön oberflächlich, Sarah! In diesem Moment ist meine Sympathie für dich geschrumpft. Würdest du eine toll gestaltete Plätzchenbox mit sündhaft teuren Keksen auch dann kaufen, wenn sie von einer gesundheitshilfsorganisation wäre? So wie sich dein Beitrag liest, wohl eher nicht.
  • Alex
    21.01.2012 um 01:00 Uhr
    @Jane: Wenn du sie als oberflächlich abstempelst dann würde sie mit Sicherheit die sündhaft teuren Kekse von der Gesundheitshilfsorganisation kaufen. Solange die Verpackung hübsch ist :)
    Aber wenn du mehr von Sarah lesen würdest, denke ich würdest du merken dass es ihr schon auch wichtig ist woher die Sachen kommen.
    Und es ist nunmal kein Geheimnis das schöne Verpackungen funktionieren. Das Auge ist nunmal einfach mit! Und zwar egal ob es sich um einen schön angerichteten Teller oder ein hübsch eingepacktes T-Shirt handelt.
    Ich könnte jetzt noch einen halben Roman über die Kunst der Verpackung hier schreiben. Denk einfach mal an Weihnachts- und Geburstagsgeschenke..
    Jedenfalls ich bin auf Sarahs-Seite! Schöne Verpackungen sind mit Sicherheit kein Muss. Wenn mir das Produkt gefällt kaufe ich es auch so. Aber eine liebevolle schöne Verpackung ist dann das i-Tüpfelchen und in "Vielleicht"-Situationen sicher auch des öfteren das kleine bisschen Überzeugungskunst die noch gefehlt hat :)
  • Sarah
    24.01.2012 um 07:31 Uhr
    Liebe Jane, wenn du diese Kolumne schon etwas länger verfolgst, weißt du sicher, dass ich die Dinge hier gerne ein bisschen überspitzter darstelle. Es ist Thema dieser Kolume, sich eben genau mit diesen "oberflächlichen Dingen" zu beschäftigen. Das heißt nicht, dass ich als Privatperson keine Kekse von einer Hilfsorganisation kaufe. Und zurück zu Ladurée: Ich habe für die Packung an sich nicht mehr ausgegeben, sondern mich lediglich durch die schöne Verpackung zum Kauf von mehr Macarons hinreißen lassen. ;-)

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