Artikel

Teuer versus günstig

Gepostet am 16.12.2011 von Sarah Steidel

Eigentlich müsste mein Titel „VIIIIEEEL Günstiges versus WEEENIG Teures“ heißen. Doch ich erkläre erst einmal, um was es mir eigentlich geht. Wir oft standet ihr schon vor einem absoluten Traumkleid eines bekannten Designers, habt es aber nur mit sicherem Schaufenster-Abstand angeschmachtet, da ihr euch die 500 Euro ja NIEMALS leisten könnt. Louboutins, Jimmy Choos, Taschen von Balenciaga, Mulberry oder Marc Jacobs: Nur möglich, wenn wir auf den Kauf von Nahrung verzichten oder mal das Wahnsinns-Glück haben, zufällig bei einem Designer-Lagerverkauf zu landen. Aber steht es wirklich so traurig um unsere Finanzen? Sind wir wirklich den Rest unseres Lebens dazu „verdammt“, die Kleidung unserer Lieblingsdesigner nur anzuschmachten und die günstigen Interpretationen der Modeketten nachzukaufen? Eigentlich nicht …

Betrachten wir doch das durchschnittliche Shoppingbudget einer normal verdienenden Modeliebhaberin, die rein objektiv gesehen schon einen gut gefüllten Kleiderschrank hat. Legen wir mal den Betrag von 250 Euro fest. Nun, wie wird dieser Betrag auf den Monat aufgeteilt? Shoppingtour am Anfang des Monats: 60 Euro für verschiedene Teilchen im H&M-SALE, 70 Euro für die Pumps bei Zara, 20 Euro für den hübschen MANGO-Schal. Eine Woche später kommt die lang erwartete ASOS-Bestellung an. Sie beinhaltet Kleidung im Wert von 150 Euro, Kleidung im Wert von 90 Euro wird behalten, und mit der 10-Euro-No-Name Kette aus dem kleinen Ramschladen sind die 250 Euro auch schon verprasst. Natürlich aber nach der Hälfte des Monats. Den Rest des Monats steht das „Ich habe ja gar kein Geld, um etwas zu kaufen, alles ist schon weg!“ im Raum. Doof nur, dass die Hälfte der Sachen eigentlich nur gekauft wurde, weil sie eben reduziert war (Ihr erinnert euch an diesen Teil meiner Kolumne?), oder wir etwas Ähnliches eigentlich schon im Schrank haben.


Vielleicht hat das "Nur im Schaufenster anschmachten" ja bald ein Ende.

Worauf ich eigentlich hinaus möchte: Auf ca. 10 Teile im Monat hochgerechnet können wir uns natürlich nur Günstiges leisten, ABER, wie wäre es denn, wenn wir uns einmal vornehmen würden, aufgrund unseres objektiv (Ich schreibe immer „objektiv“ weil rein objektives Denken beim weiblichen Shoppingverhalten eigentlich nicht existent ist) eh schon vollen Kleiderschrankes einmal von unserem Budget (Ihr werdet einmal merken, wie viel Geld ihr eigentlich zur Verfügung habt, wenn ihr all den kleinen Krims Krams zusammenrechnet, den ihr mal hier und mal da kauft) DAS EINE besondere Teil im Monat kauft? EIN besonders schönes Kleid eines tollen Designers im Monat, oder zwei Monate lang keinen Cent für das x-te Paar schwarze Pumps auszugeben, um sich dann die traumhafte Miu Miu Tasche zu leisten, die wir schon sooo lange anschmachten. Das wäre doch eigentlich ein Experiment wert!

Vielleicht sollte ich mir ernsthaft einmal überlegen, ab sofort ein besonderes, qualitativ hochwertiges, perfekt verarbeitetes und wunderbares Designerteil zu kaufen, anstatt möglichst viel günstiges Zeugs. Na, was haltet ihr von der Idee?
 


Sarah KolumneSarah Steidel aus München bloggt auf Josie loves und schreibt als Online-Redakteurin unter anderem für styleranking. In der Freitags-Kolumne „Erlebnisse eines Mode-Junkies“ berichtet Sarah über ihr tägliches Leben als bekennend Modesüchtige.


 

 

Neuer Kommentar

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Anzeige

Specials

Style-Voting

Welcher Look gefällt dir besser?



Fashion Videos

Anzeige

dressed.by

Styleranking auf Facebook

Anzeige