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Die Seouler Café-Kultur

Gepostet am 21.11.2011 von guest

Von Victoria Nguyen, Seoul

Wer das erste Mal nach Seoul kommt, der staunt nicht schlecht. Über vielerlei Dinge vielleicht. Vor allem jedoch sicher über die unglaubliche Popularität von Cafés.

Ein Café in Seoul

In Seoul sind Cafés sehr beliebt. Fotos: styleranking

Klar, auch in Deutschland, immerhin jedoch in meiner Heimatstadt München sind die zahlenmäßig doch recht stark vertretenen Starbucks-Läden nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus jedoch hält sich die Menge an sogenannten Coffee-Shops und heimeligen Cafés noch in angemessenen Grenzen.

Nicht so in Seoul!

So wie Make-up-Shops sind auch die Coffee-Shops und Cafés hier allgegenwärtig. Neben Starbucks gibt es eine Reihe alteingesessener Coffee-Shop-Größen, wie zum Beispiel Café Bene, Caribou Coffee, Coffine Gurunaru, The Coffee Bean & Tea Leaf, Pascucci oder Tomntoms, um nur einige wenige zu erwähnen. Teilweise Importe aus den USA, großteils jedoch made in Korea sammeln sich diese Coffee-Shops oft in den wichtigsten Ballungszentren, sind jedoch auch darüber hinaus fast überall zu finden.

Ein Café in Seoul

Dieses Café strahlt eine heimische Atmosphäre aus.

Doch bei den Coffee-Shops hört's noch lange nicht auf. Zahllose kleine heimelig anmutende Cafés, die sich auf sogenannten „hand-drip coffee“, also per Hand aufgegossenen und gebrühten Kaffee, spezialisieren, Dessert-Cafés oder Café Bars bereichern das weitere Angebot.

Klar, in Coffee-Shops und Cafés gibt’s vor allem eines: Kaffee, aber auch Tees, Smoothies oder Ades, etc. Außerdem beliebte Café-Angebote sind belgisch inspirierte Waffeln, vorzugsweise mit Früchten, Sahne und Eiscreme, sogenannten French-Toast, in süßen oder salzigen Varianten erhältlich, Kuchen, Brownies, Muffins und so weiter. Das ganze volle Programm also. Nicht üblich aber auch nicht selten bieten Cafés auch salzige Speisen wie Sandwiches oder Minipizzen an.

Ein Café in Seoul

In Seoul bieten die Cafés nicht nur Kaffee und Tee an, sondern auch diverse süße und deftige Snacks.

Was die Leute in den Coffee-Shops und Cafés übrigens so zahlreich machen? Vor allen Dingen Hausaufgaben! Studenten und Schüler pflanzen sich gut und gerne mal für mehrere Stunden in die Coffee-Shops und gehen ihren Studien nach. Aber natürlich gibt es auch die typischen Tratschtanten, die zum Kaffeeklatsch kommen oder die Pärchen, die für ein Date ihre Köpfe über ein Tässchen Tee zusammenstecken.

Ein Café in Seoul von innen

Vor allem Schüler und Studenten halten sich in Cafés auf, um ihren Studien nachzugehen.

Wer jedenfalls gerne Kaffee mag, der kann es sich in Korea definitiv gut gehen lassen. Über die Qualität der Kaffees kann ich selber leider nicht urteilen, ich bin kein Kaffee-Trinker. Trotzdem nehme ich liebend gerne jede Gelegenheit wahr, mir ein paar Stunden eines freien Nachmittages mit Matcha-Latte und einem Stück leckeren Kuchen zu versüßen und dabei dem Treiben um mich herum zuzusehen. In Stadtteilen wie Hongdae, Insadong oder Garosugil eignen sich die Cafés übrigens besonders gut zum people watching.

Vicky NguyenVictoria Nguyen, ursprünglich aus München, packte das Fernweh und damit auch ihren Koffer. Vicky bloggt unter pickedpics und verlagerte ihren Lebensmittelpunkt nach Seoul in Süd-Korea. Für styleranking schreibt Vicky die Kolumne "Seoul-Blog" in der es um ihre Erlebnisse in der Ferne und um die koreanische Modewelt geht.

 

1 Kommentar

  • Kübra
    23.11.2011 um 17:56 Uhr
    :D people watching.
    Guter Beitrag!! Könntest du nicht noch mehr Bilder von interessanten Cafes online stellen (sowohl Innenraum als auch äußerliches Erscheinen). Ich finde sie nämlich sehr inspirierend.

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