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Das Mädchen und das Meer – Big Sur

Gepostet am 18.11.2010 von guest

von Lynne, Westküste USA

Der letzte Blog Post kam von der Ostküste, dieser kommt von der Westküste. Was für eine Tour! Wer jemals nach Los Angeles oder San Francisco findet und ein Wochenende Zeit hat, um sich einen Mietwagen zu schnappen und die Großstadt zu verlassen, der sollte dies definitiv tun und den berühmten Highway No. 1 entlang fahren. Ein atemberaubendes Panorama erwartet euch auf einer Straße, die Hunderte von Kilometern direkt am Meer entlang führt.

 Highway No. 1 in an der Westküste der USA

Meine Empfehlung – Big Sur! Dieses minimal besiedelte, circa 100 Kilometer lange Gebiet liegt ungefähr mittig zwischen Los Angeles und San Francisco und ist somit ideal mit dem Auto anzufahren. Motels in dem winzigen Ort San Simeon sind beispielsweise sehr günstig, sicher und gut ausgestattet. Von dort hat man einen tollen Ausgangspunkt, um die Big Sur Area zu erkunden.

Big Sur Waterfall

Big Sur ist mit Sicherheit einer der schönsten Küstenstreifen des Highway No. 1. Im Herbst oder Winter kann er von Nebel verhangen sein, was eine eigenartige, mystische Atmosphäre schafft. Bei strahlendem Sonnenschein hingegen hat man freie Sicht auf das Meer und den sich mit der Erdwölbung biegenden Horizont in der Ferne. Einige kalifornische State Parks sind an das Gebiet angeschlossen und laden ebenfalls zum Auskundschaften ein, aber man kann genauso gut den ganzen Tag in einer der kleinen, stillen Buchten direkt an der rauen oder sanften Küste sitzen und mit etwas Glück Seelöwen oder sogar Grauwale beobachten. Letztere habe ich selber noch nicht gesehen, aber die Seelöwen sind wahrlich betörend!

Ein weiterer Ausflusgsort ist Hearst Castle. Das Schloss in überwiegendem europäischem Stil wurde von Zeitungs-Tycoon William Randolph Hearst errichtet, dessen Leben den berühmten Film “Citizen Kane” inspirierte. Die Touren durch das imposante Anwesen sind vor allem deswegen so besonders und empfehlenswert, weil Schauspieler den Palast zum Leben erwecken und die Besucher auf eine Zeitreise zurück ins Jahr 1930 mitnimmt.

Hearst Castle von William Randolph Hearst

Viele Kalifornier verbringen in Big Sur ruhige, abgeschiedene Wochenenden. Und um ein Gefühl für die große Weite des Meeres zu bekommen und gleichzeitig eine abwechslungsreiche Fauna zu erleben, ohne große Distanzen bewältigen zu müssen und die meiste Zeit im Auto zu verbringen, ist Big Sur einer meiner persönlichen Lieblingsplätze in Kalifornien.

 

 Lynne von Travel ThursdayLynne ist im echten Leben Journalistin und TV-Redakteurin, bloggt aber bereits seit vielen Jahren mit Schwerpunkt auf Beauty & Lifestyle. Darüber hinaus hat sie einen eigenen Kanal auf YouTube, liebt das Internet und atmet Musik.

 

5 Kommentare

  • Glori
    18.11.2010 um 13:12 Uhr
    Wie immer verschlinge ich deinen Post! du kommst so viel rum, WAHNSINN! Warst du auch in dem Schloss von Hearst und hast die Führung mitgemacht? war doch bestimmt ein Highlight, oder!?
  • Susan
    18.11.2010 um 15:52 Uhr
    sieht sehr schön aus :)
  • Lynne
    18.11.2010 um 20:41 Uhr
    @Glori Ich war schon zwei Mal im Hearst Castle. Es ist wirklich wunderbar dort rumzugehen. Ich habe die Abendtouren mitgemacht, wenn man den Sonnenuntergang von der Bergspitze aus über dem Meer beobachten kann. Es ist wirklich wunderschön dort. (Die Abendtouren kosten etwas mehr, dafür gibt es aber auch die Schauspieler! Ob die Tagestouren auch die Schauspieler im Schloss haben, das weiß ich gar nicht ganz sicher...)
  • Rena
    19.11.2010 um 18:23 Uhr
    Ich lese deine Beiträge sehr gern und irgendwie packt auch mich ein wenig das Fernweh. ;)
    Ich habe nun deine Berichte auf einigen Blogs mitverfolgen können und habe auch gesehen, wie viele andere diese Frage gestellt aber nie (?) eine Antwort bekommen haben:
    Warum bis du in den USA und für wie lange?
    Wurdest du von Deutschland aus geschickt, um eine Reportage zu machen?
    Oder hast du in den USA einen Job gefunden?
    Oder ist es "nur" eine Rundreise ohne berufliche Hintergründe?
    Es wäre schön den Zusammenhang zu kennen oder ist dir diese Frage einfach zu privat? ;)
  • Lynne
    26.11.2010 um 05:06 Uhr
    Liebe Rena,

    warum USA ist sehr einfach. Leider geht die Antwort oft unter. Vor allem möchte ich nämlich mit dem Reisen meinen eigenen Horizont erweitern, aber manchmal verschlagen Umstände auch einen dorthin, wo man es nicht für möglich gehalten hätte. Ich habe keinen Job in den USA angenommen, aber ich war schon immer jemand, der flexibel war und keine Scheu vor Umzügen hatte, wenn sie sein mussten.

    Viele liebe Grüße sendet
    Lynne

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