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Home for the Holidays
Gepostet am 16.12.2010 von Friederike
Von Lynne
Diese Zeilen schreibe ich zurück auf deutschem Boden. Viele spannende Wochen im Ausland sind vorüber. Mein persönliches Resümee? Der Horizont hat sich um einige satte Meter erneut gestreckt und ich habe viele schöne, aber auch nachdenkliche Momente erlebt. Letztere insbesondere bei der beginnenden Weihnachtszeit, die vermutlich für viele mit ganz eigenen großen oder kleinen Gewohnheiten verbunden ist.

Mir waren diese Gewohnheiten gerade in dieser Zeit des Jahres offenbar gar nicht so bewusst, aber ich fing an, wie man hier ja auch gewiss deutlich herauslesen konnte, die Weihnachts- und Adventszeit, wie wir sie kennen, zu vermissen. So kam der Zeitpunkt für die Stippvisite bei den Eltern und ich habe mich in den Flieger zurück nach Frankfurt begeben. Auf der 12 Stunden langen Flugzeit habe ich mir über das Reisen Gedanken gemacht und wie das Zurückkehren genauso zu einer Reise gehört, wie das Abfahren. Um mich herum saßen viele Urlauber, die wehmütig Urlaubsgeschichten lose untereinander austauschten, aber bei fast allen konnte ich heraushören, dass sie eigentlich nicht gerne in ihren Alltag zurück wollten. Dieses Gefühl kenne ich sehr gut. Ich liebe das Reisen.

Eigentlich erinnere ich mich an kein einziges Mal, wo ich nicht ein wenig gedrückt das Reiseland verlassen hätte. Dieses Mal ist es hingegen anders. Von Post Travel Blues keine Spur. Vielmehr weiß ich auf fast wundersame Weise zum ersten Mal besser denn je, was ich an Zuhause habe. Am Regen, am kalten Wetter, am Schnee, am deutschen Essen, an deutschen Tankstellen, an deutschen öffentlichen Verkehrsmitteln, ... Das soll nicht heißen, dass all dies weit unter meinen Erwartungen in der Fremde blieb, aber die Fremde hat in all den letzten Wochen eine „fremde Vertrautheit“ entwickelt. Weniger eine „vertraute Vertrautheit“. Offenbar war ich nicht lang genug in den USA, um mich als Fremde dort zu vergessen, aber zu lang, um die Daueraufgeregtheit eines lockeren, vergnügsamen Urlaubs permanent zu fühlen. Was aber tun, wenn einen doch das bedrückende Gefühl auf der Heimreise begleitet? Es gibt ein paar Tipps, die gewiss helfen, das Loch nach einer langen Reise oder einfach nur einem wundervollen Urlaub zu füllen.

Mir hilft neue Pläne zu schmieden! Ich brauche immer Ideen vor dem inneren Auge, meine persönliche, kleine Inspirationsquelle sozusagen. Und obwohl meine Gefühlswelt sich gerade in keinerlei „Reiseloch“ befindet, habe ich meine nächste Reise bereits im Kopf. Nach Neuseeland soll es gehen! Wunderbarer Gedanke. Wann es soweit ist, das steht in den Sternen, aber der Wille ist da und mehrere Jahre will ich gewiss nicht warten. Eine weitere Möglichkeit, um das Heimkehren nicht ganz so schwer werden zu lassen, sind Erinnerungen am Leben zu halten. Man bringt Fotos mit, hat vielleicht einen Blog geschrieben oder gefilmt. All diese Dinge kann man gemeinsam mit dem Erlebten teilen – mit Freunden und mit der Familie. Dieser Austausch stärkt oft wie von selbst den Wunsch in einem, dass man gerne wieder verreisen möchte. Man realisiert, dass die nächste Reise nur so weit fort ist im Grunde, wie man seinem Wünschen und der Fähigkeit sich zu inspirieren Grenzen setzt. Und ist erst wieder das Reisefieber von Neuem geweckt, freut man sich auf die Zeit im eigenen Land, um auf das neue Vorhaben hin zu sparen und zu planen.
Meine Vorfreude richtet sich im Moment ganz klar zur Weihnachtszeit und Silvester. Der Kopf ist freier, der Blick etwas klarer und ich habe viele neue Ideen und Vorhaben, die ich angehen möchte. Doch ich weiß jetzt auch besser denn je, dass nicht nur die USA, sondern im Grunde die ganze Welt immer nur eine Flugstrecke von mir entfernt ist, wenn es mich wieder packt. Die Sterne, der Mond, die Sonne sind überall die gleichen Begleiter! Und dann geht es wieder los. Mit der gleichen Neugierde, mit der gleichen Begeisterung wie immer, wenn ich in Flugzeug steige. Bald. Sehr, sehr bald.
Lynne ist im echten Leben Journalistin und TV-Redakteurin, bloggt aber bereits seit vielen Jahren mit Schwerpunkt auf Beauty & Lifestyle. Darüber hinaus hat sie einen eigenen Kanal auf YouTube, liebt das Internet und atmet Musik.
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3 Kommentare

17.12.2010 um 13:09 UhrLynne, deine Kolumne lese ich jede Woche. Bitte hör nie damit auf, die ist total super.
Lynne
17.12.2010 um 17:53 UhrLiebe Syndie,
das freut sehr, dass dir die Kolumne gefallen hat! Aber sie ist ja "Travel Thursday" betitelt... Und die Reise ist vorerst beendet. Da wäre es wohl schwieriger, die Kolume fortzusetzen, wenn ich gar nicht unterwegs bin. ;)
Liebste Grüße,
Lynne