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Bitte nicht so kleinkariert!
Gepostet am 19.01.2012 von guest
Leni Garibov, Wien
Ich hätte nie gedacht,dass ich jemals einen Artikel über Trends schreiben und dazu ein Foto von mir in meinem Haus-Chill-Bad-Hair&Outfit-Day kombinieren würde.

Ob Schals oder Haarreif, der Karolook verleiht jeden Outfit das gewisse Extra.
Aber ja, es scheint möglich: tief in meinem Kleiderschrank scheinen sich topaktuelle Modelle zu verstecken.
Schließlich sieht man Karomuster zurzeit überall, und damit meine ich wirklich auf allen erdenklichen Oberflächen, Kleidern und Accessoires. Nicht, dass es sich um die neueste Erfindung handeln würde: zu Kurt Cobain gehörte sein Karohemd genauso wie seine Gitarre und der ausgeleierte Strickpulli.

Für ein bisschen mehr Punk im Alltag: karierte Doc Martens.
Bis auf die Grunge-Fraktion waren die bunten Quadrate bisher für Punks und alte Omis mit Kuscheldecken reserviert. Kurz gefasst: alles Dinge, die nicht viel mit High Fashion zu tun hatten, nicht einmal mit dem Wort "hübsch" in einem Satz vorkamen. Schon eher mit "Holzfäller", in Frauengarderobensprache also dem Gegenteil von "sexy".
Das war in meiner Leni-Welt genauso klar definiert Rambos Muckis. Doch wie immer gilt, der Ton macht die Musik. An Gwen Stefani würde die letzte Punk-Kluft wie frisch vom Laufsteg aussehen. Wenn ich es mir so recht überlege, könnte ich mich mit hübschen, feminin geschnittenen Karoblusen sogar anfreunden.

In der richtigen Kombination erinnert das Karomuster kein bisschen an den Holzfäller-Look.
Schließlich wären sie das perfekte Mittel, um haushohe Plateaus oder superknappe Minis zu entschärfen. Und wenn wir schon dabei sind: Karomuster macht sich doch ganz hübsch auf Accessoires, Hüten oder Halstüchern. Auch wenn sie weder zu Holzfällern, noch Omas oder Punks passen würden. Aber wir wollen ja nun wirklich nicht kleinkariert sein.
Leni Garibov lebt in Wien und manchmal auch in Berlin. Nämlich immer dann, wenn sie Uni-frei hat und keine Lesesäle mehr sehen kann. Ein offenes Auge für Trends hat sie aber immer und überall. Und weil nur darüber schreiben nicht genügt, probiert sie diese gleich direkt aus. Über Fashion, DIY und viele andere Themen schreibt die Publizistik-Studentin und Online-Redakteurin auf ihrem Blog style-kitchen.com, immer mit einem Augenzwinkern garniert und einer Prise Humor gewürzt.