Artikel

Pailletten-Party

Gepostet am 29.12.2011 von guest

Von Leni Garibov, Wien

Übermorgen ist Silvester. Noch genügend Zeit also, um die zwanzig Kilo, die noch zur Traumfigur fehlen, abzunehmen, sich mit dem Nachbar zu versöhnen, dessen Katze man aus Versehen überfahren hat und sich um das perfekte Outfit zu kümmern.

Die Ankunft des neuen Jahres ist eine Angelegenheit, die akribisch geplant werden muss. Ich zum Beispiel weiß schon ganz genau, was auf mich zukommt: zuerst mit der Familie essen gehen, dann bei Freunden treffen, später in eine Bar gehen und daraufhin unter dem Feuerwerk auf 2012 anstoßen. Oder zuerst bei den Freunden vorbeischauen, dann, nach einem Abstecher bei den Eltern, schnell unters Feuerwerk stellen und "Cheers!" rufen. Vielleicht aber auch aufeinander unter den Funken dazurennen, nachdem man sich um kurz vor zwölf von der Familie verabschiedet und die Adresse der Freunde mit den Koordinaten der Bar verwechselt hat.

Leni im Silvesterkleid

Ihr seht schon, ich habe alles fest im Griff. Auch wenn hier und da eventuell kleinere Ungenauigkeiten auftreten könnten, ist die Kleiderwahl ein Posten auf meiner To-Do-Liste, die längst mit einem Häkchen versehen wurde.

Ich gebe es zu: Einfach war es nicht. Schließlich soll das Outfit keine Standard-Nummer mit 08/15-Schnitt und Hinz-und-Kunz-Accessoires werden. Silvester ist ein besonderer Abend und so soll auch das Kleid werden. Und ich schreibe bewusst "Kleid", denn eine Hose (geschweige denn Jeans!) kommt für mich genauso wenig in Frage wie Monogamie für Tiger Woods.

Leni im Silvesterkleid am Schlagzeug

Ich wühle meinen Schrank durch, blättere die mit New-Year´s-Eve-Specials vollgestopften Zeitschriften durch und gehe pflichtbewusst shoppen. Dabei hätte ich mir das ganze Procedere auch sparen können. Seit dem letzten Jahr hat sich nämlich wenig verändert: Pailletten, wohin das Auge reicht. Ob groß, klein, glänzend, matt, als kleine Akzente oder all-over-Style.

Zugreifen? Oder sein lassen? Dagegen spricht die Vorfreude auf mindestens 23 Lookalikes, die zur selben Zeit und am selben Ort meinen Geschmack teilen werden. Dafür spricht der Wow-Effekt, den die kleinen Plättchen bei jedem ihrer Einsätze auslösen. Die Kopfschmerzen, die bei der Schmuckauswahl einfach entfallen. Und die Tatsache, dass es sich bei ihnen um keinen Trend mehr handelt, sondern um einen waschechten Klassiker.

Leni mit Wunderkerze

Das Rad kann sowieso nicht neu erfunden werden, denke ich mir und greife zum altbewährten, funkelnden Mittel. Als Accessoire habe ich mir dann ein strahlendes Lächeln überlegt. Dürfte eigentlich prima passen. Und den Nachbar - den könnte ich damit auch versöhnlich stimmen...

In diesem Sinne - Happy New Year!

Leni Garibov lebt in Wien und manchmal auch in Berlin. Nämlich immer dann, wenn sie Uni-frei hat und keine Lesesäle mehr sehen kann. Ein offenes Auge für Trends hat sie aber immer und überall. Und weil nur darüber schreiben nicht genügt, probiert sie diese gleich direkt aus. Über Fashion, DIY und viele andere Themen schreibt die Publizistik-Studentin und Online-Redakteurin auf ihrem Blog style-kitchen.com, immer mit einem Augenzwinkern garniert und einer Prise Humor gewürzt.

 

1 Kommentar

  • Anna
    29.12.2011 um 14:24 Uhr
    die farbe von dem kleid steht dir richtig gut! da hast du dir ein schönes teil rausgesucht :)

Neuer Kommentar

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Anzeige

Specials

Style-Voting

Welcher Look gefällt dir besser?



Fashion Videos

Anzeige

dressed.by

Styleranking auf Facebook

Anzeige