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Zurück in die Zukunft mit Plisseefalten
Gepostet am 26.01.2012 von guest
Von Leni Garibov, Wien
Falten sind total in. Das weiß ich, schließlich schreibe ich eine Trendkolumne. So einfach, wie es logisch ist.
Ja, wo waren wir stehen geblieben? Genau: Falten sind super. Sie verlaufen strahlenförmig, parallel, ziehharmonikaartig... die Varianten scheinen endlos zu sein. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass ich nicht von den Furchen in der Haut rede. Wo kämen wir denn da hin.

Aber auf Röcken-ja, da können sie sich wirklich sehen lassen. Um noch tiefer in die Materie einzutauchen: die Rede ist von Plisseefalten. Ich kann mir zwar nicht genau erklären, warum sie seit der Teeniezeit meiner Mutter von den IN-Listen verschwunden waren, aber das jetzige Comeback ist dann umso schöner. Schließlich haben die Aktuellen Modelle nichts mehr von kratziger Wolle, Gouvernantinnenkluft und Klosteruniformen. Von wegen, früher war alles besser!

Um meinen Beitrag auch glaubwürdig zu gestalten, möchte ich einige Vorzüge dieser Stoffform an die Frau bringen (sorry, Männer, dieses Mal müsst ihr draußen bleiben. Es sei denn, ihr seid Griechen und tragt Fustanella) :
- Ein Plisseerock ist ideal, wenn man sich gern und leidenschaftlich dreht. Probiert es aus. Ihr werdet es lieben.
- Plisseefalten kaschieren DIE Zonen. Sprich: tragen in der Taille nicht auf, sind aber breit genug in der Hüfte, um alles locker-leicht zu umspielen.
- Plisseefalten muss man nicht bügeln. Ein Hoch auf die Chemie. Dem würde jeder zustimmen, der schonmal mit Bundfalten zu kämpfen hatte.
- Wer braucht schon glatt?

Für mich alles schlagende Argumente. Ich hoffe nur, dass es dieses Mal nicht bei einem kurzen Trend bleibt, sondern Plissee zum Evergreen mutiert. Dann würde ich die Teile immer noch tragen - auch wenn mein Gesicht längst als Partnerlook zum Rock durchgehen könnte.
Leni Garibov lebt in Wien und manchmal auch in Berlin. Nämlich immer dann, wenn sie Uni-frei hat und keine Lesesäle mehr sehen kann. Ein offenes Auge für Trends hat sie aber immer und überall. Und weil nur darüber schreiben nicht genügt, probiert sie diese gleich direkt aus. Über Fashion, DIY und viele andere Themen schreibt die Publizistik-Studentin und Online-Redakteurin auf ihrem Blog style-kitchen.com, immer mit einem Augenzwinkern garniert und einer Prise Humor gewürzt.