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Designer Eduard Howhannisjan: "Ich spreche bewusst nicht die breite Masse an"
Gepostet am 22.01.2010 von chanez
Eduard Howhannisjan ist am 15. Februar 1966 in einer kleinen, armenischen Stadt namens Artashat auf die Welt gekommen. Seine Leidenschaft und Liebe zur Schneiderkunst stammt von seiner Mutter, einer Hobbynäherin. Schon als kleiner Junge liebte er es heimlich stundenlang mit ihren Stoffen und Knöpfen zu spielen und begann, sich das Nähen selbst beizubringen. Seine Faszination für die Modewelt wuchs. Seit 2006 besitzt der Howhannisjan ein Atelier in Mannheim. Wir stellen euch den heutigen Designer im styleranking-Interview vor. Viel Spaß :-)

Vor 15 Jahren ist Eduard Howhannisjan nach Deutschland ausgewandert und hat eine private Modeschule besucht. Während dieser Ausbildung absolvierte er Praktika in Los Angeles, Berlin und Paris, die ihn als Designer sehr geprägt und inspiriert haben.
styleranking: Wie schwer ist es für Sie als Designer zur Zeit im Modebusiness erfolgreich zu arbeiten?
Eduard Howhannisjan: Erfolgreich in meiner Branche zu arbeiten bedeutet für mich, in der High-Fashion-Branche aufgenommen zu werden. Dies ist jedoch nur durch ausreichend PR und die Unterstützung der Medien möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, muss man einen eigenen Stil enwickeln, diesen dann weiterentwickeln und immer sein Ziel verfolgen. Gerade in der heutigen Zeit ist es schwer, sich als High-Fashion-Designer zu etablieren, trotzdem gibt es immer Frauen, die hochwertige Mode und Individualität zu schätzen wissen und diese trotz Kriese weiterhin kaufen.
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2006 fühlte der Designer sich zur Selbstständigkeit bereit und wagte es, sein Atelier „Le Carré Noir“ in Mannheim zu eröffnen und sein eigenes Label „Eduard Howhannisjan“ zu gründen.
styleranking: Sie bewegen sich mit Ihren Kollektionen auf hohem Preisniveau. Möchten Sie diese diesen Weg weiterhin gehen oder wird man zukünftig auch Stücke, die eine breitere Masse ansprechen, aus Ihrer Kollektion erwerben können?
Eduard Howhannisjan: Ich bewege mich in dem höheren Preissegment, da all meine Kreationen ausschließlich aus hochwertigsten Stoffen in meinem Atelier auf Maß handgefertigt werden und Unikate sind. Somit garantiere ich meinen Kunden maximales Selbstbestimmungsrecht und absolute Individualität. Ich spreche mit meinen Kreationen bewusst nicht die breite Masse an, da dies bei der höchsten Schneiderkunst, die ich meinen Kunden bieten möchte, nicht möglich ist. Zur Zeit ist eine Kollektion für jüngere Kunden in Planung, welche sich ebenfalls in dem höheren Preisniveau befindet, jedoch etwas erwerbsgünstiger als meine jetzige Kollektion ist.

Im Frühjahr 2006 präsentierte er seine erste Kollektion im Mannheimer „Bootshaus“. Ein Jahr später veranstaltete er eine große Modenschau im Steigenberger Hotel „Mannheimer Hof“ unter dem Motto „Mode-Ambiente-Leidenschaft“.
styleranking: Wie lange arbeiten Sie an einer Kollektion, wie der Cruise Collection?
Eduard Howhannisjan: An einer kleinen Kollektion wie der Cruise Kollektion habe ich etwa vier bis fünf Monate gearbeitet. Dies unterscheidet sich jedoch stets von Kollektion zu Kollektion.
styleranking: Sind all' Ihre Stücke Maßanfertigungen oder kann man in Ihrem Atelier auch vorgefertigte Stücke finden?
Eduard Howhannisjan: In meinem Atelier kann man ebenfalls vorgefertigte Stücke erwerben. Die individuelle Anfertigung ist jedoch immer möglich, wenn der Schnitt, jedoch die Farbe oder Größe nicht dem Wunsch des Kunden entspricht.

Im Sommer 2008 fanden seine Präsentation der „Cruise Collection“ und im Frühjahr 2009 das New Years Defilee „im Rausch der Farben“ statt. Zuletzt präsentierte er seine Kreationen auf der Frankfurter „Fashion City West“.
styleranking: Welche Bedeutung darf man Ihrer auffälligen Erscheinung und häufig abgebildeten Zigaretten oder dem Nagellack auf Ihren Bildern zumessen?
Eduard Howhannisjan: Der schwarze Nagellack sowie die Zigarette haben keine symbolische Bedeutung. Viele denken, ich möchte provozieren, dies ist jedoch nicht der Fall. Ich experimentiere gerne, deswegen überrascht mein Auftreten niemanden, der mich persönlich kennengelernt hat.
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Zur Thematik der Zigarette auf seinen Fotografien sagt der Designer, dass seine Kollektion die moderne aber auch etwas rebellische, selbstbewusste, junge Frau wiederspiegelt, die keine Angst hat, sich dem Mainstream zu wiedersetzen. Die Zigarette stellt demnach keinen Kontrast zu seiner Mode, sondern eher eine Symbiose von Verruchtheit, Glamour und Eleganz dar.
In seinem Atelier produziert und präsentiert der Designer eine Vielfalt an maßgeschneiderten Unikaten. Um besondere Nähe zu seinen Kunden zu garantieren, hat er sich für das „Personal Marketing Concept“ entschieden - Mode zum Anfassen, zum Mitgestalten, zum selbst Maß Anlegen. Diese Mode ist nun auch in seinem Webshop erhältlich - wie auch die Stücke seiner geplanten Accessoires- und Frühjahrskollektion.
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