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Follower und Gefällt-Mir-Klicks: Der große Social Media Designer-Check
Gepostet am 13.01.2012 von Kim
Von Kim Ernst, Düsseldorf
Woran erkennt man einen erfolgreichen und angesagten Designer? An der Anzahl seiner Kollektionen, seinen Auftritten auf Fashion Shows, Werbe-Deals und Kooperationen? Sicherlich. Doch angesagte Designer wären nichts ohne ihre Fans, die ihre Kreationen kaufen und tragen. Und wo, wenn nicht im Social Media können sich Mode-Fans über ihre Lieblingsdesigner austauschen und News einholen? styleranking hat Designer der Fashion Week Berlin 2012 exklusiv ausgewertet und die Fan-Anzahl der Designer bei Facebook und Twitter ausgewertet. Es zeigt sich: Hier besteht dringender Nachholbedarf in der Kundenpflege.
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Zahlreiche Designer und Brands sind auf Social Media Plattformen vertreten.
Die aufstrebenden Designer der Fashion Week haben im Schnitt etwas mehr als 1300 Facebook-Fans. Während Rockabilly-Designerin Lena Hoschek die Liste mit 10.238 Facebook-Fans anführt, kommen Namen wie Blacky Dress, Sissi Goetze oder Dietrich Emter auf weniger als 100 Anhänger. Zweite hinter Lena Hoschek sind übrigens Wood Wood mit 8.041 Fans, gefolgt von Kilian Kerner, der mit 5.885 Klicks auf den "gefällt mir"-Button Platz drei belegt.

Top 10 bei der Fangemeinde auf Facebook: Lena Hoschek hat die meisten Anhänger. Recherche: styleranking, Stand 12.01.2012

Die Designerin Lena Hoschek ist eine der wenigen, die sowohl Facebook-Fans, als auch Twitter-Follower hat. Foto: Lena Hoschek
Neben den lokalen Größen der Fashion Week bringt es das Designerlabel Hugo Boss auf immerhin 897.707 Facebook-Fans. Das Modelabel Escada - vor zwei Jahren noch zahlungsunfähig und inzwischen von indischen Investoren aufgekauft liegt mit 84.083 Facebook-Fans weit hinter Hugo Boss. Joop! - zur Berliner Modewoche mit einer Veranstaltung beteiligt, zählt immerhin 48.228 Facebook-Fans.
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Bei den etablierten Labels und Designern liegt Hugo Boss weit vorn.
Ihr fragt euch nun sicherlich, warum wir uns ausschließlich auf Facebook beziehen. Von mehr als 50 Designern und Labels sind lediglich 16 bei Twitter angemeldet. Auf mehr als 1000 Follower kommt (außer Hugo Boss und Joop) niemand. Wood Wood führen die Liste mit den meisten Twitter-Followern an (995 Follower), auf Platz zwei rangiert Designer Patrick Mohr mit 302 Verfolgern. Bronze gibt es für Rockabilly-Designerin Lena Hoschek. Sie kommt auf 284 Follower.
Ungenutzte Potenziale
Doch wie wichtig ist die aktive Nutzung von Social Media für (Mode-) Unternehmen wirklich? Das Deutsche Institut für Marketing (DIM) setzte sich im Dezember 2011 mit Social Media Marketing (SMM) auseinander und führte dazu eine Studie durch. Dieser zufolge sind derzeit etwa 68 Prozent der befragten Unternehmen - die aus verschiedenen Branchen stammen - auf Social Media Plattformen aktiv. Die Unternehmen möchten mit SMM möglichst viele potenzielle Kunden ansprechen und bespielen daher die Plattformen, die bei Privatpersonen am beliebtesten sind. Facebook landet bei ihnen auf Platz eins, gefolgt von Xing und Twitter. Weitere Auswahlkriterien für die effektivste Plattform sind der allgemeine Bekanntheitsgrad, die Benutzerfreundlichkeit und die Reichweite.
Für die meisten Unternehmen bedeutet Social Media allerdings Neuland. Nur wenige nutzen die Möglichkeiten, die das soziale Netz bietet, seit einem Zeitraum von mehr als zwei Jahren. Überraschenderweise nimmt Social Media noch in keinem der befragten Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert ein - die Tendenz für die Zukunft ist allerdings steigend. "Social Media wird für Unternehmen immer wichtiger. Unternehmen erreichen nicht nur ihre Zielgruppe direkt, sondern bekommen auch die Möglichkeit, im Dialog mit den Nutzern mehr über die Einstellungen zu Produkten und Dienstleistungen zu erfahren", sagt Social Media Experte Nico Lumma Chief Operating Officer bei Digital Pioneers, "für Designer ist Social Media nicht nur eine enorme Ressource für die tägliche Inspiration, sondern auch ein effizient zu nutzender Marketingkanal."
Social Media Marketing dürfte in Zukunft für Unternehmen und Designer immer bedeutender werden. Wer von Kundenbindung, Steigerung der Marken- und Produktbekanntheit und Neukundengewinnung profitieren möchte, wird an Facebook, Xing, Twitter und Co. nicht mehr vorbeikommen.
Ob man anhand der Facebook-Fans und Twitter-Follower gleichzeitig den Erfolg des jeweiligen Designers oder Labels ablesen kann, sei dahingestellt. Immerhin hat Modezar Karl Lagerfeld nur 8.390 Fans auf der Social Media Page Nummer eins. Trotzdem zeigen die Designer der Berlin Fashion Week, dass sie hier bei PR und Marketing noch einige Aufgaben lösen müssen. Trotz des Stellenwerts von Facebook und Co. für Unternehmen vernachlässigen einige ihre Fanseiten. Viele Fans würden sich sicherlich auf regelmäßige Updates zu Kollektionen und News freuen und dann auch zu regelmäßigen Käufern der Designerteile avancieren.
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4 Kommentare

13.01.2012 um 13:37 UhrNa dann solltet Ihr auch mal bekannte Models und prominente Gäste der Fashionweek ranken. Hier zum beispiel Papis Loveday mit über 15.000 ...
http://www.facebook.com/PAPIS.LOVEDAY.official
13.01.2012 um 21:28 UhrEs sollte sich mal lieber gefragt werden wie lange bestimmte Fanseiten bestehen und dann die Zahlen der Fans vergleichen.
14.01.2012 um 15:10 UhrAlso die Aussage von "a" ist natürlich großer Quatsch. Wenn man Microsoft und Apple beim Erfolg vergleicht, kann man ja auch nicht das Datum der Unternehmensgründung mit einrechnen.
SMM
17.01.2012 um 12:56 UhrIch denke Social Media Marketing wird für Designer und für Unternehmer erst Recht unerlässlich. Den Erfolg kann man meineserachtens an einem Facebookprofil nicht unbedingt ablesen, aber die Designer können zum Beispiel ihren Bekanntheitsgrad um einiges vergrößern und ihre Kundenbindung verstärken. Gerade für eher unbekannte Designer bietet Social Media eine große Chance, da sie zb durch Facebook viel greifbarer sind als nur durch eine eigene Homepage.
LG
