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Y3 auf der New Yorker Fashion Week: Yohji Yamamoto erfindet den Großstadtnomaden neu
Gepostet am 14.02.2012 von guest
Von Katja Guttmann, New York
Die lässig übereinander gelegten Berberteppiche auf dem Laufsteg deuteten schon an, wo sich der japanische Star-Designer Yohji Yamamoto die Inspiration für die Herbst- und Wintersaison von Y3 geholt hat - bei den traditionellen Nomadenkulturen. Er kombinierte diese Einflüsse mit westlicher Sportkleidung und landete bei dem unverwechselbaren Y3-Look: lange, weite Mäntel mit übergroßen Kapuzen, wattierte Steppjacken, innovativer Einsatz von Fleece und künstlichen Leopardenpelzen sowie kostbares Lammfell. Die Models liefen zur Musik von Black Keys, Little Barrie und der Derek Trucks Band an den vollbesetzen Reihen des Lofts in Soho entlang, wo unter anderem auch US-Schauspieler Idris Elba und sein deutscher Kollege Clemens Schick saßen.

Y3 zeigte während der New York Fashion Week Mode, die von den Nomaden inspiriert wurde. Foto: Getty Images
Er fände es sehr poetisch und elegant wie sich Nomaden kleiden, er wolle das Gefühl auffangen und in die Moderne übertragen, ließ Yamamoto ausrichten. Denn auch die Großstadt-Nomaden von heute müssen sich warm eingepackt durch ihr Revier bewegen können und ähnlich viel mit sich herum tragen: Y3 garantiert die uneingeschränkte Mobilität durch überlange bunt geringelte Pullis und unten offene Knickerbocker aus dicken Flauschstoffen mit Leopardenmuster, gemütliche Ponchos und Fischerhosen mit tief liegendem Zwickel. Als besonders raffiniert entpuppten sich Manteltaschen mit Klettverschluss, die je nach Bedarf und Inhalt individuell verschoben werden können.

Leopardenmuster sind nun auch in den Männerkollektionen angekommen.
Die Farbe schwarz dominierte die Entwürfe, was strukturierte und taillierte Einzelstücke noch besonders zur Geltung brachte. Highlights bildeten unter anderem Steppmäntel aus hellgrauen Satinstoff, dicke Fäustlinge aus weißer Wolle, kurze warmen Shorts und sparsam eingesetzte orange Farbakzente. Hüte für Herren und Damen mit legendären Adidasstreifen kamen als elegante Überraschungen daher.
