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MBFWB: Freizügige und unkonventionelle Outfits bei A.F. Vandevorst
Gepostet am 15.07.2011 von Sarah
Von Sarah-Jane Schlegel (Text) und Inga Kretschmer (Fotos)
Düstere Musik erklingt, der Raum ist dunkel und und alles wartet darauf, dass die Show von A.F. Vandevorst beginnt. Die Designer An Vandevorst und Filip Arickx bilden mit ihrer Ready-to-Wear Linie und ihren Kollektionen Blackboard und A. Friend den Abschluss der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin. Nach fünf Minuten betreten die ersten Models mit leichter Bekleidung, über das Gesicht gezogenen Haaren und knallig rotem Lippenstift den Laufsteg. Auffällig ist ihr stark nach hinten gebeugter Gang, der zu Tuscheleien im Publikum führt.
Die düstere Stimmung zieht sich durch die gesamte Show. Die Frühjahr/Sommer Kollektion 2012 ist sehr gewagt und lässt dem einen oder anderen Zuschauer den Atmen stocken. Passend zur Stimmung verwenden die Designer hauptsächlich dunkle Farben und werden zwischenzeitlich durch warme Rotöne und Nuancen in Stahlblau und Grau unterbrochen. Streifenmuster sind das Schlüsselelment der Kollektion und werden in allen möglichen Kombinationen verwendet.
Die Kollektion lässt sich als unkonventionell und gewagt bezeichnen und trifft sicherlich nicht jeden Geschmack. Die Oberteile der Models werden an vielen Stellen durch Tücher ersetzt, die locker über den Busen der Models fallen und in keiner Form befestigt sind. Da kommt es schon gelegen, dass die Models im Hohlkreuz laufen. Leichte Hemden werden oft nur durch einen schmalen Ledergürtel zusammengehalten und ein Model trägt sogar nur eine Tasche, um ihre Brust zu bedecken. Längsstreifen werden über Querstreifen getragen und dazu mit Boots, Sneakers, Flip Flops und gestreiften Pumps kombiniert. Manch einer nennt es Kreativität, die andere Hälfte spricht von einer Parodie oder schlechtem Geschmack. Nach der Show tritt das gesamte Backstage-Team auf die Bühne und feiert den Abschluss einer gelungenen Fashion Week.
Fotos (5): styleranking
