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Freibank Fashion Fair: Auch Mode braucht Nischen

Gepostet am 18.03.2008 von Katrin Völkner

Von Katrin Völkner, Frankfurt CPD, GDS und Bread & Butter sind dir ein Begriff? Kein Wunder, schließlich benennen sie die großen Modemessen. Mit der Freibank Fashion Fair verhält es sich anders. Sie verfolgt ein konträres Konzept. Nicht die bekannten Marken stellen hier aus, sondern kleine Labels, die einzelne Endkunden statt Händler und damit die Massen bedienen. styleranking sah sich für euch auf der Messe um. Vom 14. bis 16. März hieß die Freibank Fashion Fair alle Interessierten willkommen. Foto: styleranking Vom 14. bis 16. März hieß die Freibank Fashion Fair jeden Interessierten willkommen. Fotos (5): styleranking Stimmung! Das UFO-Gebäude. Foto: styleranking Im UFO verschwinden, wo auch der legendäre Frankfurter Cocoon Club beheimatet ist, mit dem futuristischen Aufzug in den vierten Stock fahren, dabei Modenschau-Clips im Spiegel ansehen, ankommen und hinein ins bunte Treiben. Denn bunt ist es allemal. Die dreißig Aussteller tragen ihre eigene Kleidung - hier eine Perlenmütze, da eine extravagante Kette, dort ein cooles T-Shirt mit Print. Sie sind jünger oder älter, genauso die Besucher. Jemand probiert ein Oberteil an, ein paar Stände weiter lässt sich eine Dame Perlenohrringe zeigen. Flyer wechseln die Hände: "Schauen Sie in unserem Laden in der Frankfurter City vorbei!", "Hier finden Sie uns auch!" Ein Raum voller Kleidung, die Abwechslung könnte kaum größer sein. Im hinteren Drittel gibt es Saft und Kaffee, eine DJane sorgt für die passende Beschallung. Staunen statt Ordern Die Freibank Fashion Fair ist eine Verkaufsmesse. Bei freiem Eintritt kann sich jeder Besucher die Stände ansehen, ob er nun etwas kaufen will oder nicht. Statt von schwarzen Zahlen, erzählen die Aussteller begeistert von ihrer Kleidung, ihren Taschen und anderen Accessoires. Die Designer selbst sind anwesend. Sie zeigen ihre Stücke, verkaufen das eine oder andere, die Besucher freuen sich über das neue Lieblingskleidungsstück und nehmen viele schöne Eindrücke mit nach Hause. Für alle Beteiligten bedeutet die Freibank Fashion Fair: Spaß. Mit einer Messe im herkömmlichen Sinne hat das wirklich wenig zu tun. Mode, Getränke und gute Musik. Foto: styleranking Freibank Fashion Fair: Mode, Getränke und gute Musik. Was will man mehr? Designerin Andrea Fitz kreiert Mützen, die frei von jeder Vergänglichkeit sind. Unabhängig von Modetrends strickt sie ihre Mützen aus bunter Wolle zusammen und verkauft sie unter dem Namen DuDa. Unikate sind auch die Taschen von Alexandra Dinan-Mitchell, kurz Alex. "Mir kommen die Ideen bei der Arbeit. Ich stelle die Stoffe zusammen, wie es mir gefällt", erklärt sie. Neben Accessoires spielen auf der Messe Klamotten selbst natürlich eine Hauptrolle. Marcu Fashiondesign zeigt Elegantes getreu dem Motto "Kleiden, nicht Verkleiden", Lockstoff verführte mit strahlenden Farben und ungewöhnlichem Detailreichtum. So unterschiedlich die Ideen auch sind - sie alle begeistern auf ihre Weise. Die Macher stehen am Anfang ihrer Karriere oder haben schon länger einen eigenen Laden, werden vielleicht einmal in alle Welt verkaufen, aber keinen großen Konzern leiten. Individualität, Authentizität und die Idee hinter der Sachen ist das, was jeden einzelnen der Jungdesigner auf diese Messe zieht und was die Messe ausmacht. Eine Nische. Im März 2007 war Premiere, nun etabliert sich die Freibank Fashion Fair. Man darf auf nächstes Jahr gespannt sein: Schaut doch einfach mal vorbei, wenn die jungen Kreativen wieder in Frankfurt ausstellen! Andrea Fitz zeigt ihre ausgefallenen Mützen jenseits des Massenmarktes. Foto: styleranking Andrea Fitz zeigt ihre ausgefallenen Mützen jenseits des Massenmarktes. Mit dem Aufzug ins Erdgeschoss, aus dem UFO heraus und in die weite Welt. Auf der Straße sind Diesel-Jeans, Boss-Anzüge und H&M-Tops zu Dutzenden zu sehen. Doch hin und wieder, zwischen sämtlichen bekannten Namen, findet sich, in der einen oder anderen Ecke, auch mal ein Unikat - eine Tasche von Alex oder ein Top von Lockstoff etwa. Auch das junge Label Pojng zeigt und verkauft seine Taschen. Foto: styleranking Auch das junge Label Pojng zeigt und verkauft seine Taschen.
 

3 Kommentare

  • Anne
    18.03.2008 um 19:42 Uhr
    es sieht so leer aus auf den Bildern. War auf der Messe was los? Das finde ich nämlich immer so traurig, dass die Jungdesigner sich da teilweise mit super Kollektionen die Beine in den Bauch stehen und die ganze Arbeit bei kaum jemandem ankommt. Ich konnte am Wochenende leider nicht, wäre eigentlich auch gerne hin gegangen.
  • Katrin
    19.03.2008 um 11:15 Uhr
    Liebe Anne,
    so leer, wie es auf den Bildern scheint, war es glücklicherweise nicht (man versucht ja, nicht zu viele Leute mit aufs Bild zu nehmen). Im Vorfeld wurde genügend Werbung für die Messe gemacht und als ich dort war, haben die Designer einiges verkauft. Die meisten Besucher waren sicher am ersten Tag, am 14. März dort, als auch eine kleine Modenschau veranstaltet wurde. Ich denke, wenn die Messe öfter stattfindet und dadurch bekannter wird, hat Sie die Chance auf mehr Besucher. Und für Jungdesigner ist ein solches Konzept (wie man es auch z.B. auf der Coffee & Tee(shirts) in Düsseldorf findet) dann eine gute Plattform, um ihre Ideen zu zeigen.
  • cherie
    09.12.2008 um 15:50 Uhr
    Hallo, es war tatsächlich ziemlich leer dort ... kein Wunder, ziemlich abseits gelegen und sehr mainstreamige Mode.

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