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Das kleine Surfer ABC
Gepostet am 07.09.2011 von Janina
Von Janina Sauer, Düsseldorf
Es sind nur noch zwei Wochen bis der Reno Windsurf World Cup auf Sylt startet und unsere Vorbereitungen laufen auf bereits Hochtouren. Damit wir zwischen den ganzen Profis, die sich über Amwindkurs und Dichtholen unterhalten, nicht ganz so unwissend erscheinen, haben wir für alle Nicht-Profis ein kleines Nachschlagwerk zusammengestellt.
A
Abfallen: Mit der Brettspitze vom Wind wegdrehen (nach Lee fahren)
Amwindkurs: Kurs, bei dem der Wind ca. 50°-90° zur Brettlinie bläst.
Auffieren: Mit der hinteren Hand (Segelhand) den Gabelbaum wegdrücken, um den Segeldruck zu verringern
B
Backside: Wellenreiten mit dem Rücken zur Welle (Welle nach Luv abreiten)
Body-Drag: Manöver, bei dem man sich aus voller Fahrt ins Wasser hängen lässt und dann wieder aufsteigt
Bottom-Turn: Kurve im Wellental, um wieder gegen die Welle zu fahren

Wenn der Wind stimmt, stimmt auch die Sprunghöhe. Fotos: Reno
D
Dichtholen: Das Segel mit der hinteren Hand am Gabelbaum anziehen, so dass ein Optimum an Vortrieb entsteht
Dreisechziger (360er): Mit dem Board einen Vollkreis fahren
Drop: Den Wellenhang nach dem Einstieg hinuntersurfen
F
Freestyle: Tricksurfen, Sammelbegriff für Manöver, die nicht besonders nützlich, aber sehr schön anzuschauen sind
Frontside: Wellenreiten mit dem Gesicht zur Welle (Welle nach Lee abreiten)
H
Halse: Richtungsänderung, bei der das Brett mit dem Heck durch den Wind dreht
Helikopter: Freestyle-Trick, bei dem das Rigg 180 Grad durch den Wind gedreht wird Hoch am Wind (auch Hart am Wind):Fahrtrichtung schräg gegen den Wind
J
Jibe: Englischer Begriff für Halse: Drehung mit dem Heck durch den Wind
 will beim Reno Windsurf World Cup Sylt seinen ersten WM-Titel gewinnen_.jpg)
K
Kreuzen: "Schläge" am Wind, die im Zickzackkurs mal auf Steuerboardbug, mal auf Backboardbug gefahren werden
L
Lee: Die dem Wind abgewandte Seite bzw. die Richtung, in die der Wind weht
Le-Mans-Start: Ein Slalomstart vom Strand aus. Nach dem Startschuss müssen die Surfer zuerst samt Material ins Wasser rennen und dann los surfen
Lip: Oberkante/ Kamm der (gerade brechenden) Welle (Wellenlippe)
Loop: Überschlag mit dem Brett und Rigg. Wird rückwärts und vorwärts gesprungen. Wird der Looping mehr horizontal ausgeführt, nennt man das Manöver Barrel-Roll
Luv: Die dem Wind zugewandte Seite bzw. die Richtung, aus der der Wind kommt
N
Nose: Englisch für Bug / Brettspitze
O
Offshore (-wind): Der Wind bläst ablandig (aufs Meer hinaus)
Off-the-lip: Manöver (radikaler Turn) am Kamm der Welle, bei dem mindestens der Bug deutlich darüber hinausschießt
Onshore (wind): Der Wind bläst auflandig (aufs Land)
P
Pumpen: Wiederholt am Rigg reißen, um das Brett auf einer Welle oder bei schwankendem Wind ins Gleiten zu bringen

Sieht aus wie ein Kinderspiel, das werden wir auf Sylt am 23. September mal genauer unter Lupe nehmen.
R
Raumschots: Weg vom Wind
S
Schlag: Die beim Kreuzen zurückgelegte Strecke zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wendemanövern
Segelsteuerung: Steuerung mit dem Segel ohne Brettneigung
Shorebreak: Wellen, die direkt auf das Ufer brechen und das Starten sehr schwierig machen
Sideshore (wind): Der Wind bläst parallel zur Küste (zum Ufer)
Slalom: Funboard-Regatta rund um zwei auf Halbwindkurs ausgelegte Tonnen
Surf: Das Wort bedeutet im Englischen Brandung, ein "Surfer" ist ein Wellenreiter. Ein Windsurfer heißt dagegen "Boardsailor" oder eben "Windsurfer"
T
Table-Top: Manöver, bei dem die Brettunterseite nach oben gekehrt wird. Vor der Landung muss das Brett wieder zurückgedreht werden
Tail: Englischer Begriff für Heck
Take Off: Angleiten auf der Welle durch Wellenschub
U
Upside-Down: Sprung, bei dem man sich zurücklehnt, so dass die Brettunterseite nach oben gedreht wird (nicht Table-Top)
V
Vorwindkurs: Der Kurs, bei dem der Wind direkt von hinten kommt (man fährt in Windrichtung)
W
Wasserstart: Mit der Kraft des Segels direkt aus der Schwimmlage starten
Wipe-out: Ungewollter, dynamischer Abgang bei extremen Sprüngen und Manövern
Nun sind wir bestens vorbereitet, um im Surfer-Fachchargon mitreden zu können. Mit soviel Fachwissen wird uns sicherlich keine allzu großen Peinlichkeit mehr unterlaufen können. Wer sich die ganze Theorie und die beeindruckendenen Stunts aus nächster Nähe anschauen möchte, kann das vom 23. September bis zum 02. Oktober auf Sylt erleben. Dort zeigen sich Surfer aus aller Welt beim Reno Windsurf World Cup.
Das Windsurf Worldcup Special wird präsentiert von Reno:

