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UGG & Co.: Was kommt nach dem Verbot der Kuschel-Puschen?
Gepostet am 08.02.2012 von Kim
Von Kim Ernst, Düsseldorf
Die spinnen, die Amis. Die Pottsdam Middle School in Pennsylvania hat ihren Schülern tatsächlich das Tragen von UGG Boots verboten - EMU-Boots und No-Name Kopien inbegriffen. Zugegeben: Die flauschigen Felltreter sehen nicht sonderlich schön aus, doch was haben sich die Amis nur dabei gedacht?
Ganz einfach: Die Schuhe seien laut Schule dafür geeignet, Handys in die Klassenzimmer zu schmuggeln. Schüler könnten somit SMS verschicken und den Unterricht stören. Deshalb dürfen UGG Boots nur auf dem Weg zur Schule und in den Pausen getragen werden. Gegen die seltsame Kleiderordnung wehren sich Eltern und Schüler bereits auf der Facebook-Seite der lokalen Zeitung, schreibt fabeau.
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Die flauschigen Treter sollen jetzt an der Pottsdam Middle School in Pennsylvania verboten werden. Foto: UGG Australia
Warum führen Schulen nicht gleich ein Hut-Verbot ein? Schüler könnten womöglich auf die Idee kommen, Funkgeräte darunter zu verstecken - als neue Spicker, sozusagen. Positioniert man eine andere Person zu Hause vorm Mathebuch, kann diese schnell und unkompliziert Formeln und Ergebnisse vorsagen. Das gilt übrigens auch für Bio, Chemie und sonstige Fächer, die Lernaufwand fordern.
Das Tragen von weiter Kleidung und Lagen-Look sollte ebenso verboten werden. Stattdessen gilt: Das Outfit muss eng am Körper anliegen, damit Lehrer und Mitschüler sehen, ob man irgendwo am Körper verbotene Substanzen positioniert hat. Somit verringert sich die Anzahl klebriger Kaugummis unter Stühlen und Tischen und durch das Wegnehmen von Handy, iPod und Co. wird den Schülern zusätzlich jeglicher Spaß geraubt.
Oder wie wäre es mit einem Verbot von hohen Schuhen? Schließlich stört das ständige Klicken des Absatzes beim Laufen die Konzentration der Mitschüler. Als Problem erweisen sich auch Push Up BHs. Schülerinnen könnten auf die Idee kommen, Push Up Kissen durch Spickzettel oder gar Drogen zu ersetzen. Vielleicht sollte man Unterwäsche generell verbieten. Ein großer Schlüppi bietet schließlich auch ausreichend Platz für unerlaubte Utensilien. Bauchfrei? Pfui! Flip-Flops? Unmöglich. Rentier-Motive? Unzeitgemäß. Bommelmützen? Viel zu gefährlich!
Wir fragen uns: Wo wird das Verhalten der Schüler noch hinführen? Werden bald Detektoren in den Schulen installiert, um die Schüler vor betreten des Gebäudes zu scannen und auf unerwünschte Gegenstände zu untersuchen? Wer bedient dann die Nackt-Scanner? Ausgewählte Vertreter des Elternrates? Vielleicht sollte man Schule und Schulsystem einfach abschaffen. Das wäre sowieso am einfachsten und niemand würde sich durch Verbote unterdrückt oder störende SMS-Töne gestört fühlen. Oder noch besser: Vielleicht sollten die Amerikaner ihre Verbote und Gesetze neu priorisieren. Wir schlagen da eine Änderung des Waffengesetztes vor. Na, wie wär's?
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2 Kommentare
anni
08.02.2012 um 13:36 UhrJa, das ist schon so eine Sache mit den Ge- und Verboten. Aber in Deutschland sieht es ja auch nicht besser aus - da verbietet doch tatsächlich eine bayerische Schule das Wort "Tschüss" - da dann ...
09.02.2012 um 11:43 UhrDas habe ich auch schon gehört. Nicht nur Tschüss, sondern auch Hallo zur Begrüßung. Es wird nun erwartet, dass man "Grüß Gott" sagt, weil es fröhlicher und höflicher wirkt... sowas muss jeder selbst wissen.. naja
