Beauty-Hacks

Diese fünf Visagisten-Tricks perfektionieren dein Make-up

Von Leni Garibov
26.06.2016 / 12:00 Uhr

Würde man mir ein Faible für ungewöhnliche Looks und exquisite Produkte vorwerfen, wäre ich schuldig im Sinne der Anklage. Doch obwohl ich immer wieder neue Produkte entdecke und ausgeklügelte Tricks verinnerliche, hole ich mir bei jeder Gelegenheit Rat vom Profi. Im Laufe der Zeit bin ich immer wieder in den Genuss eines professionellen Beauty-Looks vom Visagisten gekommen. Dabei lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, den Profis ein paar Geheimnisse zu entlocken.

1. Augenbrauenstift und Eyeliner mit dem Pinsel auftragen

Auch wenn Stifte die wohl praktischsten Beauty-Tools für unterwegs sind, können sie ein Upgrade in Sachen Präzision vertragen, wenn es nach dem Profi geht. Einen wertvollen Tipp habe ich während eines Make-Up Workshops abstauben können: Eyeliner oder Augenbrauenstifte entfalten ihre volle Power, wenn man sie erst auf eine glatte Oberfläche – zum Beispiel einen Spiegel – in mehreren Schichten aufträgt und die Masse mit einem Pinsel aufnimmt. Durch die Reibung wird die Konsistenz ergiebiger und man vermeidet den berühmten Balkeneffekt, was besonders beim Schattieren der Augenbrauen wichtig ist.

2. Lidschatten mit Wasser vermischen

Wie man Lidschatten gekonnt zweckentfremdet, habe ich euch in der Vergangenheit bereits verraten. Die Möglichkeiten scheinen fast unendlich, schließlich ist das pigmentierte Puder eine Allzweckwaffe. Visagisten variieren aber nicht nur die verschiedenen Anwendungsbereiche ihrer Produkte, sondern verändern gerne die Texturen. Während man den Lidschatten normalerweise auf das trockene Lid aufträgt und ihn verblendet, kann das Gegenteil mindestens genauso überzeugen. Wer die pudrige Textur mit etwas Thermalwasser oder Primer mischt, kann mithilfe eines dünnen Pinsels einen präzisen Strich ziehen. Die perfekte Alternative für alle, die gern einen bunten Lidstrich ausprobieren möchten oder gerade keinen Eyeliner parat haben!

3. Rötungen und Schatten mit dem Corrector neutralisieren

Wer kennt es nicht: Die Augenringe sind dunkel, der Concealer verspricht einen wachen Blick und im Nu zieren weiße Balken das Gesicht. Diese erinnen vielleicht an einen ausgiebigen Skiurlaub, setzen das Gesicht aber nicht gerade gekonnt in Szene. In solch einer Situation versuchen viele, das Problem durch eine hellere Concealer-Nuance zu beheben. Dabei geht es eher darum, die richtige Corrector-Farbe zu erwischen, die nicht aufhellt, sondern Schatten und Rötungen neutralisiert. Rot wird durch grünliche Nuancen ausgeglichen, blaue Schatten durch orangestichige Produkte.

4. Augenbrauen angleichen

Kein Gesicht ist zu hundert Prozent symmetrisch – doch genau die kleinen Unregelmäßigkeiten, unterschiedlichen Proportionen und verschiedenen Größenverhältnisse machen einen individuellen Look aus. Auch Augenbrauen wachsen vollkommen unabhängig voneinander. Um sie trotzdem anzugleichen, gibt es einen Visagisten-Trick, der immer funktioniert: Auch wenn die Form nie identisch sein wird, sollte man versuchen, den Ansatz der Augenbrauen am Nasenrücken ähnlich zu gestalten. So wirken sie optisch fast gleich, selbst wenn sich ihre eigentliche Form unterscheidet.

5. Mit losem Puder abmattieren

Glänzende Nase, speckige Stirn und überschüssiger Glanz im Gesicht – der Retter in der Not heißt mattierendes Puder. Doch natürlich ist Puder nicht gleich Puder: Der Profi kennt den Unterschied und greift zur losen Variante, um nicht ins Schwitzen zu geraten. Der Grund: Loses Puder legt sich nicht in Schichten auf das Gesicht. Heißt im Klartext, dass man damit nichts falsch machen und nie zu viel erwischen kann. Der beste Partner in Crime ist übrigens ein weicher (Fächer-)Pinsel, mit dem man sanft über glänzende Stellen tupfen und das Make-Up fixieren kann.

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