Starduftmarken

Der Duft von Geld: Diese Promis verdienen sich mit Parfüms ein goldenes Näschen

Marie Mertens
Von Marie Mertens
29.04.2015 / 11:20 Uhr

Der aktuelle Film ist ein Reinfall an den Kinokassen, das neue Album gefloppt oder die Tour muss wegen schlechter Vorverkaufszahlen abgesagt werden. Dass Stars wie Kylie Minogue, Michael Wendler oder Justin Bieber trotzdem nicht am Hungertuch nagen müssen, haben sie unter anderem ihren eigenen Parfümlinien zu verdanken. Duftmarken sind für Stars ein lukratives und vor allem konstantes Nebengeschäft, da sie über einen langen Zeitraum jede Menge Kohle abwerfen. Und der Arbeitsaufwand ist obendrein auch noch schwindend gering. Ihr wolltet immer schon einmal wie die Unsterblichkeit von Bruce Willis duften? Kein Problem: Wir präsentieren euch die tollen und teilweise skurril-grotesken Düfte der Celebrities. Achtung: "Was, der oder die auch?!"-Momente en masse!

Die Düfte von Christina Aguilera, Kate Moss oder Naomi Campbell sind den meisten bekannt. Bei anderen Celebrities sind wir von ihrem Talent als Parfümeure jedoch mehr als überrascht. Oder hättet ihr gedacht, dass alleine Sarah Jessica Parker seit 2005 neun Parfüms lanciert hat? Auch Popstar Shakira war in den letzten Jahren nicht untätig und entwickelte zusammen mit ihrem Lizenznehmer insgesamt neun Düfte. Reality-Star Kim Kardashian nutzt die Bekanntheit ihres Namens ebenfalls aus und ließ bereits sieben Parfüms kreieren. Bei uns sind die Promi-Düfte allerdings kaum bis gar nicht erhältlich, da sich der Verkauf auf andere Länder der EU oder den amerikanischen Markt konzentriert.

Mit ihren Flacons sorgte Rapperin Nicki Minaj für mehr Aufmerksamkeit als mit den Düften selbst.   Copyright: Mark Metcalfe/Getty Images

Es gibt aber auch kuriose Promiparfüms, die uns zum Schmunzeln bringen. So brachte Schlagersänger Michael Wendler 2013 seinen ersten eigenen Duft mit singendem Flacon auf den Markt. Sobald man den Zerstäuber drückt, spielt er Wendlers Song "Sie liebt den DJ". Ob die Welt darauf gewartet hat? Eher kaum. Auch Hollywoodstar Bruce Willis bringt man nicht unbedingt mit floralen Kompositionen für Frauen in Verbindung. Dennoch hat er in Kooperation mit einem deutschen Beautyunternehmen gleich drei Düfte entwickelt. Ralf Möller, einst "unser Mann in Hollywood", verdient sich mit seiner eher unbekannten Parfümmarke den einen oder anderen Euro dazu.

Katie Price weiß, wie sie werbewirksam für ihre Düfte wirbt. Dieses Foto stammt von der Präsentation ihres vierten Duftes "Kissable" im Jahr 2013. Insgesamt brachte die Britin fünf Parfüms raus.   Copyright: Ben A. Pruchnie/Getty Images

Wer nun denkt, dass die Stars unter die Parfümeure gegangen sind und ihre Duftwässerchen selbst komponieren, liegt mächtig daneben. Denn hinter den meisten Parfümmarken - egal ob Promi oder nicht - stehen große Beautykonzerne wie L'Orèal, Coty oder P&G. Die Markename ist bei Düften das größte Verkaufsargument, deshalb investieren die Unternehmen Millionen in Lizenzen.

Die Stars verkaufen ihre Namen und die Lizenznehmer entwickeln darauf hin meist für einen bestimmten Zeitraum mehrere Parfüms. Zuerst wird am Reißbrett der Look des Duftes und Flakon sowie Verpackung designt. Erst zum Schluss kommt der Duft. Der Star selbst hat kaum bis gar keinen Einfluss auf die Komposition. In wirklich engagierten Fällen geben die Stars ihr Go oder No, wenn ein Duft ihnen ge- oder missfällt - das war aber auch schon alles. Er erscheint lediglich bei Produkt- und Pressepräsentationen und freut sich über die regelmäßigen, leicht verdienten Einnahmen mit seinem Namen. Und beweist in Geschäftsangelegenheiten somit den richtigen Riecher und verdient sich ein goldenes Näschen.

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