SONNENSCHUTZ

Diese stylishen und innovativen Helfer schützen Kinder vor Sonnenbrand

Gabriela Keller
Von Gabriela Keller
25.06.2016 / 14:00 Uhr

Die Beziehung zwischen Mensch und Sonne ist von wechselhafter Natur: Lange hatte die eine Seite wenig für die andere übrig. Wer viel Zeit im Tageslicht verbrachte, tat das, weil er einer körperlichen Tätigkeit nachging, der Feldarbeit etwa. Draußen spielen, das war etwas für Kinder aus niederen Schichten, für die in der engen Wohnung mit den vielen Geschwistern kein Platz war. Die Söhne und Töchter der Bourgeoisie saßen drinnen im Salon und übten Klavierspielen mit der Gouvernante. Dann näherte der Mensch sich der Sonne an. Es folgte eine kurze, heftige Liebesgeschicht, ein Strohfeuer, kann man sagen. Sonnenbräune war plötzlich Statussymbol und Beleg, dass man sich Urlaub leisten kann. Je dunkler, umso besser.

Dann wurde es schwierig: Beide Seiten haben sich entfremdet. Man bleibt einander verbunden, aber auf Abstand. Allzu viel Nähe zur Sonne, hat sich gezeigt, tut dem Menschen nicht gut. Diese steht nach wie vor für Urlaub, Ferien und unbeschwerte Tage am Meer, aber zu viel davon führt nicht nur zu einem dunkler pigmentierten Teint, sondern auch zu irreversiblen Hautschäden. Es ist also kein ganz einfaches Verhältnis. Auf Facebook würde man ankreuzen: It’s complicated. Wie soll man das seinen Kindern beibringen?

Natürlich ist es die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder einzucremen. Allerdings hilft es, wenn die Kleinen früh lernen wie wichtig Sonnenschutz ist. Dafür gibt es ein tolles Spielzeug.   Copyright: BlueOrange Studio/Shutterstock

Die Hautpflege-Marke Nivea hat nun gerade in einer Promo-Aktion ein Spielzeug auf den Markt gebracht, die Kindern zeigen soll, wie wichtig das Eincremen ist. Die Sonnenpuppe Lotte funktioniert so ähnlich wie die Schock-Bilder auf Zigarettenpackungen: Sie führt vor Augen, was passiert, wenn man sich einer verantwortungslosen Lebensweise hingibt. Lotte ist ein etwa 20 Zentimeter großes Plastikgeschöpf mit Zöpfen und Bikini. Legt man sie in die Sonne, entwickelt sie zwar keine Karzinome, aber doch einen alarmierend roten Hautton. Es gibt die Puppe übrigens auch als „Max“ mit Kurzhaarschnitt und Badehose. Nivea will den Kindern damit zeigen, wie sich Sonnenbrand vermeiden lässt – am besten mit Produkten wie denen des Beiersdorf-Konzerns. Denn wenn man Lotte und Max mit Sonnenschutzcreme einreibt, verfärben sie sich nicht mehr in der Sonne.

Die Sonnenpuppe kostet 20 Euro, beim Kauf von zwei Nivea-Sun-Produkten gibt es sie gratis. Auf der Website steht: „Sie verlängern die Lebensdauer der Puppe, indem Sie sie zügig nach der Anwendung mit einer milden Seife und warmem Wasser reinigen.“ Das ist bei Kindern nicht so. Deswegen sollen pädagogisch sinnvolle Spielzeuge wie Lotte und Max ihnen einen gesunden Umgang mit der Sonne vermitteln. Die zwei Sonnenpuppen stehen in einer Reihe mit Putzi-Kroki, dem Zahnputzkrokodil und dem Krümelmonster, das seit ein paar Jahren nicht mehr so viele Kekse essen darf, um Kinder nicht zu ungesunder Ernährung zu verleiten.

Die Nivea Sonnenpuppe "Lotte" wird rot, wenn sie nicht eingecremt ist. Kinder sollen so lernen, früh Verantwortung für ihren Sonnenschutz zu übernehmen.   Copyright: Nivea

Dabei lassen sich Kinder auch ganz charmant und stilvoll vor der Sonne schützen: Zum Beispiel mit den Babyhüten und –hauben des US-Labels Briar Handmade, hinter dem sich die Designerin Rachel Goode verbirgt. Diese ist selbst Mutter und weiß daher, was Eltern wollen: Hütchen, die zauberhaft aussehen und gleichermaßen praktisch (zum Binden) und qualitativ hochwertig (Bio-Baumwolle und Leinen) sind. Die Hauben sind entweder in verträumten Blumen-Prints oder in gedeckten Grau- und Blau-Tönen erhältlich. Auch die Fotos auf der Website sind so rührend detailverliebt, dass man beim Betrachten leise seufzen muss.

Für diese Looks muss streng genommen nicht einmal die Sonne scheinen, denn der Stoff schützt Babys zartes Köpfchen ebenso vor kühlen Sommerbrisen. Ohnehin erfüllen Sonnenhütchen bei Kindern eine ähnliche Funktion wie Sonnenbrillen bei Erwachsenen: Sie zu tragen, ist eher eine Frage der Haltung als des Wetters. Es sind Accessoires, die zeigen dass wir alle unbekümmerte Sonnenkinder sind, die sich am liebsten den ganzen Tag an den Strand legen würden – wenn das nur nicht so gesundheitsschädlich wäre.

Die mit Shutterstock gekennzeichneten Bilder stammen aus der Bilddatenbank shutterstock.com.

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