Experten-Interview

Epilation: Braun-Expertin beantwortet Leserfragen

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styleranking
Von styleranking
23.04.2015 / 15:00 Uhr

Epilation ist ein umstrittenes Thema: Die einen behaupten, die Haarentfernung wäre vollkommen schmerzlos. Andere hingegen haben Angst und wagen sich erst gar nicht an einen Versuch. Wie epiliere ich richtig? Muss ich mich auf starke Schmerzen einstellen und welche Körperstellen kann ich epilieren? Dr.med. Melanie Hartmann ist dermatologische Beraterin beim Beauty-Experten Braun und räumt nun endlich mit allen Unsicherheiten auf. In einem Interview beantwortet sie die Fragen unserer Leser.

Dr. med. Melanie Hartmann ist dermatologische Expertin bei Braun und weiß genau, wobei man bei der Epilation achten muss.   Copyright: Braun

Melanie aus Düsseldorf: Ich habe empfindliche Haut und Angst vor Irritationen sowie kleinen Pickelchen. Wie kann ich das verhindern? Außerdem sind mir nach dem Epilieren nachwachsende Haare unter der ersten Hautschicht eingewachsen. Man hat die Härchen zwar gesehen, aber nicht gefühlt. Was ist da passiert?

Dr.med. Melanie Hartmann: Ein eingewachsenes Haar wächst nicht nach außen, sondern nach innen in Richtung Haarfollikel. Dadurch entsteht eine kleine Pustel (Rasurpickel). Um sie zu vermeiden, solltest Du regelmäßig peelen (einmal pro Woche), um abgestorbene Haut­zellen zu entfernen und den Weg frei zu machen, damit das Haar in die richtige Richtung wachsen kann. Manchmal wächst ein Haar auch parallel zur Haut direkt unter der Epidermis (oberste Hautschicht) weiter, es kann nicht durch die Haut nach außen stoßen. Es dies der Fall, ist das Haar sichtbar, aber nicht fühlbar. Gerade hierbei ist es wichtig, die Haut zu peelen und fein für den Durchtritt des Haares vorzubereiten.

Lydia aus Stuttgart: Ich würde im Sommer gerne epilieren, habe aber große Angst vor Schmerzen. Ich habe von Natur aus krauses Haar und ständig Entzündungen, weil sich einige Härchen verwachsen und "innen" bleiben. Werden beim Epilieren, egal ob Achseln, Beine oder Intimbereich, wirklich alle kleinen Härchen rausgezogen?

Hartmann: Anders als bei anderen Methoden wie Rasieren oder Verwendung von Enthaarungscreme werden bei der Epilation selbst die feinsten und kürzesten Här­chen erfasst, sodass sie vier bis sechs Wochen brauchen, um nachzuwachsen. Ob Achseln, Bikinizone, Gesicht, Arme oder Beine – mit einem Epilierer kannst du Haare in allen Körperzonen ganz bequem zu Hause entfernen. Wichtig ist hierbei, dass das Härchen über der Haut liegen muss, eingewachsene Haare kann ein Epilierer nicht entfernen, hier sollte man zum Hautarzt gehen. Am besten aber mit einem Peeling vorbeugen, dann sind die Härchen immer schön „griffbereit".

Viele Frauen fürchten sich vor Schmerzen oder Hautirritationen bei der Epilation. Mit der richtigen Anwendung kann man den Schmerzen vorbeugen.   Copyright: Braun

Linda aus Braunschweig: Sollte man sich nach der Anwendung sofort eincremen, damit die Haut nicht brennt?

Hartmann: Die Körperhaut – gerade im Beinbereich – ist meist eher trocken, da sie nicht so viele Talgdrüsen besitzt. Eine Epilation beansprucht die obere Hautschicht und nimmt ihr zusätzlich Feuchtigkeit. Deshalb sollte man nach dem Epilieren die Haut mit reichlich Feuchtigkeit versorgen, beispielsweise mit einer Body-Creme oder einer Lotion. Ein guter Tipp: Innerhalb von fünf Minuten nach dem Duschen die Haut mit einem Körperöl pflegen, das schließt Restfeuchtigkeit in der Haut ein und sorgt außerdem noch für einen leichten Schimmer auf der Haut. Bei empfindlicher Haut oder „Rasurpickeln" empfiehlt sich eine beruhigende Feuchtigkeitscreme oder Aloe Vera Gel.

Christina aus St. Gallen: Ist es möglich, dass die Haare nach regelmäßiger Epilation gar nicht mehr nachwachsen?

Hartmann: Das ist eher unwahrscheinlich. Fakt ist aber, dass regelmäßiges Epilieren das Haarwachstum reduziert. Die Haarwurzel wird quasi durch häufiges Zupfen geschwächt. Nachwachsende Haare sind dann meist feiner. Sag also auf Wiedersehen zu Stoppeln – und Hallo zu vier Wochen glatter Haut!

Louisa aus Köln: Werden die Haare nach vielfacher Epilation wirklich dunkler?

Hartmann: Nein, Studien haben gezeigt, dass regelmäßiges Epilieren das Haarwachstum reduziert, und dass die Härchen heller, weicher und feiner werden. Die Haarfarbe ändert sich nicht, schon gar nicht ins dunklere.

Miriam aus Kiel: Gibt es Körperpartien, die man nicht epilieren sollte?

Hartmann: Ob Achseln, Bikinizone, Gesicht, Arme oder Beine – mit einem Epilierer kannst du Haare in allen Körperzonen ganz bequem zu Hause entfernen.

Der Braun Silk-épil 9 kann auch unter Wasser benutzt werden. Das lindert die anfänglichen Schmerzen.   Copyright: Braun

Greta aus Paderborn: Ich finde die Epilation immer sehr schmerzhaft, auch unter Wasser. Was kann ich tun, damit die Schmerzen geringer werden? Wie schaffe ich es durchzuhalten?

Hartmann: Die beste Vorbereitung für eine Epilation ist warmes Wasser, beispielsweise in Form einer warmen Dusche oder eines Bades. Die Poren öffnen und die Haut entspannt sich. Abgesehen von Beruhigung und Entspannung der Haut verbessert die Wärme auch die Durchblutung und stimuliert so die Produktion von körpereigenen Substanzen, die die Haut unempfindlicher machen. Dadurch ist das Zupfempfinden sehr viel geringer und bei regelmäßiger Anwendung verschwindet das Schmerzempfinden fast völlig. Das sind doch Aussichten!

Yvonne aus Berlin: Wird es nach mehrfachen Epilieren nach und nach weniger schmerzhaft?

Hartmann: Bei regelmäßiger Anwendung verschwindet das Schmerzempfinden fast völlig. Das liegt zum einen daran, dass die Haut sich an das Epi­lieren gewöhnt, zum anderen wachsen die Haare unterschiedlich schnell nach, sodass bei der nächsten Epilation weniger Haare zu entfernen sind als beim ersten Mal.

Amelie aus Leipzig: Wie erwische ich auch die kurzen Haare? Gibt es da eine spezielle Technik?

Hartmann: Anders als beispielsweise beim Enthaaren mit Wachs kann ein Epilierer schon bei einer Haarlänge von 0,5 Millimetern wirksam eingesetzt werden – man muss also nicht auf eine bestimmte Länge warten und die Haarentfernung klappt wie von selbst.

Jenny aus Mannheim: Ich habe gerade meinen ersten Epilierer gekauft und bin unsicher. Wie oft muss ich die Aufsätze wechseln? Und gibt es besondere Pflegemöglichkeiten, damit das Epilieren hygienischer ist?

Hartmann: Wenn man den Epilieraufsatz mit seinen Pinzetten nach jeder Anwendung mit dem dafür vorgesehenen Pinsel reinigt, ist er immer sauber und kann viele Anwendungen hygienisch verwendet werden. Er wird ja nicht stumpf wie Rasierklingen nach mehrfacher Anwendung.

Wenn jetzt noch Fragen offen sind, könnt ihr euch gerne die ersten Ergebnisse unseres Produkttests anschauen. Wir haben 100 Leserinnen gesucht, die exklusiv für styleranking den Braun Silk-épil 9 Epilierer testen. Hier schildern sie ihre ersten Eindrücke.

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