Haarfarben-Trend

Von wegen graue Maus: So gelingt der angesagte Silber-Haar-Style

Kim Ernst
Von Kim Ernst
08.04.2015 / 17:00 Uhr

Im 21. Jahrhundert ist das Altern zum absoluten Tabuthema avanciert. Falten gehen gar nicht, werden geglättet und der Körper gedrillt. Und graue Haare? Die werden bereits seit Jahrzehnten von der Frauenwelt abgelehnt und sofort überfärbt. Eine graue Haarpracht möchte schließlich niemand, denn wer will schon, dass man einem das fortgeschrittene Alter bereits von Weitem ansieht?

Wer jetzt vor dem Bildschirm sitzt und mir nickend zustimmt, hat definitiv einen Trend verpennt. Denn seit einiger Zeit ist eine kühle Silbermähne auf Frauenschöpfen Gold wert. Egal ob platinblond oder grau, mit blauem oder violettem Schimmer: Das, was damals förmlich nach Omis und Rentnerinnen schrie, schmieren sich jetzt auch Teens, Twens, Fashion-Blogger wie Masha Sedgwick und Promis wie Kelly Osbourne in die Haare. Und überraschenderweise sieht das gar nicht mal so schlecht aus.

Allerdings bedeuten ein kühles Grau oder ein eisiges Platinblond auch ein besonderes Maß an Pflege. Um einen der neuen Trend-Haarfarben zu färben, müssen die Haare zunächst blondiert werden. Das strapaziert die Haare und trocknet sie aus. Wer einen Grauton anstrebt, muss die blondierte Mähne zusätzlich mit einer Tönung überfärben, die sich aus einem Aschton und Blau-Schwarz zusammensetzt. Um das gestresste Haar solltet ihr euch intensiv kümmern, damit es nicht spröde wird oder abbricht.

Haarkuren, spezielle Shampoos und ein regelmäßiges Schneiden der Spitzen sind ein absolutes Muss. Wer zunächst nicht hundertprozentig mit der neuen Haarfarbe zufrieden ist, weil die Haare etwa einen leichten Gelbstich aufweisen, sollte die Finger von einer weiteren Blondierung lassen. Greift stattdessen zu Silbershampoos. Das zieht den ungeliebten Mayo-Ton aus dem Haar und sorgt stattdessen für die Extraportion Coolness.

Kelly Osbourne trägt ihre Haare bereits seit einiger Zeit in einem gräulichen Lila.   Copyright: Michael Buckner / Getty Images

Grundsätzlich gilt: Je heller die Haarfarbe, desto besser lässt sich ein Silberton färben und desto schöner das Endergebnis. Generell sollte das Umfärben auf Weiß oder Grau gut überlegt sein. Ist die Haarpracht erst einmal hell, wird man den Farbton nur schwer wieder los. Die Haare können fleckig oder grünlich werden, wenn man sie mit einem dunkleren Ton überfärbt. Ihr solltet Experimente in den eigenen vier Wänden also dringend vermeiden. Sucht für diese Art der neuen Haarfarbe stets den Friseur eures Vertrauen auf. Denn er kann euch optimal beraten und zu dem perfekten Farbton für euren Typ verhelfen. Wem grundsätzlich warme Farben stehen, sollte auf die kühle Künstlichkeit verzichten. Anders sieht das bei kalten Typen aus. Ihnen stehen Grau und Weißblond optimal.

Ein von Ivi (@ivankasinmas) gepostetes Foto am

Auch eine Make-up-Beratung ist häufig angebracht, denn ein kühler Farbton lässt die Haut schnell blass und fahl aussehen. Ein frischer Teint ist daher unabdingbar, wenn man mit platinblonder oder grauer Haarpracht glänzen möchte.

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