Designer

5 deutsche Modedesigner, die für große Modelabels designen könnten

06.05.2016 / 12:56 Uhr

In der Fashionwelt die großen Designer und Modehäuser derzeit ausgiebig Bäumchen wechsel dich. Ende 2015 verließ Raf Simons das Modehaus Dior für die Zukunft seines eigenen Labels. Anfang April kehrte auch Hedi Slimane Saint Laurent den Rücken zu. Zudem sollen die Calvin Klein Collection Designer Francisco Costa und Italo Zucchelli durch einen Kreativchef ersetzt werden, der sich um Calvin Klein und alle dazugehörigen Sublabels der Marke kümmert. Dafür steht Raf Simons im Visier. Außerdem wurde der Israeli Alber Elbaz bei Lanvin gekündigt.

Alber Elbaz freut sich allerdings bereits über ein neues Engagement. Er triit als Nachfolger von Zac Posen, Tommy Hilfiger und Stella McCartney als "Designer for Tomorrow"-Schirmherr in Erscheinung. Der frühere Yves Saint Laurent-Designer sucht mit dem Initiator Peek & Cloppenburg ab Juni in Berlin den Nachwuchsdesigner von morgen. Mit diesen vielen Umstrukturierungen in der Designerwelt, werden also viele Stellen als Kreativchef frei. Da wir in Deutschland über talentierte und großartige Designer verfügen, fragen wir uns: Welche fünf deutschen Designer passen als Creative Director zu den großen Modehäusern der Welt? Und wer trägt die Handschrift und Design-DNA von traditionellen Modehäusern wie Dior oder Givenchy in sich?

Das Begehren um Designer Raf Simons vom Label Calvin Klein zeigt den derzeitigen Modeeinfluss des sensiblen Belgiers. Sein Können färbte bereits auf seinen deutschen Lehrling Damir Doma ab. Der 30-jährige Bayer mit kroatischen Wurzeln bekam von Simons die Designerschule der minimalistischen und raffinierten Art beigebracht. Damir Doma konnte bereits mit seinem eigenen gleichnamigen Label bei der Mailänder Fashion Week Erfolge feiern. Doch eine Anstellung als Ablöser von Designer Alexander Wang für dessen Label wäre für Doma definitiv das höchste der Gefühle. Denn die Handschrift des amerikanischen Designers trägt der Deutsche mit seinem Faible für sportliche Oversize-Mode, cleane Schnitte und Nichtfarben allemal.

Die Liebe zu cleanen Looks, Weiß und Schwarz verbindet Damir Doma (l.) und Alexander Wang (r.).   Copyright: Catwalkpictures

Wenn man sich die femininen und extravaganten Kleider vom deutsch-französischen Designerduo Augustin Teboul, anschaut, fällt einem sofort das passende High-Class-Pendant ein. Annelie Augustin und Odély Teboul passen mit der Schwarzbasis, den mal punkigen, mal gotischen Akzenten zu keinem geringeren Label als Givenchy. Denn auch das von derzeit Riccardo Tisci geführte Modehaus setzt wie das Duo auf Gesichtschmuck, Spitze, Transparenz und weibliche Silhouetten - und zwar erst ein Jahr nach Augustin Teboul. Die Gesichtsverzierung und Roben in Nude und Schwarz der beiden Designerinnen scheinen also bereits Tisci als Inspiration gedient zu. Dies spricht für eine Übernahme des kreativen Postens bei Givenchy durch Augustin Teboul.

Aufwendig dekorierte Nude-Roben und extravaganter Gesichtsschmuck. Augustin Teboul (l.) zeigten dies bereits im Herbst/Winter 2014/15, Givenchy (r.) zog mit der Frühjahrskollektion 2016 nach.   Copyright: Christian Marquardt, Frazer Harrison/Getty Images

Deutschlands Designer können es mit den ganz großen Modehäusern der Welt problemlos aufnehmen. Das beweisen auch Modezar Karl Lagerfeld und Michael Michalsky. Modezar Karl designt für das französische Megalabel Chanel sowie die italienische Traditionsmarke Fendi und war in der Vergangenheit auch für namenhafte Unternehmen wie Chloé und Pierre Balmain tätig. Michalsky verhalf als Global Creative Director Sportwarenhersteller Adidas zu neuem Ruhm und frischte bereits das angeschlagene 90er-Label MCM wieder auf. Daher sind wir überzeugt, dass der neue "Designer for Tomorrow"-Gewinner 2016 an dieses Potenzial anknüpfen kann. Welche Luxus-Modelabels wir weiteren deutschen Modeschöpfern wie Kilian Kerner und Marina Hoermanseder zugeordnet haben, erfahrt ihr in unserer Galerie.

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