Modetrends Herbst/Winter 2015

5 tragbare + 5 lächerliche Looks = 5 Trends der London Fashion Week

Marie Mertens
Von Marie Mertens
24.02.2015 / 18:00 Uhr

Der Modezirkus zieht weiter. Nach einer aufregenden Zeit in Berlin und New York legt er diese Woche einen Zwischenstopp in London ein. Die englische Hauptstadt gilt als Schmelztiegel der Kreativen und als gleichzeitiger Garant für frische Trends. Doch nicht immer lassen sich die Looks, die die Designer über den Laufsteg schicken, in den Alltag integrieren. Wir sammeln die fünf wichtigsten Tendenzen der Modewoche und hinterfragen ihre Tragbarkeit.

Fransen sind auf der London Fashion Week das größte Trendthema. Sie zieren nicht nur Schuhe und Taschen, sondern auch Kleider, Cardigans und bei Burberry Prorsum sogar wadenlange Leder-Capes. Die Jacken gehören zu den Hinguckern auf dem Laufsteg und passen perfekt zum Boho-Feeling der Kollektion. Für den Alltag eignen sie sich allerdings nur bedingt. Wie eine Pocahontas für Arme aussehen, will schließlich selbst das größte Fashion-Victim nicht. Wie man Fransen tragbar in seine Mode integriert, zeigt hingegen Issa. Das Label verziert Mäntel und Kleider mit dünnen Stofffäden, die beim Gang dezent mitschwingen und nicht so plump und sackartig wirken wie bei Burberry Prorsum.

Kaum eine Londoner Fashion Week lässt so tief blicken wie die aktuelle. Filigrane Spitze hier, transparente Einsätze dort: Die Labels sind wie besessen von durchsichtigen Stoffen und verarbeiten sie in fast jedem Kleidungsstück - wenn auch nicht immer zu ihrem Vorteil. Die durchsichtigen Looks bei Felder Felder beispielsweise legen den Blick auf den Slip und den nackten Busen der Models frei und lassen sie billig und vulgär wirken. Stilvoller geht es hingegen bei Matthew Williamson zu. Der britische Designer versieht seine Boho-Kleider mit Ärmeln aus transparenten Stoffen und bricht mit ihnen gekonnt die optische Schwere des Blumenmusters.

Tiefe Einblicke bei Felder Felder.   Copyright: Catwalkpictures

Ein weiterer Trend geht im kommenden Herbst zu Muster- und Farbmixen. Kobalt wird mit Knallrot kombiniert, Grün mit Pink und bei Antonio Berardi sogar Flieder mit Gelb. Mit ihren Color Blockings sorgen die Designer in den tristen Jahreszeiten für einen Farbflash, der im Alltag jedoch nur bedingt umsetzbar ist. Auch Christopher Kane mixt in seiner neuen Kollektion Farben und Muster, setzt sie jedoch stilsicherer und vor allem tragbarer um. Schwarze Samtkleider mit aufgenähten Halbprofilen von Frauenkörpern in Dunkelrot und Schwarz sind nicht nur die Keypieces seiner Kollektion, sondern repräsentierten auch den typisch beschwingten London Look.

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