Städte Style Ranking

Berlin, Hannover, Köln: In welchen Städten sich die deutschen Männer am besten kleiden

26.05.2015 / 16:10 Uhr

Der Berliner Style ist langweilig, die Süddeutschen machen sich keinen Kopf um ihre Outfits und den Kölnern sind aktuelle Trends ohnehin egal. Das sind nicht etwa Vorurteile, sondern Ergebnisse einer aktuellen Studie. Der Berliner Personal Shopping Service Outfittery hat die Warenkörbe von 30.000 Bestellungen aus 14 deutschen Großstädten ausgewertet und die stylishsten deutschen Männer ausgemacht. Analysiert wurde unter anderem was, wie viel und wie oft bestellt wurde, welche Trends beliebt waren und welche modischen Sonderwunsche in bestimmten Städten oder Regionen geäußert wurden. Das Ergebnis ist mehr als überraschend: Nicht etwa die noblen Münchner, Schickimicki-Düsseldorfer oder Hipster-Berliner sind die modischsten Männer der Republik, sondern die Hannoveraner.

Sie ordern laut Outfittery überdurchschnittlich viele Trendteile wie gemusterte Oxford-Hemden oder Schuhe mit farblich abgesetzten Sohlen. Gleichzeitig beweisen die Hannoveraner Mut zur Farbe. Nicht nur auffällig gemusterte Hemden sind in der niedersächsischen Hauptstadt beliebt, sondern auch Kombinationen aus Marineblau mit Pink oder Orange. Berühmtester stylishster Sohn der Stadt und damit das beste Beispiel ist Model Johannes Huebl. Der gebürtige Hannoveraner bevorzugt auffällige Kombinationen und zeigt sich bei öffentlichen Anlässen stets in den neuesten Trendteilen.

Ganz anders sieht der Style der Hamburger aus: Sie setzen im Vergleich zu den Hannoveranern auf hanseatisches Understatement aus gedeckten Farben und dezent modischen Schnitten. Langweilig? Von wegen: In keiner anderen Stadt wurden so viele Socken in Knallfarben geordert wie in Hamburg.

Düsseldorfer Männer wie Thomas Rath bevorzugen klassische Looks aus guter Qualität.   Copyright: Luca Teuchmann/Getty Images for MADELEINE Mode

Im Westen könnten die Unterschiede trotz räumlicher Nähe kaum größer sein. Vor allem die Mönchengladbacher lassen es modisch ordentlich krachen. Mit gemusterten Schnürsenkeln und Hosen mit Blumenprints hatten die Stil-Experten von Outfittery ganz schön Mühe, die ausgefallenen Wünsche zu erfüllen. Düsseldorfer bevorzugen hingegen den klassischen Look, der mehrere Saisons getragen werden kann und von guter Qualität zeugt.

Einige Kilometer rheinaufwärts sieht der Style wieder komplett anders aus: Was dem Düsseldorfer heilig ist, ist dem Kölner total egal. Individualität und Bequemlichkeit sind dort angesagt - modische Trends gelten als verpönt.

Von wegen Hipster: Berliner wie Tim Bendzko mögen es einfach und schlicht.   Copyright: Friedemann Vogel/Getty Images

Die Berliner kleiden sich im Vergleich zur restlichen Republik fast schon langweilig. In der Hauptstadt dominiert weiterhin der sportliche Casual-Look aus Sneaker, Sweatshirt und Jeans. Geordert werden laut Outfittery nur notwendige und lässige Teile.

Anders sehen die Outfits in den ostdeutschen Städten aus: Die Dresdner legen Wert auf Abwechslung und orderten im Bundesdurchschnitt am meisten - sogar mehr als die wohlhabenden Münchner. Die größte Überraschung der Studie ist allerdings Cottbus. Die Brandenburger wissen genau, was sie wollen, und das sind vor allem Karo-Sakkos, Two-Tone Schuhe, schmale Schnitte und der Dandy-Look. Hut ab für so viel Modemut.

Stuttgart hat modisch nichts zu bieten? Von wegen: Schwaben wie Fußballspieler Sami Khedira lieben trendige Chinos, Hemden und Basic-Puillis.   Copyright: Jörn Pollex/Getty Images

In der Finanzmetropole Frankfurt sind tagsüber teuere Anzüge ein Muss. Nach Feierabend sehnen sie sich allerdings nach einem Rocker-Look aus Lederjacke, Slim-Fit Jeans und derben Boots. "Nichts muss, alles kann", lautet das Modemotto der Süddeutschen. Die Stuttgarter sind modisch unkompliziert und mögen bodenständige Outfits. Hier liegen Chinos, Hemden und Basic-Pullis hoch im Kurs.

Die Münchner mögen es überraschenderweise lieber entspannt als modisch. Polo- und Jeanshemden in soften Pastelltönen gelten dort als Muss für Männer. Angst vor Farben haben sie auf keinen Fall, deshalb darf es beim Styling gerne opulent und individuell sein.

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