Trendproofed

Coachella sei dank: Das Comeback des Babydolls

21.05.2015 / 15:00 Uhr

Während wir uns seit Wochen an den Coachella-Hippie-Bildern der Stars und Sternchen nicht sattsehen können, komme ich erst langsam in Stimmung für wallende Kleider, bunte Accessoires und Boho-Style. Es muss wohl an der Sonne liegen, dass ich plötzlich zu für mich untypischen Kombinationen greife und meine geliebten Sneakers im Schrank stehen lasse. Ein gewisses Kleidungsstück feiert nämlich sein Comeback, das ich zum letzten Mal in meiner Teeniezeit getragen habe: das Babydollkleid! Jahrelang war ich mir unsicher, ob mir der Schnitt steht. Ob er überhaupt etwas für jemanden ist, der älter als fünf Jahre alt ist. Und ob man den Trend nicht gemeinsam mit den alten Britney Spears-CDs in der Mottenkiste verstauen sollte. Doch mittlerweile weiß ich, dass es geht. Es kommt wie immer auf die richtige Kombi an.

Der Babydoll-Boom ist in vollem Gange! Nichts passt besser für einen perfekten warmen Tag. Kleid Volcom, Stiefeletten Cosmoparis, Tasche Maze, Hut Mint&Berry   Copyright: Leni Garibov/styleranking

Ja bitte!

Es mag an den steigenden Temperaturen liegen. Oder daran, dass ich eines Tages keine Lust mehr darauf hatte, mit dem Jeansbund zu kämpfen oder ständig auf den richtigen Sitz der engen Bluse zu achten. Entspannen war angesagt - und das galt auch fürs Outfit. Was passt besser, als ein weites Babydollkleid?! Komplett in Schwarz war es auch abseits aller Tussi-Klischees, die man mit dem kindlichen Schnitt verbindet. Es betont zwar nicht die Taille, macht dafür irrsinnig lange Beine, vor allem, wenn man sie mit Stiefeletten oder Sandalen in Nude kombiniert.

Das „Babydoll reloaded" eignet sich am besten für Detailverliebte: Die feine Spitzenapplikation lässt das Kleid edel aussehen, die langen Trompeten-Ärmel verleihen ihm etwas Sommerliches und der feine, fließende Stoff ist wie geschaffen für einen entspannten, warmen Tag. Apropos entspannt: Wer keine Lust auf unbequeme Kleidung hat, wird sich auch nicht um seine Haare kümmern wollen. Was würde hier also besser passen, als ein Strohhut, der die Mähne im Nu bändigt und dem Boho-Look den letzten Schliff verleiht? Höchstens eine Beuteltasche.

Hut tut gut: Wenn schon entspannt, dann auch bei der Frisur! Ein Hut bändigt die Mähne im Nu und passt perfekt zum Boho-Look.   Copyright: Leni Garibov/styleranking

Bitte nicht!

Bei aller Liebe für das neue Lieblingskleid kann man schnell verkleidet aussehen. Konkret bedeutet es: Wenn schon Hut, dann lieber auf die übergroßen Natursteinketten verzichten. Trägt man Gladiatorsandalen, sollte man die Fransentasche lieber im Schrank lassen. Ist das Kleid aus Spitze, sind Rüschen zu viel des Guten. Und, auch wenn es mir schwerfällt, sollte man auch den Sneakers eine Auszeit gönnen. Sonst sieht man schnell wieder wie eine schlechte 90ies-Britney-Kopie aus.

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