Designer for Tomorrow Award 2017

Designer for Tomorrow: Stella McCartney ist erneut Schirmherrin

Kristina Hartmeyer
Von Kristina Hartmeyer
01.06.2017 / 17:40 Uhr

Britisches Flair in Berlin: Peek & Cloppenburg und Fashion ID engagieren zum zweiten Mal die Modedesignerin Stella McCartney für die 10. Edition des Designer for Tomorrow Awards. Warum wird die Britin zum wiederholten Male für den Posten nach Berlin geholt? Gibt es keine anderen Anwärter, die als Designer for Tomorrow Schirmherren infrage kamen? Wir klären, ob dies ein kluger Schachzug von den Organisatoren ist, stellen euch die diesjährigen Finalistinnen vor und berichten von den (Nicht-)Erfolgen der vergangenen Gewinner.

Stella McCartney ist erneut Patronin von Designer for Tomorrow

Peek & Cloppenburg Düsseldorf fördert seit 2009 im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin jährlich Jungdesigner mit dem Designer for Tomorrow Award. Bereits 2013 wurde die britische Modemacherin Stella McCartney als Schirmherrin engagiert. Auch 2017 wird sie die Nachwuchsdesigner als Patronin begleiten. Die Tochter von Sänger Paul McCartney gab schon bei ihrer letzten Amtszeit als Schirmherrin bekannt, dass sie sich gerne weiterhin für Jungdesigner engagieren möchte: "Mein Engagement hört nicht mit der Übergabe des Awards auf." Vielleicht war es also der Wunsch von Stella McCartney, erneut Schirmherrin zu sein. Und nicht der Mangel an potenziellen Kandidaten. Dank zahlreichen Modekollektionen und Kooperationen wie mit Adidas kann man der Britin getrost ein immenses Design-Know-how bestätigen, was den Nachwuchsdesignern sicherlich erneut zugutekommen wird.

Stella McCartneys Designs stehen für Sporty-Chic und vegane Materialien. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung unterstützt sie die Designer for Tomorrow Finalistinnen.   Copyright: Mat Hayward/Getty Images For Nordstrom

Wie erfolgreich sind die letzten Designer for Tomorrow Gewinner?

Noch im vergangenen Jahr unterstützte der israelische Modeschöpfer und ehemalige Lanvin-Kreativdirektor Alber Elbaz nach Designern wie Marc Jacobs, Zac Posen und Tommy Hilfiger die kreativen Nachkömmlinge. Damit verhalf Elbaz Edda Gimnes 2016 und ihren Black-White-Looks zum Sieg des Awards. Doch können die Designer for Tomorrow Gewinner auch Erfolge verzeichnen? Im Fall von Edda Gimnes definitiv: Sie hat ihr eigenes gleichnamiges Label gelauncht, eine zweite Kollektion veröffentlicht und wurde bereits von zahlreichen Modemagazinen wie der Vogue und InStyle international gefeatured. Auch die vorherige Gewinnerin von 2015, Mareike Massing, überzeugte die Jury mit Schwarz-Weiß-Kreationen. Allerdings blieb es danach ruhig um die Deutsche. Die großen Erfolge hielten sich bei den meisten Gewinnern in Grenzen.

Exzentrische Schwarz-Weiß-Designs: Das ist die Handschrift der Designer for Tomorrow Gewinnerin 2016 Edda Gimnes.   Copyright: Cosima Scholz für styleranking

Die Finalistinnen von Designer for Tomorrow 2017

Aus über 200 Bewerbungen wurden nun die fünf Finalistinnen des Nachwuchsdesigner-Preises ausgewählt. Am 6. Juli stellen die fünf Finalistinnen ihre Designs vor. Unter den Award-Anwärterinnen sind

  • die Schwedin Fatima Danielsson vom Istituto Marangoni Paris,
  • Lisa Haas von der Mediadesign Hochschule München,
  • Lara Kurde vom Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg,
  • die Niederländerin Marcella Lobo des Amsterdam Fashion Institute und
  • die Ungarin Fanni Varga vom London College of Fashion.

Sie zeigen diese auf dem Designer for Tomorrow Laufsteg bei der Berlin Fashion Week, wo ihre Kreationen von einer achtköpfigen Jury bewertet werden. Wir sind gespannt, ob dieses Jahr wieder eine monochrome Schwarz-Weiß-Kollektion gewinnen wird und ob der Sieger einen höheren Bekanntheitsgrad erlangt als seine Vorgänger.

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