PROJEKT AMD DÜSSELDORF

Die AMD Modedesigner präsentieren ihre Zurbarán-Designs im großen Fotoshooting

Von styleranking
28.11.2015 / 12:00 Uhr

Das Studium eines werdenden Modedesigners beinhaltet nicht nur theoretisches Wissen, wie zur Geschichte der Bekleidung oder der Fertigung von Kleidung. Die praktische Ausbildung in unterschiedlichen Designdisziplinen nimmt einen ebenso großen Teil der Zeit des künftigen Modedesigners aus. So ist die Abgabe eines selbst entworfenen Booklets zum Ende eines jeden Semesters obligatorisch. Wichtigster Bestandteil des Booklets: die Inszenierung der selbst designten Mode in Form einer Fotostrecke.

Den Studenten der AMD wird hierfür ein Fotostudio samt professionellem Equipment zur Verfügung gestellt. Jedem Studenten bleibt dabei selbst überlassen, ob ein Fotograf engagiert wird, oder man selbst hinter der Kamera stehen möchte. Dadurch bekommt jeder Student die Möglichkeit, neben der Perspektive des Designers auch diejenige des Fotografen zu verstehen und das eigene Auge für die Komposition und den Lichteinfall zu schulen. Die Auswahl der Location und des Models haben ebenfalls einen immensen Einfluss auf die finale Präsentation der Kollektion im Booklet. Das Thema der eigenen Kollektion muss durch all diese Faktoren, aber auch durch Details, wie die Haltung und den Ausdruck des Models, transportiert werden. Die Inszenierung als Gesamtkunstwerk ist das Ziel der Fotostrecke und des Booklets.

Bei der gemeinsamen Fotostrecke der einzelnen Kleider zum Thema “Zurbaran”, wurde ein schwarzer Hintergrund gewählt. Zusätzlich fällt das Licht wie der Spot eines Rampenlichtes direkt auf die Kleider. Dadurch wird ein Eindruck der Tiefe geschaffen; Eine Technik die direkt aus den Gemälden Zurbarans übernommen wurde. Dies schafft, in Kombination mit den an Zurbaran angelehnten Schnitten, eine starke Assoziation der Fotostrecke mit den Bildern des alten Meisters.

Johanna Olzem hat das styleranking-Special über das Projekt der AMD und des Kunstpalastes ins Leben gerufen. Durch ihre neuseeländische Herkunft hat sich in ihr ein starkes Interesse für die Mannigfaltigkeit der vielen Kulturen entwickelt. Das Studium des Modedesigns ermöglicht es Johanna, ihre Emotionen durch Kleidung auszuleben und ihrer Feinfühligkeit für Ästhetik, Farben, Formen und Materialien Ausdruck zu verleihen. Die Hauptinspiration ist ihr familiäres Umfeld, die Musik und der stets offene und achtsame Blick für die kleinen Besonderheiten in ihrer Umwelt.



Oft wird Natalie Maassen als “das Mäuschen” bezeichnet, da sie immer sehr still wirkt. Sie ist jedoch sehr aufmerksam zu ihrer Umwelt und sieht Dinge, die anderen vielleicht verborgen sind und somit kurbelt es die Kreativität sehr an. Für das Modedesignstudium hat sie sich entschieden, weil Mode für sie “Entdecken” bedeutet. Man ist ständig auf der Suche nach Inspirationen aus den verschiedensten Bereichen und das Spannendste ist, dies in Kleidung umzusetzen. Kurz zusammengefasst - es geht nicht darum, was du machst, sondern wie du es machst.

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