Style Guide

Diese fünf Regeln machen dich zum Skandi Style-Profi

Franziska Gajek
Von Franziska Gajek
03.02.2018 / 10:30 Uhr

Die Schatzkiste der Mode bietet ausreichend Juwele für jeden Geschmack. Ob nun ein All American Girl in dir wohnt, eine Pariserin oder eben ein Skandi-Girl. Letztere Stilrichtung orientiert sich an einigen prägnanten Merkmalen, die den Skandi-Style zu einem der beliebtesten unter Bloggern, Influencern oder Fashionistas machen. Lena Lademann zelebriert den Style in ihren geradlinigen Looks ebenso, wie die skandinavischen Blogger Elin Kling oder Anine Bing. Anlässlich der Fashion Week in Kopenhagen haben wir fünf Regeln für dich formuliert, deren Einhaltung dich zum absoluten Skandi-Profi machen. Damit erfährst du nicht nur ein Style-Update, sondern eignest dir gleichzeitig einen entspannten und zeitlosen Kleidungsstil an.

1.) Investiere in ultimative Keypieces

Anleitungen zu sogenannten Capsule Wardrobes existieren vor allem auf Pinterest zahlreich. Die Idee dahinter: Lege dir wenige, gut ausgesuchte Kleidungsstücke zu, die sich untereinander vielfach kombinieren lassen. Der Skandi-Style, könnte man meinen, hat diese Idee erfunden. Zu den Essentials für deine skandinavische Garderobe gehören:

  • ein Mantel

  • gut sitzende Jeans

  • Knitwear in Form von kuscheligen Pullovern oder langen Cardigans

  • schlichte Blusen im Oversize oder Boyfriend Look

  • Sneaker

Bei der Auswahl dieser Keypieces solltest du auf grelle Farben und Muster verzichten. Stay simple lautet die Devise. Beste Orientierungshilfe auf der Suche nach den richtigen Skandi-Farben: Die skandinavische Landschaft. Mit dem tiefen Blau, beinahe Schwarz der Fjorde, dem satten Dunkelgrün der Wälder, dem Grau des Kopfsteinpflasters aus der Kopenhagener Innenstadt und dem weißen Schnee auf den Gipfeln der Skanden liegst du nie daneben.

2.) Setze auf Qualität

Oberstes Gebot eines jeden reduzierten Looks: Qualität. Es macht einen riesigen Unterschied, ob dein grauer Pullover aus hochwertiger Merinowolle gefertigt wurde oder ob dafür ein Polyester-Tierchen gestorben ist. Gleiches gilt für Mäntel, Jeans oder weiße Shirts.

Fühle also das Material, achte auf den Schnitt und erkundige dich über die richtige Pflege, bevor du dir ein neues Keypiece zulegst. Damit wirkst du ungemein gepflegter und dein Stil hochwertiger. Die Lebensdauer deiner Skandi-Pieces steigt natürlich auch.

Hochwertige Materialien machen sich nicht nur optisch bezahlt, sie tragen auch ungemein zum Komfort bei.   Copyright: Catwalk Pictures

3.) Vertraue auf etablierte Skandi-Labels

Plakative Vetements-Styles oder expressiv gelabelte Looks, wie solche von Balenciaga, beherbergt der Skandi-Style selten. Bewährte Brands würdigen skandinavischen Fashion Addicts dennoch.

Darunter fallen unter anderem Acne Studios, Samsøe & Samsøe, Ganni oder House of Dagmar. Allesamt Marken, die den Stil Skandinaviens modisch interpretieren und für den internationalen Modemarkt relevant sind. Acne Studios etwa präsentiert auf der Fashion Week in Paris. Ganni wird von Modeprofis wie Lena Lademann oder Caro Daur getragen.

Natürlich finden auch internationale Labels ihren Weg in den Skandi-Look. Dann allerdings in Form einer It-Bag oder eines angesagten Gürtels.

Caro Daur steht nicht nur auf die Looks von Ganni, sie kombiniert auch zeitlose Styles von Acne Studios.   Copyright: Catwalk Pictures

4.) Entspann dich

Bleibt zu klären, was der Skandi-Style eigentlich aussagen möchte. Um das zu beantworten, lohnt es sich, den Lifestyle der Trägerinnen zu begutachten. Die sind, vor allem in den großen Citys wie Kopenhagen oder Stockholm, meist mit dem Fahrrad unterwegs. Enge Hosen, ultra hohe Absätze oder Cropped-Looks sind dieser Art Fortbewegung nicht gerade zuträglich.

Der skandinavische Lebensstil präsentiert sich entspannt und unkompliziert. Nichts anderes transportieren auch die Styles. Minimalismus siegt über Opulenz, Understatement über Overdressed und Sneaker über High Heels.

5.) Breche die Regeln

Mode sollte keinen Doktrinen unterliegen. Da sind sich auch viele Street Style Stars aus dem Norden einig. Darum durchbrechen seit Kurzem bunte Farbtupfer die sonst so zurückhaltenden, cleanen Looks der Straßen von Oslo, Kopenhagen und Stockholm.

Stylistin Emili Sindlev spielt überzeugend mit Mustern und Drucken und verdankt ihrem Style eine Kooperation mit H&M. Auch Nathalie Helgerud von Elle Norway oder Bloggerin Annabel Rosendahl kombinieren plakative Farben untereinander und stylen Color Blocking, als hätten sie nie etwas anderes getan.

Sie alle brechen die Regeln des Skandi-Styles. Dabei vernichten sie diesen nicht, sondern erweitern ihn um eine besonders experimentelle Komponente. Und sie beweisen, wie wunderbar es aussehen kann, wenn Regeln gebrochen werden. Wenn du also im Skandi-Style deine modische Heimat gefunden hast, willkommen zu Hause. Aber verschließe nie deine Tür vor außergewöhnlichen Modeabenteuern.

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