Frühjahr/Sommer 2016

Initielle: Mit personalisierten Shirts ein Stück Individualität

Maria Panagiotidou
Von Maria Panagiotidou
26.06.2016 / 16:00 Uhr

Louis Vuitton macht es und auch Ralph Lauren. Während der Luxuslederwarenhersteller Monogramme auf Taschen und Geldbörsen druckt, stricken die Franzosen Initialen auf Polo-Shirts. Auf diesen Zug springt nun auch das junge Modelabel Initielle auf. Es strickt Initialen auf Basic-Shirts.

Die initielle Shirs könnt ihr für rund 60 Euro shoppen.   Copyright: PR

Wir leben in einer Zeit, in der die Globalisierung zunehmend in unser Leben eingreift. Dabei kommt es vor, dass wir aufhören, uns individuell zu kleiden. Dank der grenzenlosen Möglichkeiten des Internets und der Sozialen Medien sind wir bestens darüber informiert, was internationale Modeblogger wie Kristina Bazan, Chiara Ferragni, Eleonora Carisi oder Pernille Teisbæk tagtäglich tragen. Die Welt schrumpft und mit ihr die Individualität. Die Modeindustrie trägt dazu einen wesentlichen Teil bei. Modegiganten und Billigketten sind bekannt dafür, die einst als individuell gefeierten Looks der High Fashion Designer wie Phoebe Philo, Isabel Marant, Karl Lagerfeld und Stella McCartney zu kopieren. Das Resultat: Junge, modebegeisterte Mädels mit langem im Mittelscheitel geteiltem Haar tragen Mom-Jeans, Croptops, Bomberjacken und Adidas Superstars.

Individualität bewahren

Was wir gegen diesen Individualitäts-Verlust tun können? Manche nehmen das Problem selbst in die Hand. Sie schneiden sich ihre Jeans zurecht oder das T-Shirt. Bei Levis kann sich der kreative Kunde coole Patches für Jeans, Jacke, Shirts und Co. zum Annähen kaufen. Bei Adidas können sich Frauen und Männer ihre Sneakers personalisieren und auf Bestellung liefern lassen. Angefangen bei der Farbe bis hin zum Muster und Initialen kann jeder den Look seines Sportschuhs eigenständig bestimmen. Burberry personalisierte im vergangenen Jahr die Ponchos der Stars und Sternchen mit Monogrammen. Lala Berlin macht es ähnlich. Kunden können auf Wunsch Dreieckstücher mit ihren Synonymen besticken lassen.

Den weißen Klassiker personalisieren.   Copyright: PR

Das Modelabel initielle geht nach demselben Prinzip vor. Auf Bestellung werden auf Brusthöhe der angebotenen T-Shirts maximal drei Initialen eingestrickt. Shirt und Bestickung sind in jeweils vier Farben erhältlich: Weiß, Grau, Blau und Rosa. Der hohe Rundhalsausschnitt, die gekrempelten Ärmel und die leicht taillierte Passform lassen das Shirt besonders cool wirken. Die hochwertige Baumwolle garantiert ein angenehmes Tragegefühl. Die Oberteile könnt ihr für rund 60 Euro shoppen. Ein stolzer Preis für simple Basic-Shirts.

Das Tolle an den initielle Shirts? Sie vereinen einen Klassiker und Individualität. Das mit Abstand klassischste und rebellischste Kleidungsstück des 20. Jahrhunderts ist das weiße T-Shirt. James Dean verlieh in seinem Film „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ (1955) dem Shirt Unsterblichkeit. Der Look, der aus einer Jeans, einem weißem T-Shirt und einer Lederjacke besteht, wurde zur Uniform einer ganzen Generation. Eine Generation, die sich gegen die Alten und ihre Gesetze auflehnte. Was diesen Mode-Klassiker ausmacht? Er ist innovativ, zeitlos und massentauglich.

Das junge Modelabel personalisiert auf Wunsch des Kunden Basic T-Shirts.   Copyright: PR

Fast sechzig Jahre später sprechen, schreiben und tragen wir immer noch das weiße T-Shirt. Ausgeflippte, minimalistische und sportliche Trends kommen und gehen von Saison zu Saison. Umso mehr erfreuen wir uns am Anblick eines cleanen, weißen T-Shirts. Man kann den Alleskönner zu allem tragen, was der Kleiderschrank herzugeben hat und zu jeder Gelegenheit. Ob auf der Arbeit zu einer Mom-Jeans, abends mit auffälligen Accessoires und einem Rock oder auf einer chicen Veranstaltung mit schwarzer Anzughose, tailliertem Blazer und verführerisch roten Lippen: Das weiße Shirt kann alles.

Dennoch. Das Problem bei Mode-Klassikern ist, dass sie bei all den Variationen und qualitativen Ausführungen ihren Reiz und ihre Individualität verlieren. Wie schön ist es dann zu wissen, dass uns das persönliche Monogramm von initielle wenigstens ein Stück weit unverwechselbar macht.

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