Trendproofed

Layering - Das kleine Reise-Einmaleins

Leni Garibov
Von Leni Garibov
30.04.2015 / 12:26 Uhr

Wenn ich etwas wirklich liebe, dann verreisen. Fremde Länder, andere Kulturen, neue Entdeckungen, Kofferpacken - na gut, beim Letzteren hört die Liebe vielleicht auf. Nichts ist anstrengender, als sich auf 23 Kilogramm beschränken zu müssen, wenn man für zwei Wochen verreist, so wie ich letztens nach Moskau. Wäre es ein Strandurlaub auf den Malediven, würde ich locker mit Handgepäck zurechtkommen und mehrere Bikinis, die passenden Tücher und Flipflops einpacken. Wenn man jedoch in eine Stadt fliegt, in der die Wetterprognosen so unberechenbar sind wie die Tode der Hauptcharaktere bei Game of Thrones, wird es komplizierter.

Alles kann, nichts muss - so könnte man die Layering-Formel am einfachsten beschreiben. Weste & Pumps Stella McCartney, Clutch Iceberg, Bikerjacke Vintage, Kleid Clover Canyon, Kette DIY.

Bei unserer Ankunft hat es geschneit, dazwischen geregnet, dann waren es urplötzlich 17 Grad, nur um danach wieder alles unter einer Schneedecke versinken zu lassen. Und trotzdem war es im Endeffekt gar nicht so schwer, sich anständig zu kleiden. Das Geheimnis? Layering!

Mit Schwarz und Weiß geht man immer auf Nummer sicher, wenn man länger unterwegs ist und spontan Outfits kombinieren muss.

Ja bitte!

Zugegeben: "Layering" ist eigentlich nur eine fancy Beschreibung für "ich ziehe alles, was ich finden konnte, einfach übereinander an". Und es ist tatsächlich so einfach, wenn man einige Kleinigkeiten beachtet. Gerade auf Reisen kann man es sich einfach machen und auf monochrome Looks zurückgreifen. So fällt das Kopfzerbrechen weg, welche Farben man kombinieren könnte. Schwarz und Weiß sind hier unsere besten Freunde und lassen das Outfit direkt stimmig wirken. Was Layering aber erst interessant macht, sind die Längen der einzelnen Kleidungsstücke. Ich habe mir eine wadenlange Weste zugelegt, die wie ein Trench geschnitten ist. Darüber eine schwarze Bikerjacke - schon wirkt sie viel lässiger. Als Oberteil kann auch ein gerade geschnittenes Kleid herhalten, das, kombiniert mit einer Jeans, wie eine Tunika wirkt. Und um das Ganze nicht zu trist wirken zu lassen, einfach eine knalltote Clutch und eine auffällige Kette dazu kombinieren - fertig! Das Beste daran: Die hohen Pumps kann man in Sekundenschnelle gegen bequeme Slip-Ons tauschen und die Jacke ausziehen. Schon hat man nicht nur einen komplett neuen Look, sondern ist gleich für jede Wetterlage gerüstet!

Monochrome Styles passen immer, wirken mit einem Highlight-Teil wie einer roten Clutch aber gleich interessanter.

Bitte nicht!

Ich bin auch nur deshalb ein Fan von Layering, weil ich früher immer den Fehler gemacht habe, jedes Outfit einzeln einzupacken, ohne die Teile untereinander zu kombinieren. Es benötigt nur eine kleine Änderung im Reiseplan, und schon muss man alles über Bord werfen und steht ohne das passende Outfit dar. Deshalb lieber nicht zu viel mixen, sondern schon rechtzeitig darauf achten, dass Farben, Materialien und auch Schuhe zum Big Picture passen. So ist man viel flexibler im Kombinieren und kann die Zeit lieber für Sightseeing nutzen, statt im eigenen Koffer zu wühlen.

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