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Lenis Shades of Grey: Ein Mode-Plädoyer für graue Mäuse

Von Leni Garibov
06.02.2015 / 09:15 Uhr

Ich liebe Winter. Ich weiß nicht, warum alle rummeckern, sobald es etwas kälter wird. Aber ich freue mich regelrecht darauf, dass die Temperaturen sinken und ich wieder all die Kuschelpullover aus dem Schrank holen kann. Ok, vielleicht liegt die allgemeine Abneigung gegen den Winter eher daran, dass er oft schwer als solcher zu erkennen ist und statt mit weißen Schneedecken eher mit grauem Matsch glänzt. Wo wir aber gerade von Grau reden - was auf den Straßen nicht allzu gut aussieht, gilt noch lange nicht für das Outfit. Wetten? Ich habe handfeste Beweise!

Wo Weiß und Schwarz zu kompliziert sind, ist es mit Grautönen wirklich easy: einfach nach Lust und Laune miteinander kombinieren!

Ja bitte!

Das Gute an Grau ist: Es kommt in allen möglichen Schattierungen daher. Das weiß ich nicht erst seit dem ach so skandalösen Roman "50 Shades of Grey". Was man eher mit grauen Mäusen assoziiert, wird zu unrecht verkannt - schließlich können gerade die helleren Töne der Farbe uns selbst so richtig strahlen lassen! Ich bin ja ein bekennender Fan von Hellen und Bunten, aber wo Weiß zu plakativ (oder einfach unpraktisch) wäre, springt Hellgrau ein. Deshalb musste ich bei dem überlangen Cape-Schal nicht lange überlegen und griff intuitiv zu diesem Ton. Weiterer Vorteil: Grautöne sind wirklich flexibel, wenn es um Kombinationsmöglichkeiten geht. Wo es bei Schwarz oder Weiß auf die feinsten Nuancen ankommt, damit sich die einzelnen Look-Bestandteile nicht beißen, kann man hier nach Lust und Laune untereinander mixen, was das Zeug hält. Gerade bei Woll-Filzstoffen erlaubt es die kuschelige Struktur die Töne miteinander zu kombinieren. Und natürlich ist kein Outfit ohne Accessoires komplett. Ich wiederhole mich zwar ungern, aber selbst bei der Wahl der Metallfarben ist Grau so pflegeleicht, dass die Qual der Wahl der einzige Nachteil ist. Mit Silber kann man aber definitiv nichts falsch machen - sowie mit großen Ketten, von denen ich eine einfach zum Gürtel umfunktioniert habe. Und natürlich darf das passende Make-up nicht fehlen. Für den Wow-Effekt sind die Dunkelhaarigen unter uns mit einem knalligen Pink oder Rot gut beraten. Heißer Tipp für Blondinen: Orange auf die Lippen!

Bei Accessoires gibt es die Qual der Wahl: alle Metallfarben passen super zu Grau, mit Silber kann man aber definitiv nichts falsch machen.

Bitte nicht!

Wer so viel Lob einheimst, könnte auch eine Prise Kritik vertragen. Selbst wenn an der Farbe absolut nichts auszusetzen ist, sind es die Kleidungsstücke, die in anderen Tönen einfach besser aussehen. Sneakers zum Beispiel. Die sportlichen Treter sind aus meiner Garderobe gar nicht mehr wegzudenken, in Grau wirken sie aber oft einfach nur dreckig. Strahlendes Weiß ist und bleibt hier die bessere Wahl! Aber auch Stoffe eignen sich nicht immer für. Wo große, plakative Flächen wie lange Schals, Mäntel oder auch breite Hutkrempen toll aussehen, verlieren faltige, strukturierte Texturen schnell ihre Wirkung. Da lieber wirklich etwas tiefer in den Farbtopf greifen.

Für den Schneewittchen-Effekt: knallpinken Lippenstift zum monochromen Outfit kombinieren.

Ach und übrigens: Falls ihr selbst mit dem verschneiten weißen Winter nichts anfangen könnt, auf leichten Sommerstoffen sieht Grau auch super aus!

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