Trendproofed

Manche mögen´s Weiß: All-White als Sommertrend

Leni Garibov
Von Leni Garibov
23.07.2015 / 14:50 Uhr

Manche Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ausschließlich Schwarz tragen - die einen sehen dabei wie frisch aus der Grotte aus, die anderen so richtig elegant und gar nicht düster. Leider darf ich mich eher zur ersten Gruppe zählen und kann es deshalb kaum erwarten, im Sommer wieder Weiß tragen zu können. Zwar mache ich auch während der kälteren Monate nicht immer davor Halt, aber Regen, Schnee und Matsch machen mir oft einen Strich durch die Outfitrechnung. Die heißen Tage während der letzten Wochen waren also wie geschaffen für einen Auftritt in meiner Lieblings-Nichtfarbe. Nur eine Challenge galt es zu bewältigen: nicht wie eine verrückte Braut auf der Flucht auszusehen. Geklappt hat es - bis mir ein alter Freund übel mitspielte.

Weiß auf Weiß ist total heiß - vorausgesetzt, man beachtet einige Regeln!

Ja bitte!

Zwar behaupten viele von sich das Gegenteil, aber ich bin der festen Überzeugung, dass Weiß tatsächlich jedem steht. Schon allein beim Blick auf all die unterschiedlichen Schattierungen ist klar, dass jeder „seinen“ Ton treffen wird. Plant man ein Outfit ganz in Weiß, ist es nur wichtig, die Len´sche Faustregel zu befolgen. Und die besagt Folgendes: Entweder zwei Teile exakt aufeinander abstimmen - oder mehrere Weißtöne beim Layering mischen und dabei alles, von Eierschale bis Ecru, kombinieren. Etwas leichter wird das Kleider-Puzzle, wenn man die Stoffe mixt, und somit etwas Dynamik ins Outfit bringt: grobe Spitze mit Chiffon, weiße Jeans mit Seide, Leinen mit Organza. Kotrast-Accessoires wie breite Ledergürtel, große Fransentaschen oder Ethno-Schmuck lösen das „Braut-Problem“ und verleihen dem Outfit den richtigen Hippie-Flair.

Um nicht wie eine Braut auszusehen, reichen einige wenige Kontrast-Accessoires wie breite Ledergürtel, um etwas Hippie-Flair ins Outfit zu bringen.

Bitte nicht!

So sehr ich Weiß liebe, so viel kann man damit auch falsch machen. Im Prinzip reicht es schon, alles oben Genannte nicht zu beachten. Erwischt man den falschen Ton, hilft kein Bronzer der Welt und man sieht wie ein Gespenst aus. Greift man zum falschen Stoff, wirkt das Outfit schnell billig und unvorteilhaft, denn - die Gerüchte stimmen! - Weiß trägt nun mal auf. Und auch bei den Kontrast-Accessoires ist Vorsicht geboten: oft greift man automatisch zu Schwarz, aber gerade Hippie-angehauchte Outfits sehen mit dem zu starken Kontrast einfach plump und zusammengewürfelt aus.

Die passende Frisur macht das Outfit komplett: Lederbänder und große Wellen sind perfekt für den Boho-Look. Brands: Shirt: Zara, Rock: Asos, Gürtel: Vintage, Sandalen: TK Maxx

Zu guter Letzt bin ich euch aber die Geschichte über meinen alten Freund schuldig: er nennt sich Regen und verfolgt mich überallhin, wo es wirklich darauf ankommt, trocken zu bleiben: mein Abiball, das erste Date, das Shooting mit der schneeweißen Jeans - und dieses Mal eine wirklich schicke Party am Pool, die genau drei Minuten nach meiner Ankunft wortwörtlich ins Wasser fiel. Ich fand mich in einem unfreiwilligen Wet-T-Shirt-Contest wieder und weiß seitdem, dass bei weißer Kleidung auch die passende Wäsche eine tragende Rolle spielt. Wortwörtlich.

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