MBFWB Winter 2015

Marc Cain: Buntes Treiben mit Sixties-Flair

21.01.2015 / 12:13 Uhr

Wenn Marc Cain zur Kollektionspräsentation lädt, wittern die Fotografen ihre Beute. Zu keiner Berliner Fashion Show strömen so viele Promis und Stars, wie zu dieser. Egal ob Star-Bloggerin Chiara Ferragni, Liz Hurley oder Katie Holmes: Lässt man den Blick durch die Front Row wandern, erkennt man zahlreiche bekannte Gesichter, die darauf warten, dass die Show endlich startet.

Als es losgeht, verwandelt sich der Laufsteg in eine riesige Party. Aus allen Ecken strömen junge Leute auf den Runway, jubeln und tanzen und versprühen gute Laune. Bevor das bunte Treiben seinen Höhepunkt erreicht, findet es schon wieder ein Ende und das erste Model betritt den Laufsteg, Kopf bis Fuß gekleidet in Grau. Der helle Mantel reicht ihr bis auf den Boden, der dunkle Hut wippt mit jedem Gang.

Pudertöne und Pastellfarben spielen bei Marc Cain in der nächsten Saison ebenso eine wichtige Rolle wie knallige Nuancen. Egal ob grelles Limone, zartes Sorbetgelb oder helles Rosa: Wer Herbst und Winter mit einer Extraportion Farbe trotzen möchte, wird bei Marc Cain garantiert fündig. Die Kollektion trägt sichtbare 60er-Jahre-Elemente, was nicht zuletzt an den Lack- und Overkneestiefeln zu erkennen ist, die die Models tragen. Zahlreiche Kleider tragen Twiggy-Charme, fallen gerade an den Körpern der Models herunter und kaum ein Look kommt ohne Turtleneck aus. Überall blitzen Rollkragen hervor: aus einem roten Lacktrench, aus Capes, Pelzjacken und -Westen und Lederjacken.

Sixties-Flair auf dem Laufsteg bei Marc Cain.   Copyright: Cosima Scholz für styleranking

Hinzu kommen – wie bereits in einigen vergangenen Saisons – Leomuster, die kuschelige Wollpullis und übergroße Cardigans zieren. Für den absoluten Hingucker-Effekt sorgen Pailletten in den verschiedensten Ausführungen - häufig in strahlenden Metallictönen wie Gold und Kupfer. Knielangen Röcken, kurzen Bikerjacken und schmalen Kleidern verleihen sie das gewisse Etwas. Ähnliches gilt für einen farbenfrohen Times-Square-Print, der auf den ersten Blick zwar etwas altbacken wirkt, Kurzmänteln und transparenten Capes jedoch den letzten Schliff verleiht.

Insgesamt fällt die Kollektion von Marc Cain sehr vielfältig aus. Beinahe könnte man den Eindruck gewinnen, dass hier der rote Faden fehlt. Unterschiedliche Muster und Materialien werden wild miteinander kombiniert und die Looks fallen mal rockig und jung, mal langweilig und altbacken aus.

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