Berlin Fashion Week Fall/Winter 2018/2019

Marina Hoermanseder qualifiziert sich für London, New York und Co.

Franziska Gajek
Von Franziska Gajek
19.01.2018 / 00:08 Uhr

Seit vier Jahren entwirft Marina Hoermanseder Mode unter ihrem eigenen Label. Keine lange Zeit, um sich in der hart umkämpften Branche einen Namen zu machen. Hoermanseder scheint das mühelos zu gelingen. Mit dem Feuerwerk, das die Designerin nun zur Berlin Fashion Week zündet, schenkt sie der Hauptstadt nicht nur anspruchsvolle Designs, sondern auch das so oft vermisste, internationale Flair. Mit ihrer Kollektion für Herbst/Winter 2018/19 avanciert Hoermanseder zur deutschen Modeheldin und setzt ihrer Karriere als Designerin ein weiteres Krönchen auf. Sie zählt unbestritten zur Königsklasse auf der Fashion Week in Berlin.

Tief im Osten von Berlin versammelt Designerin Marina Hoermanseder die deutsche Mode Elite in einer entkernten Industriehalle um das zu präsentieren, worauf alle die ganze Fashion Week warten. Denn Hoermanseder, so viel ist klar, zählt unbestritten zu den Superstars der Modewoche. Also kommen sie alle: Riccardo Simonetti, Marie Nasemann, Marina the Moss, Anuthida Polypetch, Erik Scholz oder Lisa-Marie Schiffner. Die Reihen der Show Location sind gut und prominent gefüllt.

Dann beginnt die Show und bereits der erste Look lässt jedem Fashion Addict das Herz höher schlagen. Hoermanseder eröffnet mit einem gepanzerten Body in poliertem Roségold, kombiniert mit metallisch glitzernden Overknee-Stiefeln im gleichen Farbton. Die Show braucht nur dieses eine Outfit, um internationales Flair zu verbreiten und jedem Besucher unmissverständlich klar zu machen: Das ist großes Modekino.

Gurte aus Leder tauchen traditionell in den Kollektionen von Hoermanseder auf. Den Interpretationsspielraum nutzt sie dabei vielseitig aus.

Es folgt eine umfangreiche Kollektion, die die Signature-Elemente von Hoermanseder wie den Strap Skirt, das Material Leder oder die steifen Korsetts aufgreift und sich dennoch innovativ zeigt. So versieht die Designerin etwa ein olivgrünes Midikleid mit Ledergurten, die sich kunstvoll um den Oberkörper ranken und den Farbton des Kleides aufgreifen.

Hoermanseder zeigt zahlreiche metallische Designs, wie eine weit geschnittenen Hose, einen grünen Minirock oder einer Umhängetasche in Smartphonegröße. Highlights sind die Lederelemente: Etwa ein weißer, V-förmiger Taillengürtel oder ein schmaler Gürtel mit dezentem Täschchen, der ein bodenlanges leicht schimmerndes Nude-Kleid schmückt.

Die ultrafemininen, teilweise sehr sinnlichen Looks werden unterstützt von dem auffallend anmutigen Walk der Models. Ein nicht zu verachtendes Kriterium, dass einmal mehr deutlich macht, auf welchem Niveau Hoermanseder arbeitet. Dass sie sich auch auf aktuellste Trends versteht unterstreicht Hoermanseder vor allem durch die Schuhwahl. Sie kombiniert zum Beispiel rote Lackloafer mit Blockabsatz und Nieten zu einer Nude-Gold-Kombination aus Lederrock und Blousonjacke in Gliederkettenoptik.

Marina Hoermanseder kombiniert stylishe Lackloafer zu einer Blouson-Jacke in schimmerndem Gold.

Trotz der zahlreichen kreativen Designs fügen sich alle Outfits zu einer stimmigen Kollektion zusammen, die internationalem Anspruch genügt. Marina Hoermanseder macht die Hauptstadt an diesem Tag zur ihrer und setzt Berlin die modische Krone auf.

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