Moderatgeber

Mit diesen Tricks findest du den perfekten Mantel für deine Figur

Von Stephanie Ernst
28.11.2016 / 11:00 Uhr

Ein Blick durch die Masse. Der hier wirkt langweilig. Dieser ist mir zu dick. Der hier überlebt keine Saison. Und den da vorne hatte irgendwie jede schon. Nein, hier handelt es sich nicht um eine Tinder-Suche nach einem potenziellen, nächsten Date, sondern um die jährliche, typische Wintermantelmisere. Bei Mänteln sind wir extrem anspruchsvoll. Immerhin handelt es sich um Investmentpieces, die wir nicht so oft wechseln. Steppmantel, Militarycoat oder Wickeldesign: Welcher ist der Richtige für dich und deine Figur? Damit du nicht weiterhin die Nadel im Heuhaufen suchen musst, zeigen wir 6 einfache Tipps, dank derer du im Nullkommanix deinen Traummantel findest.

Um dein passendes Mantel-Match zu finden, musst du drei Dinge im Hinterkopf behalten: Körpergröße, Proportionen und Problemzonen. Besonders wichtig ist deine persönliche Körperproportion. Hast du eher lange Beine oder einen langen Oberkörper? Das lässt sich durch einen gut sitzenden Mantel perfekt ausbalancieren. Und natürlich weißt du am besten, wo die Pölsterchen sitzen. Ob am Bauch oder eher die Hüften: Der Mantel soll die Vorteile deiner Figur hervorheben und alles was stört kaschieren. Was ihr beim Kauf beachten müsst, lest ihr in den folgenden 6 Tipps für den perfekten Mantel.

Der richtige Mantel ist stylish und vorteilhaft.   Copyright: Catwalkpictures.com

Die 6 besten Tipps um deinen Traummantel zu finden

1. Die Mantellänge: Diese Faustregel gilt bei jeder Körpergröße: Niemals einen Mantel wählen, der genau auf Kniehöhe endet! Das verkürzt die Silhouette, denn das Bein wird optisch gesehen in der Hälfte geteilt. So schummelt man garantiert keine längeren Beine. Wähle also ein Modell, das eine handbreit über oder unter dem Knie endet. Dass große Frauen längere Mäntel tragen können, liegt auf der Hand. Wer keine Modelgröße hat, muss aber nicht gleich zur Jacke greifen. Wähle anstatt eines Maximantels einfach ein Midimodell. Apfeltypen bringen ihre Vorzüge vor allem in Kurzmänteln hervor. Der Theorie nach befinden sich ihre Pölsterchen in der Bauchregion, während die Beine schlank sind. Eine kürzere Mantellänge bringt das zur Geltung.

2. Der Kragen: Ob der Mantel vorteilhaft wirkt, hängt auch vom Kragen ab, dieser wird auch Revers genannt. Hier gilt: Ein langer Revers wirkt vor allem bei Hochgewachsenen. Auch wer mit üppiger Oberweite gesegnet ist, profitiert von diesem Design - kurze Kragen sind hier ein No-Go. Einen langen Hals setzt man am besten mit Stehkragen oder kragenlosen Mänteln in Szene. Vorsicht bei einem breiten XXL-Revers: Dieses trägt auf und funktioniert besser bei schmalen Frauen. Apfeltypen mit Problemzonen in der Bauchregion lassen lieber die Finger davon.

3. Verschlussarten: Du willst eine schlankere Silhouette herbeizaubern? Dann greife am besten zu Mänteln mit einreihiger Knopfleiste. Das geradlinige Design streckt die Silhouette. Wer trotzdem nicht auf einen Military Coat mit zwei gegenüberliegenden Knopfreihen verzichten will, wählt ein Modell bei dem die Reihen nah beieinander liegen. Für Birnentypen mit kräftigen Oberschenkeln und schmaler Taille eignen sich vor allem Wickelmäntel. Auch wer wenig kurvenreich gebaut ist, profitiert vom gewickelten Style. Dadurch lässt sich die Taille perfekt definieren.

Nr. 1: Ein Maximantel streckt die Silhouette optisch. Nr. 2: Der große lange Kragen setzt ein Fashionstatement und wirkt vor allem bei großen Frauen. Nr. 3: Doppelknopfreihen tragen nicht immer auf. Da die Knopfreihen bei diesem Modell nah beieinander liegen, wird die Taille definiert.   Copyright: Catwalkpictures.com

4. Die Taschen: Auch die Manteltaschen helfen dabei, deine Figur ins richtige Licht zu rücken. Du hast eher kurze Beine? Strecke deine Silhouette optisch, in dem du dich für einen Mantel mit Taschen in Taillenhöhe entscheidest. Der Blick wandert dadurch automatisch nach oben - das ist derselbe Effekt wie bei einer High Waist Jeans. Andersherum wählen Frauen mit kurzem Oberkörper tiefer angesetzte Taschen, um die Proportionen auszubalancieren. Wer Hüfte oder Bauch schmaler schummeln will, entscheidet sich für schräge unauffällige Taschen.

5. Prints sind in: Nutze Muster zu deinem Vorteil! Klassische Prints wie Hahnentritt oder Nadelstreifen verschmälern die Silhouette durch den geradlinigen Verlauf. Nicht nur Models können große Leo-und Karomuster tragen. Neben der Größe des Musters kommt es vor allem auf die Farbharmonie an. Generell gilt: Je kontrastreicher der Print, desto wuchtiger wirkt er und umso mehr trägt er auf.

6. Dicke Polsterungen: Die schlechte Nachricht: Steppmäntel tragen auf. Die gute: Mit ein paar Tricks kannst du dem entgegenwirken! Wer auf die zentimeterdicke Isolierschicht eines gemütlichen Daunenmantels nicht verzichten will, sieht vor allem bei dem Steppmuster genauer hin. Horizontale Streifen um Hüften ziehen in die Breite. Am vorteilhaftesten ist ein diagonaler Verlauf der Polsterungen.

Nr. 4: Tiefliegende Taschen sehen toll aus - wer kurze Beine hat, lässt aber lieber die Finger davon. Nr. 5: Längsstreifen in allen Farben verschmälern die Figur. Nr. 6: Mäntel mit horizontalem Steppmäntel können vor allem schmale Frauen tragen.   Copyright: Catwalkpictures.com

Durch diese Tipps kannst du mit einem Blick erkennen, ob ein Mantel zu dir passt. Natürlich gibt es in der Mode eigentlich keine Regeln. Aber wer will nicht ein Fashionteil, was stylish und vorteilhaft wirkt? Zum Glück ist die Auswahl heute so groß, dass wir beides haben können - Lass dich von unserer Bildergalerie inspirieren!

Follow us