PROJEKT AMD DÜSSELDORF

Mit Schere, Kleber und Stift zum Entwurf – Entwicklung zum Kleid

styleranking
Von styleranking
23.10.2015 / 12:05 Uhr

Vom abstrakten Thema zum konkreten Entwurf zu kommen ist ein langer Weg. Gerade wenn es um ein Thema geht, mit dem man sich noch nicht auseinandergesetzt hat. Um von den Entwürfen des Künstlers Zurbarán zu dem Entwurf eines Kleides zu kommen, beginnen wir erst damit, seine Gemälde durch freies Collagieren zu abstrahieren. Ziel dieser Aufgabe ist es, das eigene Auge zu trainieren, um ein Gespür für die Entwürfe des Künstlers zu entwickeln.

Eine Formcollage von AMD-Studentin Julia Golob.   Copyright: AMD

Schon in der ersten Unterrichtseinheit entstehen sehr spannende Collagen und gut erkennbare erste Entwürfe. Entweder werden diese zeichnerisch weiterentwickelt, oder man versucht durch neue Elemente die Form zu konkretisieren. Die Techniken führen zur Entwicklung von durchdachten Silhouetten. So sind zu Beginn der Arbeiten alle erst einmal auf die gleiche Art und Weise mit dem Thema Zurbarán beschäftigt.

Diese Formcollage entwarf Lina Baumbach.   Copyright: AMD

Erst im Anschluss wird es individueller: Die einen arbeiten vorwiegend mit Zeichnungen, andere wiederum mit Collagen. Johanna Olzem, Studentin an der AMD über das Collagieren: „Collagieren ist eine unfassbar gute Art und Weise, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und ihr Ausdruck zu verleihen – sie öffnet einem die Türen zu neuen und interessanten Silhouetten.“

Auch diese Formcollage stammt von Lina Baumbach.   Copyright: AMD

Die ersten Prototypen sowie deren Drapagen an den Puppen bringen neue Denkanstöße/-ansätze mit sich. Diese zu erkennen und auszuwählen ist eine wichtige Aufgabe für uns. Natürlich bekommen wir hierfür auch Unterstützung durch die Dozenten. Sie begleiten uns von der Ideenfindung bis zur Verarbeitung der Kleider. So zeigen sich verschiedene kreative Ansätze und jeder entwickelte seine eigene Handschrift.

Eine Formcollage von AMD-Studentin Julia Gruber.   Copyright: AMD

Die Ausstellung "ZURBARÁN. Meister der Details" vom 10. Oktober 2015 bis 31. Januar 2016 wird in dem Projekt durch die Dozenten Claus Bortas und Ines Majowski und der Projektassistentin Nasrin Degenring begleitet und von den Studierenden des 2. Semesters der AMD Akademie Mode & Design durchgeführt. Das Online-Modemagazin styleranking und die AMD begleiten das Projekt in dem umfangreichen Online-Special "AMD Akademie Mode & Design inspired by Zurbarán".

Johanna Ozlem hat das styleranking-Special über das Projekt der AMD und des Kunstpalastes ins Leben gerufen. Durch ihre neuseeländische Herkunft hat sich in ihr ein starkes Interesse für die Mannigfaltigkeit der vielen Kulturen entwickelt. Das Studium des Modedesigns ermöglicht es Johanna, ihre Emotionen durch Kleidung auszuleben und ihrer Feinfühligkeit für Ästhetik, Farben, Formen und Materialien Ausdruck zu verleihen. Die Hauptinspiration ist ihr familiäres Umfeld, die Musik und der stets offene und achtsame Blick für die kleinen Besonderheiten in ihrer Umwelt.

Johanna Ozlem hat das styleranking-Special über das Projekt der AMD und des Kunstpalastes ins Leben gerufen.   Copyright: Johanna Olzem

Oft wird Natalie Maassen als “das Mäuschen” bezeichnet, da sie immer sehr still wirkt. Sie ist jedoch sehr aufmerksam zu ihrer Umwelt und sieht Dinge, die anderen vielleicht verborgen sind und somit kurbelt es die Kreativität sehr an. Für das Modedesignstudium hat sie sich entschieden, weil Mode für sie “Entdecken” bedeutet. Man ist ständig auf der Suche nach Inspirationen aus den verschiedensten Bereichen und das Spannendste ist, dies in Kleidung umzusetzen. Kurz zusammengefasst - es geht nicht darum, was du machst, sondern wie du es machst.

Natalie Maasen hat sich für das Modedesignstudium entschieden, weil Mode für sie “Entdecken” bedeutet.   Copyright: Natalie Maassen
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