Outfit-Tipps

November ist der neue März: Das perfekte Outfit im frühlingswarmen Herbst

Lara Schwitalla
Von Lara Schwitalla
07.11.2015 / 14:00 Uhr

„Es werden Höchsttemperaturen von 19° (gefühlt: 21°) und schwacher Wind (15 km/h) aus Südsüdwest mit frischen Böen (35 km/h) erwartet.“ (Quelle: wetter.de) Diese Wettervorhersage stammt nicht etwa aus dem Frühjahr, sie kündigt den 7. November 2015 an. Kein Wunder also, dass manch ein Fashion-Verliebter in diesem Herbst vor einem akuten Kleider-Problem steht: Die neuesten Key-Pieces für die kalte Jahreszeit warten seit geraumer Zeit darauf, endlich getragen zu werden. Die tagsüber warmen Temperaturen fordern aber frühlingshafte, luftige Looks, während man morgens selbst mit Winterjacke bibbernd das Haus verlässt. Wir verraten euch, wie man sich an diesen Herbsttagen perfekt für das milde Wetter wappnet und weshalb die Temperaturen in diesem November so verrückt spielen!

Dank des Vortrags von TV-Moderator und Meteorologe Sven Plöger beim Modehandelskongress 2015 in dieser Woche kennen wir die Antwort auf das Rätsel des diesjährigen, ungewöhnlich warmem November. Grund für die Extrem-Wetterlage ist der so genannte Polarfront-Jetstream. Dieser Wind zieht auf Höhe des Atlantiks von West nach Ost und sorgt so für einen regelmäßigen Umschwung von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Dadurch, dass am Nordpol jedoch immer mehr Eis schmilzt und sich dadurch die Kälte-Wärme-Verhältnisse zwischen Nordpol und Atlantik verändert haben, schlägt der Jet-Stream deutlich größere Kurven und bewegt sich außerdem langsamer von West nach Ost als üblich. Dadurch verharren Hoch- und Tiefdruckgebiete länger an ein und demselben Ort. Das Wetter kann daher über einen längeren Zeitraum deutlich extremer ausfallen, als wir es gewohnt sind. Damit wäre der Grund für die frühlingshaften Temperaturen im November geklärt. Doch wie wappnet man sich Outfit-technisch für das Wetter?

Das größte Problem für die Outfit-Kreation liegt wohl in den starken Temperaturunterschieden. Während man morgens bei einstelligen Temperaturen zu Daunenjacke und Fell-Boots greifen möchte, wünscht man sich mittags Trägertop und Sonnenbrille. Die Lösung: Der klassische Zwiebel-Look. Dieser ist gekennzeichnet durch möglichst viele Lagen, die man nach und nach ablegen kann, um sich den steigenden Temperaturen anzupassen.

Auch mit einem Statement-Rock als Base kann man einen einzigartigen Zwiebel-Look kreieren.   Copyright: zara.com, mytheresa.com, mango.com

Um den perfekten Zwiebel-Look zu kreieren, sucht ihr euch eine Hose oder einen Rock, der sowohl zur luftigen Bluse, als auch zum kuscheligen Wollpullover passt. Selbiges gilt für euer Schuhwerk. Anschließend arbeitet ihr euch Schicht für Schicht zum optimalen Layering-Look. Entscheidet ihr euch als Base für die Trendhose Culotte, eignen sich stylische Chelsea-Boots perfekt, um sich chamäleon-artig an luftige aber auch kuschelige Oberteile anzupassen. Wählt außerdem ein Top, das sich zum Genießen der Mittagssonne eignet. Um im Büro oder im Hörsaal die Schultern der Jahreszeit entsprechend zu bedecken, setzt ihr über euer Top eine lässige Bluse, die eurem Look das notwendige Maß an Seriösität verleiht. Damit ihr morgens früh nicht friert, wählt ihr einen warmen Wollpullover, der zu den Culottes und eurer Bluse passt. Abgerundet wird der Look durch einen Oversize-Schal und eine große Shopper-Handtasche. Diese dient als Stauraum für alle abgelegten Kleidungsstücke eures Zwiebel-Looks.

Zugegeben, die Kreation eines Layer-Looks erfordert etwas Zeit und einige Nerven, doch das Ergebnis wird begeistern. Also, ab in den Kleiderschrank und viel Spaß beim kreativen Layering!

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