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Think Pink, Hochzeitsgast!

Von Leni Garibov
13.08.2015 / 14:16 Uhr

Wisst ihr, was ich an warmen Jahreszeiten so liebe? Nicht nur die Tatsache, dass all die dicken, unförmigen Jacken überflüssig werden, man endlich Pistazieneis ohne Ende essen kann und die weißen Sneakers vom Schneematsch verschont bleiben. Nein, es gibt noch etwas Besseres: Die Hormone spielen verrückt und plötzlich hagelt es Liebesbekundungen, Pärchenselfies und Heiratsanträge! Normalerweise würde mein innerer Dauersingle genervt die Augen verdrehen, aber diesen Sommer war es anders. Das könnte an meiner durch Yoga neu entdeckten inneren Ruhe liegen - oder daran, dass ich endlich mitspielen kann - als Gast! Und was das bedeutet, muss ich euch wahrscheinlich nicht lange erklären, schließlich steht ab sofort die wichtigste Frage im Raum: „Was ziehe ich an?“

Die richtige Farbe ist die halbe Miete bei der Kleiderwahl: Warum nicht mal zu kräftigen Tönen wie Azurblau oder Knallpink greifen? Kleid: DIY, Schmuck: Swarovski, Stiefeletten: Just Cavalli.   Copyright: Leni Garibov

Ja bitte!

Ich will wirklich ehrlich sein: Noch nie war ich so verzweifelt auf der Suche nach dem richtigen Outfit. Schließlich gibt es mehr Abendkleidvariationen als Selfies von Kim Kardashian - und trotzdem war die Suche alles andere als leicht. Lang sollte das Kleid sein, das stand als Kriterium fest. Alles andere? Überließ ich dem Schicksal, oder besser gesagt den Shops. Und wurde nicht fündig. Nach nächtelangem Durchstöbern diverser Boutiquen, Red-Carpet-Slideshows und Laufsteginspirationen, stand der Entschluss fest: selbst ist die Frau! Schließlich sollte man bei so einem wichtigen Anlass keine Kompromisse eingehen. Also habe ich mich mit der Designerfreundin beraten, Seide gekauft, Maße genommen - und genau eine Woche Zeit gehabt, mit fünf Metern Stoff, der eigenen Figur und der Wunschvorstellung fertig zu werden.

Schön verzierte Armspangen oder glamouröse Ohrringe machen den Statementketten Konkurrenz - zurecht!   Copyright: Leni Garibov

Es ist ein ziemlich schmaler Grat zwischen glamourös und billig - das durfte ich bei meiner Suche nach dem perfekten Hochzeitsoutfit oft genug feststellen. Im Endeffekt gab es einige Kriterien, die die Suche erleichtern und der Trägerin unangenehme Überraschungen ersparen könnten:

Es müssen nicht immer Stilettos sein! Wenn sie zum Kleid passen, können auch elegante Stiefeletten zum Abendkleid kombiniert werden.   Copyright: Leni Garibov
  • Das Wichtigste zuerst: der Schnitt! Selbst das teuerste Kleid könnte die Figur in eine Presswurst verwandeln, wenn es nicht ideal sitzt. Hat man etwas mehr auf den Hüften, dann lieber auf Stretch verzichten und fließende, leichte Stoffe wählen. Gibt es Körperteile, die man an sich besonders mag? Dann sollten diese auf jeden Fall betont werden!
  • Der Stoff, aus dem das Kleid genäht ist. Polyester ist nicht immer die schlechteste Wahl, weil Seide schnell knittert. Allerdings gibt es auch hier enorme Unterschiede und Zweifelsfall sollte auf seltsam glänzende und steife Materialien verzichtet werden. Chiffon ist immer eine elegante Wahl.
  • Die Farbe. Es gibt wohl eine ungeschriebene Regel, auf Hochzeiten Pastelltöne zu tragen. Zugegeben, Pfirsich, Rosé oder Mint sehen wunderschön aus, aber warum nicht mal zu kräftigem Azurblau oder Knallpink greifen? Der wunderschönen Braut in Weiß wird man eh niemals die Show stehlen können, aber eine perfekt passende Farbe des Kleides ist schon die halbe Miete und macht aufwendigen Schmuck oft überflüssig.
  • Wenn wir schon beim Thema sind: die Accessoires. Natürlich ist Schmuck unverzichtbar, schließlich ist der Anlass glamourös genug für etwas Bling-Bling. Doch irgendwie habe ich mich persönlich an all den überladenen Statementketten sattgesehen. Eine schöne Alternative sind auffällige Ohrringe, Haarschmuck, glitzernde Armspangen oder auch verzierte Abendtaschen. Aber bitte nicht alles auf einmal!
  • Die Schuhe. Als ich meine Satin-Stiefeletten mit dem Metallic-Absatz in den Händen hielt, war klar: das Kleid muss einen Schlitz haben! Erst fand ich es selbstverständlich, filigrane Sandaletten zu tragen, um das Kleid in den Vordergrund zu rücken, doch dann dachte ich mir: „Warum eigentlich nicht mal etwas Anderes ausprobieren?“. Um die Ecke denken gilt also auch bei der Schuhwahl und sorgt für einen schönen Blickfang.
  • Die Location. Wird im Garten gefeiert? Dann wären schöne, flache Sandalen die richtige Wahl. Ist die Feier draußen, lohnt es sich, eine passende Kaschmirstola einzupacken. Oder gibt es vielleicht sogar ein Motto? Dann unbedingt darauf achten und das Outfit passend wählen! Schließlich bringt selbst das schönste Kleid nichts, wenn man sich darin unpassend fühlt, friert oder auf jeden Schritt achten muss.

Doch im Endeffekt gilt: Am schönsten sieht man aus, wenn man sich wohlfühlt!

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