Mercedes-Benz Fashion Week Tbilisi

Auf der MBFW in Tbilisi zeigt eine spanische Nachwuchs-Designerin echte Kardashian Looks

Vanessa May
Von Vanessa May
30.05.2018 / 12:07 Uhr

New York, London, Paris oder Berlin - all diese Städte sind nicht nur Mekka für Modebegeisterte, sondern auch bekannte Hot Spots für Fashion Weeks. Aber eine Modewoche in Georgiens Hauptstadt Tbilisi? Das war für uns bis vor einigen Wochen in der Vorstellung noch sehr weit entfernt. Mercedes-Benz hat das mit einer Einladung geändert.

Ihre eigene Fashion Week besitzt die Stadt schon seit 2009, doch seit diesem Jahr wird diese unter der Schirmherrschaft des Namensgebers Mercedes-Benz ausgerichtet. Weltweit gibt es mittlerweile 60 Städte in denen die MBFW ausgetragen wird und jedes Jahr folgen neue, uns meist eher unbekannte, exotische Orte.

Vor vier Jahren waren es noch 48, also eine Steigerung von 25 Prozent. Und auch schon damals galt: „Mode ist für Mercedes-Benz eine strategische Marketing- und Kommunikationsplattform, um eine junge und progressive Zielgruppe anzusprechen“, wie Mercedes-Benz damals meiner Kollegin Lara für eine Story über modernes Auto-Marketing bei unserem Kooperationspartner Handelsblatt Online verriet.

Die Designs auf der MBFW Tbilisi bewegen sich zwischen farbigen Hinguckern und reduzierten Looks, wie Designer George Shaghashvili sie zeigt.   Copyright: Davit Tchalidze

Georgien - das muss man wissen - ist ein Land, das weder zu hundert Prozent zu Europa noch zu Asien zählt, und vom Stadtbild einen Mix von allem bietet, was man bisher bereist hat. Ich besuche die MBFW Tbilisi, die mit 49 Shows in den verschiedensten Locations lockt: Von alten Gebäuden wie dem Circus, der Nationalbibliothek, einem Theater bis hin zu ganz neuen und modernen Bauten wie der “King David Suite”. Wie beim Mix der Gebäude erlebe ich auch ein Mix in den Kollektionen der Designer von farbenfroh bis zu dunklen Tönen.

Was macht die spanische Nachwuchs-Designerin Celia Valverde in Tbilisi?

Im Rahmen des globalen Engagements für Mode, unterstützt Mercedes-Benz seit über acht Jahren mit einem besonderen Schwerpunkt junge, talentierte Modedesigner durch das International Design Exchange Programm (IDEP). Hier haben aufstrebende und etablierte Designer Gelegenheit, ihre Kollektionen fernab ihrer Heimatmärkte zu präsentieren.

Designerin Celia Valverde gilt als heimlicher Star der Fashion Week in Georgien.   Copyright: Davit Tchalidze

Mercedes-Benz ist tätig in London, Peking, Berlin, Budapest, Prag oder Istanbul. Das Programm wird oftmals von einem Award begleitet. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury. Celia Valverde ist eine 27-Jährige Designerin aus Spanien. 2018 launchte sie ihre eigene Brand CÉLIAvalverde. Die Marke verkörpert eine starke Identität und persönliche Vision. Stärke und Zartheit sollen ineinander übergehen.

Celia Valverde möchte zu einem Wandel zwischen Sexualität und Provokation führen, die eine neue raffinierte und zeitgenössische Eleganz in ihrer Mode hervorbringt.

Die Looks von Celia Valverde sprühen vor aufregender Farbigkeit.   Copyright: Davit Tchalidze

Und was haben die Kardashians damit zu tun?

Vor drei Monaten erhielt Celia Valverde eine Mail von Kendall Jenner mit der Bestellung drei ihrer Sonnenbrillen. Die Designerin betont aber, dass das IT-Girl die Sonnenbrillen selbst gekauft hat und Celia ihr die Brillen nicht als PR Sample überlassen hat. Kendall postet daraufhin zwei Bilder auf Instagram, zwar ohne Verlinkung aber dennoch waren ihre Brillen nach zwei Monaten ausverkauft.

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Mit diesem Erfolg gesegnet, sucht sie nun einen Store in Madrid, um ihre Kollektion auch offline zu verkaufen. Hilfreich: Der Gewinn des IDEP Awards brachte ihr auch eine finanzielle Unterstützung. Wer ihre Kollektionen schon online durchstöbern möchte, findet online alle Looks.

Was wir ansonsten gesehen haben? Georgien bringt tolle Designs hervor. Erst bei den Eindrücken vor Ort erschließt sich, warum Mercedes-Benz sich hier engagiert. Es ist eine Investition in die Zukunft. Und die stylishen Menschen in der Front Row beweisen: Spannendes Design entsteht auch abseits der klassischen Hingucker - Paris oder London.

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