London Fashion Week Fall/Winter 2018/2019

Von Catwalk Queens und echten Royals

Von Tamara Weiler
21.02.2018 / 18:00 Uhr

Fashion is crazy – das hat die London Fashion Week mal wieder bewiesen. Egal ob opulente Hutkreationen bei Mulberry, Gesichts-Schleier mit Punkten in der Show von Erdem oder Mützen im Badekappen-Style bei Richard Malone. Mode kann und darf scheinbar alles. Neben den neuesten Kollektionen der Top Designer ist auch die Gästeliste der Fashion Shows immer für eine Überraschung gut. In der Front Row sitzen im Normalfall Influencer, die It-Girls des Schauspielbusiness, Moderedakteure und andere Fashion Victims. Aber was passiert eigentlich, wenn die Königin von England mal eben Platz nimmt? Wir verraten dir, warum Queen Elizabeth II. den Buckingham Palace gegen die Front Row tauscht und wer Cara Delevingne zurück auf den Laufsteg geholt hat.

Schauspielerin Paris Jackson und Cara Delevingne zusammen mit den Models Adwoa Aboah und Maxim Magnus bei der Burberry Fashion Show.   Copyright: Gareth Cattermole / Getty Images

Das erste Mal in der Front Row

Never say never. Das dachte sich wohl auch Queen Elizabeth II., als sie mit stolzen 91 Jahren das erste Mal eine Show der London Fashion Week besucht. Bei der Show von Designer Richard Quinn sitzt sie neben Mode-Ikone und Chefredakteurin der US-amerikanischen Vogue Anna Wintour. Im pastellblauen Kostüm zu schwarzen Handschuhen bleibt die Queen ihrem royalen Stil treu. Die bei Richard Quinn gezeigten Motorradhelme wandern wahrscheinlich nicht in ihren Kleiderschrank.

Am Ende seiner Show wird Richard Quinn eine große Ehre zuteil: Die Queen überreicht ihm den Queen Elizabeth II Award for British Design. Richard Quinn ist der erste britische Designer, der mit dem Award ausgezeichnet wird. Auch in Zukunft soll der Award an Designer-Talente aus England gehen.

Einmal Front Row bitte: Queen Elizabeth II. sitzt zwischen Mode-Ikone Anna Wintour und Caroline Rush vom British Fashion Council.   Copyright: Yui Mok - Pool / Getty Images

Cara Delevingne, Rainbow-Looks und Plastik-Bags

Nach 17 Jahren sagt Christopher Bailey goodbye zu Burberry. Und das mit jeder Menge Farbe. Bei seiner Show präsentiert er Looks im klassischen Burberry-Karo, die mit Rainbow-Colors neu interpretiert werden. Dabei ist die Farbauswahl alles andere als zufällig: Baileys Regenbogen-Designs verweisen auf die LGBTQ-Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer-Community), die Burberry damit unterstützt.

Surprise, surprise: Auch Cara Delevingne lässt sich die letzte Show von Christopher Bailey nicht entgehen und erobert mit einem bodenlangen Mantel in knalligen Regenbogenfarben den Runway. Das Model hat sich zwar mittlerweile ihrer Schauspielkarriere gewidmet, kehrt aber für die finale Show von Bailey zurück.

Weitere Überraschung bei Burberry: Plastik-Taschen mit Logo-Print auf dem Laufsteg. Plastik, really? Im Supermarkt schon so gut wie abgeschafft und jetzt das neue It-Piece bei Burberry? Eigentlich sollte das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile auch bei den Top Designern angekommen sein.

Pool-Party auf dem Catwalk

Dass bei Kollektionen scheinbar keine Grenzen gesetzt sind, beweisen auch die Nachwuchs-Designer vom Central Saint Martins College of Art and Design in London. Der Absolvent Edwin Mohney schickt etwa ein Model mit aufblasbarem Pool über den Laufsteg. Zum Baden war der aber nicht gedacht: Mohney postet den Look auch auf seinem Instagram-Account und erklärt, der Pool sei schlicht und ergreifend die passende Kette zum Outfit.

Kurios und überraschend – so war die London Fashion Week. Und der Schauenmarathon geht weiter: In Mailand präsentieren Designer vom 21. bis zum 27. Februar ihre neuesten Kreationen. Darunter Gucci, Moschino und Tommy Hilfiger. Und Gucci hat in Sachen Craziness schon ein Statement gesetzt: die Fashion-Show findet im OP-Ambiente statt.

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