1. Online-Report / Teil 5

1. Modeblogger-Umfrage: Wie viel Werbekooperationen kosten

18.03.2015 / 17:45 Uhr

Bannerwerbung ist auf Modeblogs nicht gerne gesehen. Obwohl sie bei klassischen Mode-Verlagsportalen oft gebucht wird, werden Banner auf Modeblogs deutlich häufiger als störend befunden. Umso beliebter sind Werbekooperationen wie Advertorials oder Produktnennungen. Was eine Werbekooperation auf einem deutschen Modeblog durchschnittlich kostet, beantwortet die von styleranking im Januar erhobene Modeblogger-Umfrage zum Thema „Monetarisierung von Modeblogs" mit über 100 Teilnehmern.

Advertorials am beliebtesten

Zu 81 Prozent fragen Firmen Advertorials, sogenannte Sponsored Posts an. Zwei von drei Firmen zahlen für Produktnennungen in Collagen oder Outfit-Posts. Aber auch Gewinnspiele und Social-Media-Posts werden von den Firmen angefragt. Überraschend: Auch Links werden nach wie vor verstärkt gekauft, obwohl dies für Blogger eine Gefährdung des Suchmaschinen-Rankings darstellt. Weist ein Blog eine große Anzahl gekaufter Links auf, so kann er von Google abgestraft werden und verliert seine Sichtbarkeit im Ranking der Suchmaschine. Dennoch nehmen drei von vier Bloggern dieses Risiko in Kauf und bieten Linksetzungen auf dem eigenen Modeblog an.

Ein Drittel der Modeblogger wünschen sich Events oder Reisen auf Honorarbasis. Allerdings zahlt kaum eine Firma dafür. Auch andere Honorar-Aufträge wie zum Beispiel Markenbotschafter oder Testimonials sind bei 55 Prozent aller Modebloggerinnen erwünscht.

Deutsche Modeblogger erzielen im Schnitt einen Umsatz von 355 Euro monatlich

Deutsche Modeblogger verzeichnen einen durchschnittlichen Umsatz von 355 Euro im Monat. Den höchsten Umsatz bringen Video-Posts mit etwa 1300 Euro im Monat. Allerdings bietet nur jeder vierte Modeblogger diese Werbemöglichkeit auf seinem Blog an. Videos sind sehr aufwändig und nicht jeder Modeblogger traut sich auch vor die Kamera.

Advertorials werden im Durchschnitt mit 400 Euro pro Post vergütet. Allerdings gibt es hier extrem große Unterschiede. Die befragten Modebloger gaben an, dass Advertorials mit mindestens 50 und teilweise deutlich mehr als 1.000 Euro vergütet werden. Die großen Unterschiede ergeben sich aus der Bekanntheit und Größe des Modeblogs.

Verlinkungen bringen im Durchschnitt 240 Euro pro Linksetzung im Post. Wird ein Produkt in einem Post erwähnt, so lassen sich dies Firmen im Schnitt 300 Euro kosten. Für ein Gewinnspiel fällt eine Vergütung von durchschnittlich 200 Euro an. Am geringsten werden Social Media Posts auf Instagram, Facebook oder Pinterest vergütet, hier liegt der Preis für einen Post durchschnittlich bei 155 Euro.

Am höchsten vergütet werden Videos, am geringsten Social Media Posts.

Nur 40 Prozent der befragten Fashionblogger bieten klassische Bannerkampagnen auf dem Blog an. Auf einem von drei Modeblogs sind Bannerkampagnen möglich, die nach Anzahl der Banner-Auslieferungen bezahlt und unter anderem nach der Klickrate beurteilt werden. Modeblogs, die Bannerwerbung anbieten, erhalten im Schnitt 100 Euro monatlich. Wenige Modeblogger nehmen bis zu 400 Euro damit ein. Generell wird Bannerwerbung auf Modeblogs allerdings als unbeliebt und wenig erträglich empfunden.

Die großen Unterschiede zwischen den Preisen der Modeblogger entstehen, weil es bislang noch keine Orientierungshilfe für Modeblogger gibt. Dies möchte styleranking mit der Umfrage ändern und Bloggern wie Unternehmen bei Verhandlungen eine Bezugsgröße liefern. Die Umfrage wird ab sofort regelmäßig erhoben.

In eigener Sache...

Das Online-Modemagazin styleranking veranstaltet regelmäßig große Modeblogger-Treffen: Die FashionBloggerCafés. Zudem vermittelt styleranking Modeblogger an Unternehmen für Contentkampagnen. Companys finden alle Infos in den Mediadaten von styleranking - Fashionblogger, die gern zur festen styleranking-Blogcrew zählen möchten, bewerben sich bei unserer Blogger Relations-Managerin Christina Neif (christinaPUNKTneifATstylerankingPUNKTde).

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