2. Modeblogger-Studie

Preise auf Fashionblogs für Sponsored Posts steigen um zwölf Prozent

03.12.2015 / 17:56 Uhr

Von Katharina Heilen

Wieviel Geld bekommen Modeblogger eigentlich für einen Sponsored Post? Das fragen sich nicht nur die Leser, sondern vor allem viele Fashionblogger und Unternehmen. Wie hoch sind die Preise und die Vergütung für Sponsored Posts auf Fashion-Blogs? Was verdienen die Blogger genau an ihren Werbekooperationen? Die Antworten auf diese Fragen verschafft die zweite Modeblogger-Umfrage von styleranking. Sie bietet neue Einblicke in die Branche und gibt vor allem Bloggern eine Orientierungshilfe für angemessene Bezahlungen.

Das Online-Modemagazin styleranking hat die Ergebnisse der Umfrage ausgewertet und analysiert. Die anonymen Angaben der Befragung ergeben die durchschnittlichen Preise für einen Sponsored Post und andere Werbe-Maßnahmen, wie etwa sponsored Instagram-Posts, bezahlte Social Media-Posts oder im Kundenauftrag produzierte Videos. Dabei zeichnet sich erstmals ein Trend ab: Die Preise steigen.

Hier die Ergebnisse:

2. Modeblogger-Umfrage: In den vergangenen 6 Monaten stiegen die Preise für einen Blogpost um zwölf Prozent. Ein weiterer Anstieg wird erwartet.

Meistens setzen die Blogger gleich auf mehrere Kanäle, um ihren Followern Produkte der Unternehmen zu präsentieren. Wer einen ausführlichen Blogbeitrag mit Bildern anbietet, bekommt dafür durchschnittlich 450 Euro. Innerhalb eines halben Jahres ist der Preis für einen Sponsored Post damit um 12 Prozent gestiegen. In einem Blogbeitrag über ein Produkt steckt allerdings auch viel Arbeit. Es zeigt sich also, dass sich der Preis der Beiträge langsam dem Zeit-und Arbeitsaufwand anpasst. Diese Zahlen sind vor dem Hintergrund sehr hoher Spannweiten in den Antworten zu betrachten - das bedeutet: Einige Blogger bieten deutlich günstiger an - andere setzen wesentlich höhere Preise durch.

Für einen einfachen Post auf Twitter oder Instagram zahlen Kunden im Schnitt 150 Euro. Am meisten Geld bekommt ein Modeblogger für einen Videopost. Er kostet durchschnittlich 1.300 Euro, bedeutet aber auch die meiste Arbeit. Ein Gewinnspiel, eine Produktnennung oder Verlinkung bringen im Durchschnitt zwischen 250 und 300 Euro. Die Preise für Posts sind insgesamt stabil geblieben oder leicht gestiegen.

2. Modeblogger-Umfrage: Posts bis zu 500 Euro sind üblich

Was den Umsatz für Werbekooperationen angeht, zeigt sich innerhalb des vergangenen halben Jahres eine deutliche Entwicklung. Werbeverträge für weniger als 100 Euro sind seltener geworden und werden vermehrt durch höhere Beträge von bis zu 500 Euro ersetzt. Die Blogger erhalten also um einiges mehr Honorar für ihre Posts von den Unternehmen. Vermutlich werden die Preise für Posts in den nächsten Jahren weiter steigen, weil die Relevanz der Blogs und die Werbung in Social-Media-Channels für Unternehmen immer mehr zunimmt. Der Werbung in den Social-Media-Kanälen zahlt sich für Unternehmen aus, sodass diese bereit sind, einen höheren Preis zu bezahlen.

Gleichzeitig lässt sich noch ein spannender Trend erkennen. Zahlreiche Unternehmen setzen vermehrt auf etablierte Blogger mit einer sehr großen Reichweite. Für eine solche Kooperation berechnen die reichweitenstarken Bloggerin bis zu über 5.000 Euro. Für Mode-Blogger bedeuten die Ergebnisse der Studie insgesamt, dass sie höhere Preise verlangen können. Dennoch geht es erst einmal in überschaubaren Schritten voran. Honorare ab 500 Euro aufwärts sind bisher nur jedem fünften Blogger vorbehalten.

In den Ergebnissen zeigt sich aber, dass sich die deutschen Modeblogger auf dem Vormarsch befinden. Bisher gibt es laut der „Women’s Wear Daily“ quasi nur Amerikaner unter den Modeblog-Millionären. Inzwischen schätzen auch in Deutschland immer mehr Marketing-Leiter und Agentur-Chefs die Arbeit der Blogger und bezahlen leistungsgerechte Honorare.

Die Blogsphäre in Deutschland wird immer mehr als eine professionelle Branche angesehen. Das zeigt sich auch in der Bezahlung. Die Unternehmen erkennen die Relevanz der Social-Media-Channels für sich und sind bereit, mehr zu bezahlen. So können die Blogger ihre Preise dem Arbeitsaufwand entsprechend anpassen. In der nächsten Woche stellt styleranking vor, wer die bevorzugten Kooperationspartner von Modebloggern sind und in welchen Bereichen diese am häufigsten gebucht werden.

In eigener Sache...Das Online-Modemagazin styleranking veranstaltet regelmäßig große Modeblogger-Treffen: Die FashionBloggerCafés. Zudem vermittelt styleranking Modeblogger an Unternehmen für Contentkampagnen. Companys finden alle Infos in den Mediadaten von styleranking - Fashionblogger, die gern zur festen styleranking-Blogcrew zählen möchten, bewerben sich bei unserer Blogger Relations-Managerin Christina Neif (christinaPUNKTneifATstylerankingPUNKTde).

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