2. Modeblogger-Umfrage

Vier von fünf Modebloggern kennen sich mit Kennzeichnung von Werbung aus

21.12.2015 / 17:04 Uhr

Die Debatte der vergangenen Monate um Blogger, die ihre Werbung nicht kennzeichnen, hat für viel Aufsehen gesorgt. Das Thema rückt immer weiter in den Vordergrund und nimmt an Bedeutung zu, weil Leser ohne gekennzeichnete Werbung hinters Licht geführt werden. Wenn sich die Blogosphäre professionalisiert, muss auch der Umgang mit Werbung dieser Entwicklung Rechnung tragen.

Das Online-Modemagazin styleranking hat 220 Fashionblogger in der 2. Modebloggerstudie zum Thema „Monetarisierung von Blogs“ zu ihrem Umgang mit Werbung befragt. Die Umfrage wurde anonym erhoben und ergab ein aktuelles Bild, wie die Blogger Werbung auf ihren Blog und in Social-Media-Kanälen kennzeichnen. Es zeigt sich, dass beim Thema „Werbung auf Blogs“ zum Teil noch Unsicherheit herrscht. Jedoch fühlen sich viele Blogger informiert und trauen sich die korrekte Kennzeichnung von Werbung zu.

80 Prozent der Blogger sind sicher in der Kennzeichnung von Werbung oder wissen zumindest, was die Kennzeichnung von Werbung bedeutet.

Sind Blogger überhaupt sicher im Umgang mit Werbung und können sie diese richtig kennzeichnen? Diese Herausforderung ist offensichtlich nicht für jeden Blogger so einfach zu bewerkstelligen. Für ein professionelles Blog ist dies aber von elementarer Bedeutung. Fast 80 Prozent gaben an, dass sie sich in der Kennzeichnung von Werbung sicher fühlen oder zumindest wissen, was die Kennzeichnung von Werbung bedeutet. Nur bei jedem fünften Fashionblogger ist dies nicht der Fall. Sie fühlen sich unsicher in der Kennzeichnung von Werbung auf ihrem Blog und in in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram. Kein Wunder: Schließlich gab es noch keine Social Media Channels und Sponsored Posts, als Gesetze zur Schleichwerbung erlassen wurden. Es empfielt sich daher, sich genauer mit dem Thema zu beschäftigen, um das Vertrauen der Leser nicht zu missbrauchen. Die Leser sollen wissen, dass es sich bei bezahlten Kooperationen um Werbung handelt und können dann eine reflektiertere Meinung zum Produkt gewinnen. Wenn es sich um eine authentische Werbe-Kooperation handelt, werden sich die Leser nicht über die Posts ärgern - auch wenn "Anzeige" oder "Sponsored Post" darübersteht. Dann kann Werbung sogar spannend für die Leser werden, wenn sie originell gemacht ist und einen persönlichen Dreh bekommt.

Bezüglich der Kennzeichnung von Werbung ergibt sich ein gemischtes Bild.

Zur Frage, ob Fashionblogger Werbung in sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook, Snapchat, Twitter und Co. kennzeichnen, ergibt sich ein gemischtes Bild. Fast 40 Prozent der Blogger gaben an, ihre Werbung immer zu kennzeichnen. Fast genauso viele tun dies allerdings nicht immer, sondern nur manchmal. Manchmal liegt der Grund beim Unternehmen, das nicht möchte, dass hinter einem Meinungsartikel "bezahlt" steht. In einigen Fällen wird dies sogar vertraglich vereinbart, obwohl es gegen das deutsche Wettbewerbsrecht verstößt. In einem Artikel des Süddeutschen Zeitung ist wunderschön beschrieben, wie und warum Schleichwerbung, also Werbung, die nicht als solche erkennbar ist, in Deutschland verboten ist. Zwar hat es laut der SZ noch keine einzige Anzeige wegen Schleichwerbung gegeben, doch die Sensibilität für das Thema steigt.

Auch Blogger selbst ärgern sich über ungekennzeichnete Werbung anderer Blogger, wie z.B. Jana Windoffer von bekleidet.net. Sie ruft dazu auf, den Lesern mehr Transparenz zu bieten. Oftmals ist die Werbung auf Blogs auch ungekennzeichnet als solche erkennbar und kratzt an die Glaubwürdigkeit der Blogger. Fast 10 Prozent der Teilnehmer an der 2. Modeblogger-Umfrage von styleranking haben übrigens keine Angabe zu dem Thema gemacht. Fragwürdig: Einige Blogger sind sogar der Meinung, dass ihnen die Kennzeichnung von Werbung schadet.

Fast 60 Prozent der Blogger fühlen sich von den Firmen bei der Kennzeichnung von Werbung unverstanden.

Einige Unternehmen geben den Text des Blogposts vor und erlauben nicht, die Werbung als solche zu kennzeichnen. Doch genau das könnte den Unternehmen übel auf die Füße fallen. Nämlich exakt in dem Moment, in dem das herauskommt und zu einer umfassenden Presseberichterstattung führt, in der es dann heißt: "XY besticht Blogger".

In Zukunft werden wir sicher mehr gekennzeichnete Posts zu Gesicht bekommen. Für Blogger wird es immer wichtiger, die Werbung als solche erkennbar zu machen, um die Leser nicht zu hintergehen. Ehrlichkeit währt eben doch manchmal am längsten. Und es ist ja auch nichts dabei, wenn man mit gekennzeichneter Werbung sein Blog finanziert, ähnlich wie bei Fernseh- und Radiosendern, Zeitschriften oder anderen werberefinanzierten Angeboten.

In der nächsten Woche geht es in der 2. Modeblogger-Umfrage von styleranking um Netzwerke und Agenturen von Bloggern. Ihr dürft gespannt sein …

In eigener Sache...Das Online-Modemagazin styleranking veranstaltet regelmäßig große Modeblogger-Treffen: Die FashionBloggerCafés. Zudem vermittelt styleranking Modeblogger an Unternehmen für Contentkampagnen. Companys finden alle Infos in den Mediadaten von styleranking - Fashionblogger, die gern zur festen styleranking-Blogcrew zählen möchten, bewerben sich bei unserer Blogger Relations-Managerin Christina Neif (christinaPUNKTneifATstylerankingPUNKTde).

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