Influencer Relations

Kennzeichnungspflicht: styleranking bereitet Fragenkatalog vor

Kim Ernst
Von Kim Ernst
04.11.2016 / 15:00 Uhr

Immer wieder stellen sich Influencer die Frage: Unter welchen Umständen muss ich einen Blogeintrag, Instagrampost oder Snap als Werbung kennzeichnen? Welche Rolle spielt dabei die Bezahlung? Muss ich einen Beitrag auch dann kennzeichnen, wenn ich hinter dem Produkt stehe? Die Landesmedienanstalten haben zu diesem Thema einen Leitfaden herausgegeben. Dieser soll wichtige Fragen zur Kennzeichnungspflicht beantworten und Struktur in das undurchsichtige Werbe-Wirrwarr in der Influencer-Sphäre bringen. Der Leitfaden wurde inzwischen schon deutlich ergänzt und erfuhr ein Update. Dennoch bleiben wichtige Fragen zur Kennzeichnungspflicht unbeantwortet. Wir haben einige zusammengetragen.

Grundsätzlich gilt: Jeder Blogger, Influencer und Vlogger sollte seinen Lesern und Followern gegenüber transparent und ehrlich sein.   Copyright: Shutterstock
  • Wie kennzeichne ich einen Blogpost, in dem ich mehrere Produkte vorstelle, aber nur für das Werben eines dieser Produkte bezahlt wurde?
  • Wenn ich zu Events oder auf Reisen eingeladen werde, muss ich Blogposts darüber dann als Werbung kennzeichnen?
  • Gibt es eine Kennzeichnungspflicht für Snapchat und Instagram Stories? Wie sieht sie aus?
  • Wenn ich einen Artikel als Werbung kennzeichne, muss ich dann auch die Verlinkung zum Artikel auf Facebook entsprechend kennzeichnen und darauf hinweisen, dass es sich bei dem verlinkten Artikel um einen Beitrag mit Werbeinhalten handelt?
  • Ich verlinke im Blogpost einen Online-Shop, ohne dafür bezahlt worden zu sein. Muss ich den Beitrag dennoch kennzeichnen?
  • Ich wurde auf eine Reise eingeladen und poste währenddessen etwas auf Instagram, das mit dieser Reise zusammenhängt. Handelt es sich hierbei um Werbung?
Welche Fragen habt ihr zum Thema Kennzeichnungspflichten? Stellt sie uns in den Kommentaren.   Copyright: Shutterstock
  • Ein Unternehmen stellt mir ein Produkt kostenlos zur Verfügung und es sagt mir nicht zu. Handelt es sich auch um Werbung, wenn ich darüber negativ berichte?
  • Ich poste ein Outfit bei Instagram und setze dazu einen Affilliate-Link. Muss ich den Post wegen des integrierten Links als Werbung kennzeichnen?
  • Ich veröffentliche einen Beitrag (Blog/Instagram/Youtube), in dem ich geliehene Samples verschiedener Marken trage und informiere meine Follower in dem Beitrag darüber, von welchen Marken die Stücke stammen. Anschließend sende ich die Samples wieder an die entsprechenden Unternehmen zurück. Muss ich den Blog-Beitrag als Werbung kennzeichnen? [Wir fragen uns analog dazu, warum in Auto- oder Handymagazinen etwaige Hinweise neben den Geschichten gänzlich fehlen...]
  • Ein Unternehmen stellt mir ein Produkt kostenlos zur Verfügung und erwartet nicht, dass ich einen Blogpost/ein Video dazu veröffentliche. Mich überzeugt das Produkt jedoch so sehr, dass ich etwas dazu veröffentlichen möchte. Muss ich den Beitrag dann als Werbung kennzeichnen?
  • Wie deutlich muss ein Artikel/Video als Werbung gekennzeichnet sein? Reicht es, wenn man erst am Ende darauf hinweist oder muss sofort auffallen, dass es sich um Werbung handelt?
  • Wo genau muss gekennzeichnet werden? Bereits bevor man den Artikel liest? Also etwa innerhalb der Verlinkung / der Headline / des Homepage-Teasers?
Wir senden eure Fragen an die Medienanstalten.   Copyright: Shutterstock

Um Licht ins Dunkel zu bringen und Sicherheit zu verschaffen, sammeln wir Fragen und freuen uns auf eure Ergänzungen. Wir leiten diese in einem großen Fragenkatalog schriftlich an die Landesmedienanstalten weiter und bitten um Beantwortung. Verratet uns in den Kommentaren eure Fragen, Unsicherheiten und Probleme in Bezug auf Kennzeichnung auf Youtube, Instagram, Twitter und Co. oder auf dem Blog. Wir freuen uns auf eure Fragen!

Alle mit Shutterstock gekennzeichneten Bilder stammen aus der Bilddatenbank shutterstock.com.

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