City-Guide

Als Europäer in Shanghai: So anders lebst du im fernen Osten

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15.11.2016 / 14:00 Uhr

Eine Mischung aus Entsetzen und Begeisterung liegt in der Luft. Gerade erzähle ich meiner besten Freundin, dass ich nach Shanghai reise. „Du fliegst nach China? Krass!“ sagt sie. Fremde Sprache, unverständliche Schrift, schräge Essgewohnheiten, Instagram geblockt. „Na dann viel Spaß“, fügt sie mit fast besorgtem Unterton hinzu. Ja - in China lebt man anders. Trotzdem lockt die 23 Millionen Einwohner große Metropole mit unzähligen kulturellen Highlights. Tradition, Architektur, Mode: Shanghai bietet viel Neues. Wen Reiseziele in Europa nicht mehr begeistern und wer eine wirklich unvergessliche Travelerfahrung machen will, muss nach Asien. Nirgendwo sonst ist der Kontrast zu unserem westlichen Lebensstil größer. Also stürze ich mich gemeinsam mit dem HUAWEI P9 Smartphone mit integrierter Dual-Lens-Kamera von Leica ins Abenteuer – denn eine klobige Spiegelreflex-Kamera kann hier wirklich niemand gebrauchen. 7 Tage Shanghai: Das erlebe ich im fernen Osten.

Flugangst adé: So relaxt du beim Langstreckenflug

Die gute Nachricht: Jede flugangstgeplagte Person ist nach einem China-Flug voraussichtlich desensibilisiert. Die schlechte: Die 11 Stunden musst du erst mal überleben! Wie sich herausgestellt hat, ist das aber harmloser als ursprünglich gedacht. Denn erstens werden für solche Flüge große Flugzeuge ausgewählt, bei denen Turbulenzen weniger bemerkbar sind. Zweitens sorgen die zwei Hauptmahlzeiten und die vielen Snacks zwischendurch für ständige Beschäftigung. Und drittens gibt es dort mittlerweile USB-Anschlüsse zum Stromladen – du kannst dich also nonstop von deinem Smartphone oder Tablet ablenken lassen.

Spare im Koffer Platz und knipse Outfitbilder einfach mit dem Smartphone. Der Bokeh-Effekt des HUAWEI P9 rückt dein Travel-OOTD ins richtige Licht.   Copyright: styleranking

Unfreiwilliger Promistatus und sprachliche Hürden

Du willst dich einmal fühlen wie Toni Garrn auf dem Weg zum Supermarkt? Kein Problem! Dazu reicht es als Europäer, in eine chinesische Großstadt wie Shanghai zu fahren. Starrende Blicke und unfreiwillige Fotos sind garantiert - für Asiaten sind wir Europäer eine Attraktion. Als Tourist aus der westlichen Welt erreicht man schnell unfreiwilligen Promistatus und fühlt sich auf den Straßen immer leicht beobachtet. Größtenteils bleiben Chinesen auf Distanz - aus Respekt. Höflich angesprochen wurde ich zwar auch, das Gespräch endete allerdings immer abrupt. Chinesen sprechen größtenteils kein Wort Englisch – nicht mal die Taxifahrer. Kommunikation fällt ohne eine Übersetzungs-Handyapp also schwer. Immerhin tragen die U-Bahn-Stationen auch englische Namen, was die Reise durch Shanghai eindeutig vereinfacht.

Shanghai bei Nacht: Auch am Wochentag sind die Straßen gefüllt.   Copyright: styleranking

Andere Länder, andere Ernährungssitten

Nach einem anstrengenden Tag orderst du harmlos „just water, please“– serviert wird dir kochend heißes Wasser, welches erst nach 10 Minuten Trinktemperatur erreicht. Nein, daneben liegt kein Teebeutel. In China trinken sie zum Essen ausschließlich heißes Wasser, wenn es nicht Tee, Alkohol oder Softdrinks sein sollen. Mir wurde gesagt, dass unterstütze die Verdauung. Ich vermute, das schützt hauptsächlich vorm Festsitzen auf dem weißen Thron. Denn für einwandfreies Trinkwasser ist China nicht unbedingt bekannt (Vorsicht vor dem Kranwasser!). Im Allgemeinen lautet das Mantra für einen Restaurantbesuch in China: Sei offen für Neues. Lotuswurzel, Okrabohnen, vergorene Eier, Pilze, die aussehen wie Ohren: Lass dich von der chinesischen Küche überraschen - und inspirieren. Und falls etwas liegen bleibt, keine Sorge: das gilt in China als Kompliment für die Küche. Schmatzen leider auch.

So sieht ein typisches Abendessen in China aus: Auf einer riesigen Drehplatte werden unterschiedliche Speisen serviert.   Copyright: styleranking

Wie überlebt ein Veganer in China?

Veggies müssen jetzt stark sein. Frage einen Chinesen nach Spezialitäten des Landes und du hörst hauptsächlich von Rind, Schwein, Fisch, Muscheln und Huhn. Aber trotz vieler böser Prophezeiungen über unfreiwillige Hungerzeiten, habe ich meine Shanghai-Reise sogar als Veganer wunderbar überstanden. Jeder, der schon einmal chinesisch gegessen hat, weiß, wie gut Asiaten würzen können – das gilt auch für das Gemüse. Wer in Shanghai also tierfrei essen will, sollte unbedingt die unterschiedlichen Pilze, Tofusorten und Auberginengerichte ausprobieren. Unvergleichlich!

Hochhäuser en masse – irgendwo müssen die 23 Millionen Einwohner in Shanghai schließlich leben.   Copyright: styleranking

Social Media-Sperre: Ein Leben ohne Instagram, Facebook und Co.

Du sitzt in deinem Hotel und willst kurz nachsehen, wo die nächste U-Bahn-Station liegt. Problem: Alles, was mit dem Unternehmen Google zu tun hat, blockt die Regierung. Du kommst weder in deinen Gmail-Account, noch zu Googlemaps. Und versuch gar nicht erst, jemanden über Skype anzurufen, denn auch hier wirkt Chinas mächtige Firewall. Diese ist dafür verantwortlich, dass viele für uns gewohnte Social Media-Dienste nicht funktionieren. Plane für deinen Shanghai-Trip also lieber eine Instagram-, Facebook-, Twitter-, Youtube- und Snapchat-Abstinenz ein. Die einzige Lösung wäre ein Virtual Private Network (kurz VPN). Leider funktioniert das Programm nicht auf jedem Gerät. Übrigens: Die Chinesen sind nicht etwa Social Media-faul. Natürlich besitzen sie eigene Apps, um miteinander in Kontakt zu stehen - zum Beispiel WeChat. Das ist eine innovative Kombination aus Facebook, Instagram und Twitter. Das könnten wir doch auch bei uns einführen!

Für meine Shanghai-Reise erhoffte ich mir ein unvergessliches Erlebnis. Etwas, was ich hier in Europa und in der westlichen Welt nicht erleben kann. Wunsch erfüllt: Ich reiste in eine fremde Stadt und betrat eine neue Welt. China, ich komme wieder!

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